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13.02.2016 / 09:00

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Wochenrückblick KW 06 2016

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 6. bis zum 11. Februar 2016 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Wochenrückblick KW 06 2016

Video: Wochenrückblick KW 06 2016 (5:13)

Top 1: [Anmoderation:] Eine Sensation in der Physik hat es in dieser Woche gegeben: Forscher wollen erstmals Gravitationswellen direkt nachgewiesen haben.

[Bericht]: Albert Einstein hat Gravitationswellen schon vor 100 Jahren in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vorausgesagt, aber selbst nicht daran geglaubt, dass sie je gemessen werden können. Gravitationswellen entstehen, wenn zwei sehr große Massen - Schwarze Löcher oder Neutronensterne - sich umkreisen. Dann wird ein Teil ihrer Energie als Wellen abgestrahlt. Sie bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit und verformen dabei die Raumzeit.

Diese Veränderungen der Raumzeit sind extrem gering. Um sie zu erfassen, bedarf es eines speziellen Messgerätes: das Laser-Interferometer-Gravitationswellen-Observatorium mit seinen zwei Messtationen. Am 14. September 2015 zeichneten sie ein Signal auf, das zwei Schwarzer Löcher ausgesandt haben, als sie vor rund 1,3 Milliarden Jahren verschmolzen sind. An der Entdeckung beteiligt waren auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik in Hannover.

Top 2: [Anmoderation:] Es war mal richtig teuer und aufwendig, die Cryengine zu lizenzieren. Jetzt können sich Spielentwickler das Programm kostenlos und ganz einfach mitsamt dem Quellcode bei Amazon herunterladen:

[Bericht:] Der Onlinehändler hat seine eigene Engine namens Lumberyard veröffentlicht, und die basiert in weiten Teilen eben auf der Cryengine. Mit Lumberyard lassen sich Spiele und andere Anwendungen für Windows-PC sowie für die Xbox One und die Playstation 4 produzieren.

Unterstützung für weitere Plattformen soll folgen - dadurch wird die Amazon-Engine zum ernstzunehmenden Konkurrenten etwa von Unity und der Unreal Engine 4. Wie die auf den neuen Wettbewerber reagieren, wird spannend: Es ist denkbar, dass der Druck für echte technische Innovationen wieder steigt.

Top 3: [Anmoderation:] Verwirrende Aussagen, keine Lösungen, keine Information an die Betroffenen: Dass Bewegungsdaten auf VBB-Fahrcards beschrieben werden können, hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg bestritten, bis das Gegenteil bewiesen wurde. Ähnlich reagiert er auf weitere Erkenntnisse von Golem.de.

[Bericht:] Nach unseren Recherchen hat nicht nur die Berliner Verkehrsgesellschaft BVG Fahrgastdaten auf den elektronischen Fahrkarten gespeichert, sondern mindestens noch zwei weitere Mitglieder des Verkehrsverbunds. Und das Problem gibt es nicht erst seit einigen Monaten, sondern schon vor Jahren. Die Kunden wurden damals so wenig informiert wie heute. Auch in ihrem neuen Marketingmaterial behauptet die BVG im Prinzip weiter, es könnten keine Bewegungsdaten gespeichert werden. Immerhin: Nutzer können bald die Daten von ihren Fahrcards löschen lassen. Noch im Februar soll es soweit sein.

Kurzmeldungen:

Neues zu Windows 10: Microsoft ergänzt das Windows-Insider-Programm um eine dritte Variante. Parallel zum Slow- und Fast-Ring gibt es Release Previews von Windows 10. Im Release Preview werden Updates zur Verfügung gestellt, kurz bevor sie für alle Nutzer verteilt werden.

Bislang haben Kriminelle vor allem versucht, unrechtmäßig Geld von den Konten einzelner Nutzer zu stehlen. Neue Untersuchungen zeigen jetzt, dass mittlerweile auch die Infrastruktur von Banken direkt angegriffen wird. So konnten Kriminelle in Russland ganze Geldautomaten leerräumen, ohne dass ihr Kontostand sich veränderte.

Deutschland soll mehr freie WLANs bekommen. Das ist das Ziel des neuen Gesetzes zur Störerhaftung. Doch die dort vorgesehenen Captive-Portals manipulieren die DNS-Einstellungen der Nutzer –und dürften langfristig nicht mehr funktionieren, wenn immer mehr Seiten HTTPS einsetzen.

Eine Menge auszusetzen hat die französische Datenschutzbehörde am Datenschutz bei Facebook - und eine Rüge ausgesprochen. Das weltweit größte soziale Netzwerk hat nun drei Monate Zeit, die Vorgaben zu erfüllen. So darf Facebook die Daten seiner europäischen Nutzer nicht mehr ohne legale Basis für Werbezwecke verwenden oder Nichtmitglieder mit einem speziellen Cookie tracken.

Im Kampf gegen Werbeblocker setzen Verlage weltweit vermehrt auf technische Maßnahmen. Das US-Technikmagazin Wired kündigte am Dienstag an, Nutzer von Adblockern künftig auszusperren. Gleichzeitig soll es ein werbefreies Abo für einen Dollar in der Woche geben. Auch der deutsche Verlag Gruner + Jahr weitet seine Adblockersperre auf weitere Websites aus.

Dieser Zimmerservice nimmt kein Trinkgeld: Relay ist ein Roboter, der in einigen Hotels in den USA Gästen Kleinigkeiten wie Handtücher oder Süßigkeiten aufs Zimmer bringt. Das Personal befüllt ihn mit dem Gewünschten, und der Roboter macht sich selbstständig auf den Weg. Bei einigen Gästen scheint er anzukommen. Einige bestellen nur etwas, um sich dann mit Relay zu fotografieren.

Welcher Hardcorezocker spielt schon mit Wolle? Derzeit sind es vielleicht gar nicht so wenige: In Unravel kann der Spieler ein putzig animiertes Wollmännchen durch herbstliche Landschaften, entlang einer Meeresküste und durch düstere Spukhäuser steuern. Das macht Spaß und ist wunderschön in Szene gesetzt, wie unser Test zeigt, - aber noch schwieriger als das Stricken eines Wollpullis.

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