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25.12.2015 / 09:00

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Jahresrückblick 2015 (Teil 1)

Der erste Teil unseres Jahresrückblicks beschäftigt sich mit den wichtigsten Themen 2015.

Jahresrückblick 2015 (Teil 1)

Video: Jahresrückblick 2015 (Teil 1) (8:22)

[Anmoderation] Windows 10 war DAS Golem.de-Thema 2015! Wir haben getestet und verglichen und nicht nur viele, sondern auch die meistgelesenen und die längsten Artikel darüber geschrieben.

[Beitrag] Mit dem neuen System hat Microsoft versucht, eine große Änderung in seiner Betriebssystemlandschaft abzuschließen. Die interne neue Architektur von Windows 8 soll auch für Geschäftskunden und Mausbenutzer interessant werden, die bisher keine Freunde der neuen Kacheloberfläche waren. Mit der Rückbesinnung auf das Startmenü gelang es, das Kachelkonzept weiterzuführen und mehr Nutzer zufriedenzustellen.

Zusätzlich kam Cortana als Sprachassistent dazu, doch der frustriert mehr als das er hilft. Auch das mit Windows 8 eingeführte Systemsteuerungschaos konnte Microsoft nicht beseitigen. Der Umbau ist noch nicht fertig, aber insgesamt durchaus gelungen. Wer die Sicherheitsfunktionen von Windows 8 haben will, der kann nun Windows 10 installieren und das System ähnlich bedienen wie damals Windows 7.

[Anmod.] Offene Bastelplattformen werden immer beliebter, auch wir haben in diesem Jahr jede Menge gebastelt. Bei Arduino gab es Streit um die Markenrechte und die zukünftige Ausrichtung, der das Gründerteam entzweit hat. Deshalb gibt seit Mai zwei konkurrierende Arduino-Unternehmen: Arduino und Genuino. Eine gerichtliche Klärung wird es erst Mitte 2016 geben. Trotzdem hat sich „arduino-kompatibel“ als Feature bei Konsumprodukten etabliert. Nutzer können diese nachträglich selbst programmieren. Für Bastler genau so interessant: die neue Version des Einplatinenrechners Rasperry Pi.

[Bericht] Deutlich schneller als sein Vorgänger ist der im Februar vorgestellte Raspberry Pi 2. An die leistungsfähigsten Konkurrenten kommt er trotzdem nicht heran. Dafür glänzt er mit einem gepflegten Software-Support. Selbst eine angepasste Windows-10-Variante ist verfügbar. Allerdings wurden dieses Jahr auch Bastelrechner mit Intel-Prozessor angekündigt, auf denen Windows 10 Home laufen soll. Mit dem Raspberry Pi Zero wurde auch ein Modell vorgestellt, dass mit Rechner unter 15 US-Dollar konkurriert.

[Mod.] Der Hype um die autonomen Autos wurde im Herbst dieses Jahres von einem der größten Industrieskandale in der deutschen Geschichte überlagert. Der VW-Konzern hat elf Millionen Dieselfahrzeuge mit einer Manipulationssoftware bestückt, um strenge US-Abgasnormen zu umgehen. Betroffen sind auch Fahrzeuge von Audi und Porsche. Der finanzielle Schaden für den Konzern ist noch nicht abzusehen. Vom Imageschaden für VW und die deutsche Industrie ganz zu schweigen. Kritiker werfen der deutschen Autoindustrie ohnehin vor, mit dem Diesel auf eine veraltete Antriebstechnik zu setzen, anstatt Hybrid-Antriebe oder noch besser Elektroautos zu forcieren.

[Bericht] Was Tesla kann, können Audi und Porsche auch: Die beiden deutschen Hersteller haben auf der Messe IAA in Frankfurt neue Elektroautos mit einer Reichweite von 500 Kilometern vorgestellt - wie Teslas Model S. Konkurrenz bekommt Tesla Motors aber nicht nur von den Etablierten.

Das Silicon-Valley-Unternehmen Faraday baut auch Elektroautos. Viele Tesla-Mitarbeiter sind zu dem Unternehmen gewechselt, dem enge Verbindungen zu Apple nachgesagt werden. Die Formel E hat ihre erste Saison abgeschlossen - mit vielen Besuchern und Nelson Piquet junior als Meister. In der kommenden Saison 2016/17 treten im Rahmenprogramm auch autonom fahrende Elektrorenner gegeneinander an.

[Anmod.] Musik, Filme und Serien: Große Themen waren 2015 auch Streaming-Dienste - und vor allem die zugehörigen Boxen und –Sticks.

[Bericht] Nicht nur die bereits aus dem Vorjahr bekannten Geräte wie Amazons Fire TV und Fire Stick oder auch Googles Chromecast kamen dieses Jahr in neuen Versionen in den Handel, auch der Apple TV hat nach Jahren eine neue Version spendiert bekommen. All unsere Vergleiche zeigen: Ein Allround-Gerät, mit dem alle Streaming-Abo-Nutzer glücklich werden, gibt es nicht. Irgendein Dienst fehlt immer, sicher sein können sich im Grunde nur Netflix- und Amazon-Video-Kunden.

[Anmod.] Blackberry wurde in den vergangenen Jahren schon einige Male totgesagt – aber wie sagt man so schön: Totgesagte leben länger.

[Bericht] Mit dem Priv hat das kanadische Unternehmen 2015 einen weiteren Grund gegen das vorzeitige Ableben geliefert: Das erste Android-Smartphone des Herstellers ist gleichzeitig das erste Android-Smartphone seit Jahren, das mit einer aufschiebbaren Tastatur kommt. Für uns geht das Konzept auf, dank einer hervorragenden technischen Umsetzung des Slide-Mechanismus und den gelungenen Änderungen an der installierten Android-Version. Das Kapitel „Geräte“ scheint bei Blackberry also weiterhin ein Offenes zu sein.

[Mod.] Immer Ärger mit den Zertifikaten: Lenovo hat mit Superfish ein Zertifikat installiert, das Adware an die Nutzer ausliefern konnte – und Man-In-The-Middle-Angriffe auf Thinkpad-Nutzer ermöglichte. Auch Dell hat 2015 Zertifikate auf aktuellen Notebooks vorinstalliert, die einen ähnlichen Angriff zulassen. Symantec hatte Ärger mit Google, weil das Unternehmen falsche Zertifikate ausgestellt hatte. Anfang des Jahres akzeptierten Tausende Android-Apps gefälschte Zertifikate – und waren so angreifbar.

[Mod. Oder Anmod. Und Bericht] Der NSA-Skandal ist in diesem Jahr endgültig zum BND-Skandal geworden. Denn der Bundesnachrichtendienst hat jahrelang Suchbegriffe der NSA verwendet, um damit europäische oder gar deutsche Ziele auszuspähen. Obwohl der NSA-Ausschuss des Bundestages dies aufgedeckt hatte, durfte er selbst keinen Blick auf die rund 40.000 Selektoren der NSA werfen. Die Opposition klagt deshalb vor dem Bundesverfassungsgericht. Inzwischen wurden mehrere verantwortliche BND-Mitarbeiter ihre Posten los. Denn der Geheimdienst hatte den brisanten Fund nicht an die Regierung gemeldet.

[Anmod.] Rendezvous in 5 Milliarden Kilometern Entfernung: Nach neunjähriger Reise durch unser Sonnensystem hat New Horizons am 14. Juli als erste Sonde den Zwergplaneten Pluto passiert.

[Bericht] Viel Zeit für Liebesbotschaften blieb nicht: New Horizons passierte Pluto mit einer Geschwindigkeit von über 50.000 Kilometern pro Stunde. Dennoch sammelte die Raumsonde viele wertvolle Daten und machte hochaufgelöste Aufnahmen aus 12.000 Kilometern Entfernung. Es wird jedoch bis zum kommenden Herbst dauern, bis alle Daten auf der Erde eingetroffen sind.

[Anmod.] Schnelles Internet hat die Nutzer 2015 eher mit Vectoring als mit Glasfaser erreicht.

[Bericht] Die Versorgung mit Fiber To The Home hat sich nur leicht verbessert, und teuer sind Glasfaseranschlüsse mit 1 GBit/s auch geblieben. Dafür wurden laut Telekom immerhin 4,6 Millionen Haushalte Vectoring-fähig gemacht. Auch dabei wird Glasfaser verlegt, und zwar von der Vermittlungsstelle bis zur Bordsteinkante: Über zehntausend Kilometer waren es im vergangenen Jahr. Bis ins Haus soll Glasfaser aus Kostengründen erst in zehn Jahren kommen.

Derweil streitet die Telekom noch mit der Konkurrenz über die Nutzung ihrer 8.000 Hauptverteiler: Die Telekom will im Nahbereich um die Hauptverteiler die Vectoring-Technik einsetzen, aber von der Verpflichtung befreit werden, dort der Konkurrenz VDSL-Anschlüsse zu ermöglichen. Der Streit darum wird sich 2016 fortsetzen.

[Anmod.] Wenn es um Spiel-des-Jahres-Auszeichnungen für 2015 geht, dürften zwei Rollenspiele die Sache unter sich ausmachen.

[Bericht] The Witcher 3 und Fallout 4: Beide punkten mit riesigem Umfang, guten Rollenspielsystemen und spannenden Kämpfen. Sonst könnten die Titel aber kaum unterschiedlicher sein. The Witcher 3 setzt auf eine epische Handlung in einer Fantasywelt, Fallout 4 auf viel Freiheit in den postnuklearen USA. Beide machen aber richtig viel Spaß!

[Mod.] Passend zu den Spielekrachern erschien spannende Hardware: Intels Skylake-Chips sind schneller und sparsamer als ihre Vorgänger, die Plattform wird oft mit der flotten USB-3.1-Schnittstelle ausgestattet. Der Typ-C-Stecker avancierte innerhalb kürzester Zeit zum neuen Standard in Notebooks. Was wir künftig auch häufiger sehen werden, ist High Bandwith Memory: AMDs Fury X ist die erste Karte mit Stapelvideospeicher, 2016 werden weitere Pixelbeschleuniger folgen.

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divStar 29. Dez 2015

Hallo Redaktion, auch wenn meine Kommentare manchmal daneben sind, so ist dieser es...


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