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08.08.2015 / 08:58

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Wochenrückblick KW 32 2015

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 1. bis zum 6. August 2015 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Wochenrückblick KW 32 2015

Video: Wochenrückblick KW 32 2015 (6:09)

Gamescom startet mit Virtual Reality

Intel stellt neue Skylake-Prozessoren vor

Und: TempleOS ist das Betriebssystem zwischen Genie und Wahnsinn

In Köln ist Computerspielewoche - das heißt, die Tagungen GDC Europe und Respawn haben stattgefunden. Und auf der Gamescom quetschen sich die Besucher immer noch durch die gut besuchten Hallen.

Weiterhin ein starkes Thema ist Virtual Reality. Messebesucher können Headsets wie Oculus Rift, HTC Vive und Project Morpheus ausprobieren. Ein Publikumsmagnet sind auch die E-Sport-Veranstaltungen etwa am Stand der ESL, an dem Spieler sich Matches von Profis anschauen und über Strategien und Taktiken für eigene Multiplayerpartien diskutieren können.

Außerdem gab es auf der Gamescom einige Neuvorstellungen von Spielen: 2K Games hat sein in einer 60er-Jahre-Stadt angesiedeltes Mafia 3 vorgestellt, Blizzard hat die sechste Erweiterung für World of Warcraft angekündigt und Microsoft das Strategiespiel Halo Wars 2 für die Xbox One und für Windows PCs.

Ebenfalls auf der Gamescom hat Intel die neuen Skylake-Prozessoren für Spieler vorgestellt. Wir haben das i7-Modell auf einem Asus-Mainboard bereits getestet. Skylake erfordert einen neuen Sockel und nutzt DDR4-Speicher, ist aber auch zu älterem DDR3-RAM kompatibel.

Der neue i7 rechnet nur wenig schneller als sein Haswell-Vorgänger, taktet allerdings niedriger und benötigt weniger Energie. Die integrierte Grafikeinheit unterstützt das Feature Level 12.1 und ist ein Drittel flotter als bisher. Am besten gefällt uns der neue Chipsatz mit vielen PCI-Express-Lanes für superschnelle SSDs. Intel verkauft Skylake als i7- und i5-Modell, die Preise beginnen bei 260 Euro.

Göttliches Betriebssystem: TempleOS wird seit 12 Jahren von nur einem einzigen Menschen entwickelt: Terry Davis. Und er hat sehr eigene Ansichten, darüber was ein Betriebssystem können sollte. Manche würden es Wahnsinn nennen. Doch unser Test zeigt: Wer sich ein wenig einarbeitet, wird belohnt.

TempleOS bietet interessante Funktionen, die gerade experimentierfreudigen Programmierern entgegenkommen. Es erlaubt sehr nahes Arbeiten an der Hardware und unterstützt den Programmierer mit zum Beispiel einer überall verfügbaren Autovervollständigung auch für Quellcode – selbst auf der Kommandozeile.

Das ging schnell: Nur wenige Tage, nachdem das Ermittlungsverfahren gegen die Blogger von Netzpolitik.org bekanntgeworden war, musste Generalsbundesanwalt Harald Range seinen Hut nehmen. Zuvor hatte er sich ein beispielloses Fernduell mit Justizminister Heiko Maas geliefert und diesem einen unerträglichen Eingriff in die Justiz vorgeworfen.

Der jüngst entdeckte Stagefright-Exploit ist eine Bedrohung für Millionen von Android-Geräten. Die Telekom reagiert jetzt: Die direkte Zustellung von MMS wurde aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Auch Samsung und Google planen mittlerweile, einen monatlichen Patchday für Sicherheitsupdates einzuführen.

Datenschützer warnen vor Windows 10. In den Voreinstellungen verrate Microsofts neues Betriebssystem zu viel über den Anwender. Die gesammelten Daten werden teils für Werbezwecke an Dritte weitergegeben. Wer schon bei der Installation die diversen Einstellungen deaktivieren will, um seine Privatsphäre zu schützen, sollte statt der Express-Variante lieber die Option Einstellungen anpassen wählen. Einige Optionen lassen sich aber erst mühsam in den Systemeinstellungen finden und abschalten.

Ab der aktuellen Version der freien Bürosoftware Libreoffice gibt es auch eine 64-Bit-Variante für Windows. Sie wurde möglich, weil die Entwickler den Code in den letzten Jahren massiv umstrukturiert haben. Diese Arbeiten sind jetzt in Version 5.0 weitgehend abgeschlossen. Die Änderungen an der Benutzeroberfläche sind hingegen bescheiden ausgefallen.

Nie wieder Zäune im Bild, nie wieder störende Spiegelungen: US-Forscher haben einen Algorithmus entwickelt, der Störungen aus einem Bild entfernt. Dazu werden mehrere Bilder eines Motivs aus leicht unterschiedlicher Perspektive aufgenommen. Der Algorithmus trennt das Motiv im Hintergrund und den störenden Vordergrund. Dieser wird herausgerechnet - Spiegelungen oder Zäune verschwinden aus dem Bild.

Raketenstart vom Flugzeug aus: Stratolaunch Carrier heißt ein Flugzeug, das künftig als fliegende Raketenabschussrampe eingesetzt werden soll. Es wird das größte bisher gebaute Flugzeug. Den Auftrag hat Microsoft-Gründer Paul Allen gegeben. Stratolaunch Carrier soll 2016 erstmals fliegen - wenn eine Rollbahn gefunden wird, die lang genug ist.

Gleiten statt rollen: Der japanische Autohersteller Lexus hat ein Hoverboard vorgestellt. Es schwebt mit Hilfe von Supraleitern über dem Boden, in den Permanentmagnete eingelassen sind. Ein Profiskateboarder hat das Board getestet. Er war begeistert, musste sich aber erst mit dem Brett anfreunden.

Die Reise des trampenden Roboters Hitchbot durch die USA fand nach zwei Wochen ein jähes Ende. Unbekannte haben ihn in Philadelphia zerstört und der Projektleiterin Frauke Zeller ein Foto geschickt. Eigentlich sollte Hitchbot per Anhalter bis nach San Francisco mitgenommen werden. Diverse Hackerspaces in Philadelphia haben inzwischen angeboten, ihn zu reparieren, auch um den Ruf ihrer Stadt wieder herzustellen.

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