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29.04.2017 / 09:00

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Wochenrückblick KW 17 2017

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 21. bis zum 26. April 2017 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Wochenrückblick KW 17 2017

Video: Wochenrückblick KW 17 2017 (5:22)

Deutschland spielt

Einmal im Jahr treffen sich Spielentwickler und andere Branchengrößen in Berlin, um dort im Rahmen der Quo Vadis über Games zu sprechen. Auch 2017 gab es viel zu diskutieren.

Billy Khan von id Software hat dem Publikum auf dem Tech Summit von Golem.de erklärt, dass für die bei Doom verwendete Engine hohe Bildraten besonders wichtig sind und er sich bessere Technologien für Licht und Schatten und CPUs mit mehr Kernen wünscht. Youtuber wie Peter Smits haben über die Zusammenarbeit mit Publishern gesprochen, die sich mittlerweile regelrecht um die Influencer reißen, weil sie ihre Spiele selbst dann verkaufen, wenn sie sie kritisieren. Branchenexperte Don Daglow hat eine Prophezeiung für die Branche gewagt. Er sagt: In fünf Jahren sind Konsolen nicht mehr besonders wichtig, Bildraten in Games interessieren niemanden mehr und Augmented Reality erlebt den Prinzessin-Leia-Moment.So etwas wie ein krönender Abschluss war dann die Gala, in deren Rahmen der Deutsche Computerspielpreis verliehen wurde. Der Hauptpreis ging in diesem Jahr an Portal Knights von Keen Games.

Malware im Play Store

Eine App mit dem Namen System Update ist mehr als eine Million Mal aus Googles Play Store heruntergeladen worden. Es handelt sich dabei um Malware, die jahrelang unentdeckt blieb. Sie kann den Standort der Nutzer übertragen und empfängt Kommandos per SMS.

TV-Soundsysteme im Test

Wir haben diese Woche zwei TV-Soundsysteme verglichen: Die Playbase von Sonos und das Sounddeck von Raumfeld verbessern beide den TV-Klang erheblich. Die Playbase überzeugt mit einem besseren Klang, dafür hat das Sounddeck bessere Anschlussmöglichkeiten.

Top 2 EuGH zu Streaming

Nutzer, die Kinofilme und Serien aus illegalen Quellen streamen, handeln rechtswidrig. Das geht aus dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs in dieser Woche hervor.

Laut dem Medienanwalt Christian Solmecke betrifft das Urteil neben den Nutzern der zahlreichen Film- und Serienstreaming-Portale auch die Konsumenten von illegalen Bundesligastreams. In der Sache ging es zwar zunächst nur um einen externen Streamingplayer, schaut man sich das komplette 20-seitige Urteil aber an, lässt sich die Entscheidung demnach auf den Abruf von Seiten wie Kinox.to übertragen. Doch nur Premium-Nutzer von illegalen Plattformen müssten mit Abmahnungen rechnen, wenn die Server beschlagnahmt wurden. Die Forderungen dürften allerdings niedrig bleiben, da keine Streams weiterverbreitet, sondern lediglich konsumiert werden.

Strengere Streaming-Regeln

Das EU-Parlament will strengere Regeln für Videostreaming: Youtuber sollen Werbung und Produktplatzierung künftig europaweit kenntlich machen.

Frauen und Informatik

Eine Microsoft-Studie hat ergeben, dass Mädchen bereits mit elf Jahren Interesse an MINT-Fächern zeigen, jedoch schnell wieder verlieren. In Deutschland seien die Jungs-Perspektive im Informatikunterricht und fehlende weibliche Vorbilder Hauptgründe dafür. Eine positive Nachricht gibt es aber: Immer mehr Frauen beginnen laut Bitkom ein IT-Studium, 26 Prozent der Studienanfänger sind inzwischen weiblich.

Top 3 Wichtigste Industriemesse

Roboter, die niemanden verletzen, oder Werkstücke, die wissen, was Maschinen mit ihnen machen sollen: Auch diesem Jahr gehörten Automatisierung und Digitalisierung der Produktion wieder zu den wichtigsten Themen der Hannover Messe.

Ein Trend war die Kooperation von Mensch und Roboter. Dafür entwickeln die Robotikunternehmen sogenannte Co-Bots. Der deutsche Hersteller Schunk etwa hat für einen feinfühligen Greifer den begehrten Hermes Award bekommen, der für innovative Entwicklungen vergeben wird. Das Esslinger Unternehmen Festo hat wieder ein robotisches System vorgestellt, das sich an einem natürlichen Vorbild orientiert. In diesem Jahr ist es ein Greifer, der sich wie ein Oktopus-Tentakel um ein Objekt schlingt. Da der Octopus Gripper aus weichem Silikon besteht, ist er ebenfalls gut geeignet für die Zusammenarbeit mit dem Menschen.

Die Digitalisierung der Produktion zeigt sich auch an den Ausstellern: Zunehmend sind auch große IT-Konzerne auf der Messe vertreten. Microsoft etwa hat diverse Einsatzszenarios für die Hololens vorgestellt. So wird Thyssen Krupp in Zukunft seine 24.000 Wartungstechniker mit Hololens-Systemen ausstatten.

Auch Huawei, die Deutsche Telekom und IBM waren mit großen Ständen vertreten, um der Industrie moderne Konzepte zu präsentieren.

Datenschutzreform beschlossen

Bei der Debatte um das umstrittene Anpassungsgesetz zur Datenschutzgrundverordnung im Deutschen Bundestag setzte die Union voll auf das Thema innere Sicherheit – während die Opposition eine Abwertung der Datenschutzbeauftragten und weniger Kontrollrechte fürchtet. Das am Donnerstag beschlossene Gesetz könnte gegen EU-Recht verstoßen.

DRM in Kodi

Das Mediacenter Kodi wird immer wieder mit Piraterie in Verbindung gebracht,  worunter das Projekt massiv leidet. Um künftig legale Streamingdienste wie Netflix integrieren zu können, will das Team DRM-Techniken unterstützen.

Bloatware gefährdet Nutzer

Ein auf Millionen Notebooks vorinstalliertes Programm zur Bildschirmeinrichtung hat Sicherheitslücken – und ermöglicht es Angreifern, beliebigen Code mit Systemrechten auszuführen. Der Hersteller Portrait Displays hat das Problem mittlerweile behoben.

Stromspeicher für daheim

Stromspeicher mit Stern: Daimler hat einen Energiespeicher für Privathaushalte auf den Markt gebracht. Der Akku speichert Strom aus der Photovoltaikanlagen auf dem Dach. Ein Modul hat eine Kapazität von 2,5 Kilowattstunden, bis zu acht können kombiniert werden. Neu ist die Idee nicht: Tesla bietet solche Systeme seit zwei Jahren an.

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