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24.12.2016 / 09:00

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Jahresrückblick 2016 - Teil 1

Im Jahresrückblick werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Themen 2016.

Jahresrückblick 2016 - Teil 1

Video: Jahresrückblick 2016 - Teil 1 (6:33)

Brennende Akkus [Anmod.:] Für Samsung begann das Jahr 2016 mit dem Galaxy S7 und S7 Edge gut – dann kam das Galaxy Note 7. [Bericht:] Mit Hardware aus dem Oberklassebereich, einem Eingabestift mit guter Software-Unterstützung und Technikspielereien wie der Iris-Entsperrung sollte das Smartphone eigentlich Samsungs Portfolio nach oben hin abrunden. Stattdessen gab es schon kurz nach der Veröffentlichung erste Meldungen über Akkus, die Feuer gefangen hatten. Das Problem war so ernst, dass Samsung schnell eine Austauschaktion startete – die nichts brachte. Letztlich musste das Galaxy Note 7 nach kurzer Zeit komplett eingestellt werden, ein teurer Reinfall für den Hersteller. 2:0 für Albert Einstein [Anmoderation] X-mal wurde schon gemeldet, die von Albert Einstein vorhergesagten Gravitationswellen seien nachgewiesen worden, immer entpuppte sich das als Falschmeldung. Nicht in diesem Jahr, da gelang der größte wissenschaftliche Coup seit Jahren. [Bericht] Erfasst wurden die Wellen von einem eigens dafür gebauten Messgerät, dem Laser-Interferometer-Gravitationswellen-Observatorium, kurz Ligo, wie Wissenschaftler im Februar verkündeten. Gravitationswellen entstehen, wenn zwei sehr große Massen - Schwarze Löcher oder Neutronensterne - sich immer schneller umkreisen und schließlich verschmelzen. Bruchteile von Sekunden davor strahlen sie einen Teil ihrer Energie als Wellen ab. Diese bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit durchs All und verformen dabei die Raumzeit. Albert Einstein hat Gravitationswellen 1916 in der Allgemeinen Relativitätstheorie vorausgesagt. Er selbst glaubte allerdings nicht, dass sie jemals gemessen werden könnten.

Pokémon Goooooo!

[Anmoderation] Wer oder was sind Schiggy, Taubsi und Raupy? Wer das nicht weiß, hat 2016 etwas verpasst.

[Bericht] Das Augmented-Reality-Spiel Pokémon Go mit seinen Monstern war vor allem im Sommer schwer angesagt. Hunderttausende von Spielern aller Altersklassen haben die Tage und die Nächte mit der Suche nach den knuffigen Biestern draußen verbracht. Inzwischen ist der ganz große Hype wohl auch wegen des Winters durch - aber das nächste große AR-Spiel kommt bestimmt!

Neue Raspberry-Modelle

[Anmoderation:] Raspberry-Pi- Fans haben sich in diesem Jahr über zwei neue Modelle gefreut.

[Bericht:] Obwohl auf das Nötigste reduziert, wurde der Pi Zero aus dem Stand zum stets ausverkauften Favoriten vieler Bastler. Beim Preis von 5 Euro auch kein Wunder. Dem steht der neue Raspberry Pi 3 gegenüber. Er besitzt mehr Rechenpower als alle bisherigen Modelle. Erstmalig ist beim Pi auch WLAN und Bluetooth serienmäßig integriert. Trotzdem kostet das Topmodell nur um die 37 Euro.

Smarte Lautsprecher

[Anmod.:] Amazon hat den Markt erschaffen und Google ist der erste Konkurrent.

[Bericht] Smarte Lautsprecher werden nur mit der Stimme bedient und antworten dem Nutzer. Auf Zuruf kann damit das Licht eingeschaltet oder die Heizung gestellt werden. Der Markt in Deutschland ist hier noch ganz am Anfang. Amazons Echo und Echo Dot gibt es vorerst nur mit einer Einladung. Und Googles Home folgt erst nächstes Jahr. Smarte Lautsprecher könnten einmal so selbstverständlich wie heutige Smartphones werden.

Ubuntu läuft auf Windows

[Anmod.] Im Frühjahr hat Microsoft die Open-Source-Welt erneut überrascht und gezeigt, dass Ubuntu nativ auf Windows läuft.

[Bericht] Dabei wird völlig auf eine Virtualisierung verzichtet. Auch der Linux-Kernel wird nicht verwendet. Stattdessen werden die Systemaufrufe von Ubuntu für den Windows-Kernel übersetzt. Die Funktion richtet sich vor allem an Entwickler und wird wohl noch lang von speziellen Problemen geplagt werden. In seinen Grundfunktionen läuft Ubuntu auf Windows aber schon überraschend gut.

Internet of Sicherheitslücken

[Anmod.:] Seit Jahren warnen Sicherheitsexperten vor ungesicherten Geräten im Internet of Things – im Jahr 2016 wurden dann tatsächlich mehrere Botnetze daraus erstellt.

[Bericht:] Am meisten Aufmerksamkeit erregte das sogenannte Mirai-Botnetz, mit dem das Blog des Sicherheitsforschers Brian Krebs und später auch der DNS-Betreiber Dyn angegriffen wurden. Die Folge: Zahlreiche bekannte Webdienste wie Twitter, Amazon, Spotify und Github waren teils über Stunden nicht erreichbar. Eine einfache Lösung für das Problem gibt es nicht, die meisten verwundbaren Geräte werden wohl niemals einFirmware-Update bekommen.

Neue Grafikkarten

[Anmod] AMD und Nvidia haben in diesem Jahr je eine Grafikkarten-Generation mit neuer 14- sowie 16-nm-Technik veröffentlicht, wir haben fast alle Modelle getestet.

[Bericht] AMDs Radeon RX Serie basiert auf der Polaris-Architektur, Nvidias Geforce 1000 Reihe auf der Pascal-Technik. Beide Generationen sind viel effizienter als ihre Vorgänger, können neue Video-Codecs beschleunigen und beherrschen Render-Tricks für VR. Dafür liegen die Preise aber auch höher.

Diskussion um Glasfaser

[Anmod.] Die Debatte um Glasfaser bis zum Endnutzer oder Vectoring hat die festnetzpolitische Debatte des Jahres 2016 beherrscht.

[Bericht:] Die Deutsche Telekom setzte gegen den Widerstand der Wettbewerber bei der Bundesnetzagentur ein Recht für einen exklusiven Vectoring-Ausbau im Nahbereich durch. 30 Verbände kritisierten, Fördermittelvergabe müsse nachhaltige Glasfaser-Ziele unterstützen oder zumindest hierauf ausgerichtete sinnvolle Zwischenschritte fördern. Eine Fixierung auf einen Planungszeitraum nur bis zum Jahr 2018 und eine Versorgung mit 50 MBit/s könne für den weiteren Ausbau Gigabit-fähiger Netze zu erheblichen Mehrkosten und noch viel nachteiliger wirkenden Verzögerungen beim Ausbau führen.

Oettinger will Leistungsschutzrecht

[Anmod.:] Trotz aller Kritik: EU-Digitalkommissar Günther Oettinger will nach wie vor unbedingt ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage auf europäischer Ebene durchsetzen.

[Bericht: ]20 Jahre lang sollen Artikel im Internet geschützt sein. Ausnahmen für kurze Textausschnitte soll es nicht geben. Doch im kommenden Jahr wechselt Oettinger ins Haushaltsressort. Ob sein Nachfolger das Leistungsschutzrecht mit gleicher Vehemenz durchzuboxen versucht, bleibt abzuwarten.

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