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04.07.2015 / 09:00

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Wochenrückblick KW 27 2015

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 27. Juni bis zum 3. Juli 2015 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Wochenrückblick KW 27 2015

Video: Wochenrückblick KW 27 2015 (5:45)

Apple stelt Music vor – Gefährdete Netzneutralität – NSA späht Minister aus

Willkommen beim Golem.de-Wochenrückblick, mein Name ist Marc Sauter.

Apple hat diese Woche mit der Veröffentlichung von iOS 8.4 die Voraussetzung für seinen Musikstreamingdienst Apple Music geschaffen. Auch das Update für die Windows- und OS-X-Version von iTunes ermöglicht den Zugriff darauf. Unser Test hat ergeben, dass die Plattform im Grunde dasselbe macht wie die Konkurrenten Spotify oder Deezer: Musik abspielen. Nur der Radioservice Beats One ist ein Alleinstellungsmerkmal. Das Internetradio ist fester Bestandteil von Apple Music. Das Programm wird von Radiomoderatoren aus New York, Los Angeles und London zusammengestellt und läuft rund um die Uhr. Mit dem Update auf iOS 8.4 hat Apple übrigens die Privatfreigabe für Musik aus seinem mobilen Betriebssystem entfernt. Zahlreiche Nutzer in Apples Supportforen fordern eine Revision.

Hat Europa die Netzneutralität geopfert, damit die Roaming-Gebühren fallen können? Nach der Einigung zum elektronischen Binnenmarkt bleiben viele Fragen offen. Fest steht nur: Die EU will in Zukunft sogenannte Spezialdienste erlauben. Diese sollen eine optimierte Datenübertragung im Internet für bestimmte Anwendungen zulassen. Unklar ist jedoch, welche das sein sollen. Die EU-Kommission nennt als Beispiele Videokonferenzen und Telemedizin. Netzaktivisten befürchten, dass bestehende Dienste wie Film- und Musikstreaming nun als Spezialdienste deklariert werden, um dafür Inhalteanbieter und Kunden abzukassieren. Es steht jedoch noch nicht fest, unter welchen Bedingungen die Spezialdienste erlaubt werden sollen. Wie tot die Netzneutralität ist, kann sich daher erst nach der Sommerpause herausstellen. Dann stimmt das EU-Parlament über den gesamten Gesetzestext ab.

Der US-Geheimdienst NSA hat jahrelang deutsche Minister und hohe Beamte ausgespäht. Was bislang schon vermutet wurde, ist nun durch Dokumente belegt. Die Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichte am Mittwoch eine Liste mit 69 Telefonnummern aus verschiedenen Ministerien. Zudem präsentierte sie ein Dokument über ein abgehörtes Telefonat von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Regierung zitierte am Donnerstag den US-amerikanischen Botschafter ins Bundeskanzleramt. Kanzleramtschef Peter Altmaier machte dabei deutlich, dass die Einhaltung deutschen Rechts unabdingbar sei und festgestellte Verstöße verfolgt würden. Altmaiers Vorgänger Ronald Pofalla versicherte im NSA-Ausschuss des Bundestags, er habe die NSA-Affäre im August 2013 nicht für beendet erklärt. Von den umstrittenen Selektoren des US-Geheimdienstes will er in seiner Amtszeit von 2009 bis 2013 nichts erfahren haben.

Kurzmeldungen:

Microsoft hat in dieser Woche gleich drei neue Previews von Windows 10 veröffentlicht. Vor allem mit der ersten Preview ändert sich einiges am Betriebssystem, unter anderem an der Taskleiste und am Startmenü. Am 29. Juli werden nicht alle Kunden gleich das Upgrade auf Windows 10 erhalten. Zunächst sind die 5 Millionen Teilnehmer am Windows-Insider-Programm dran. Erst danach gibt es das Update für die vorangemeldeten Nutzer.

In der Nacht zum 1. Juli ist eine Schaltsekunde eingefügt worden. Anders als 2012 verlief diesmal alles problemlos. Damals führte ein Fehler im Linux-Kernel zu zahlreichen Serverausfällen, er ist aber längst behoben. Die Schaltsekunde wird in unregelmäßigen Abständen eingefügt, um die Atomuhren mit der Sonnenuhrzeit abzugleichen.

Wir haben in dieser Woche Intels Compute Stick getestet: Das Gerät wird per HDMI-Stecker angeschlossen und ist sehr kompakt, erfordert aber ein externes Netzteil. Im Inneren steckt aktiv gekühlte x86-Tablet-Hardware. Die liefert ausreichend Leistung im Alltag oder für Film- und Spiele-Streaming.

Die neue Pebble Steel eignet sich aktuell eher für Android-Nutzer, als für Besitzer von iPhones, wie wir in unserem Test festgestellt haben. Der Grund: Bei iPhones kommen alle Benachrichtigungen auf der Uhr an, eine Filterfunktion gibt es nicht.

Das US-Unternehmen Cruise Automation hat einen Nachrüstsatz entwickelt, mit dem sich herkömmliche Autos zu autonom fahrenden umrüsten lassen. Er umfasst eine Sensoreinheit, die auf dem Dach montiert, wird sowie einen Steuerungscomputer. Über einen Schalter auf dem Armaturenbrett wird das System aktiviert. Derzeit testet Cruise Automation das System an zwei Audis.

Die Entwickler von Rocksteady haben ihre Trilogie um Batman mit Arkham Knight komplettiert. Größte Neuerung ist das Batmobil, das der Spieler regelmäßig nutzen muss. Die Handlung ist spannend, die Gadgets sind zahlreich. Auch die düstere offene Welt hat uns wieder sehr gut gefallen. Die Steuerung vom Batmobil ist aber etwas überfrachtet. Durch den ständigen Wechsel der Fahr-, Fuß-, Flug- und Kampfmodi kommt wenig Spielfluss auf. Insgesamt haben uns die unkomplizierteren Vorgänger mehr Spaß gemacht.

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