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29.08.2015 / 09:00

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Wochenrückblick KW 35 2015

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 21. bis zum 27. August 2015 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Wochenrückblick KW 35 2015

Video: Wochenrückblick KW 35 2015 (5:19)

Windows 95 installiert

US-Unternehmen lässt Plasma brennen

Und: Facebook entwickelt digitalen Assistenten

Windows 95 neu installiert

Zurück in die Vergangenheit hieß es diese Woche bei uns in der Redaktion. Es war mal wieder Zeit für ein neues Betriebssystem - dachten wir uns -, und was wäre da besser, als zum 20-jährigen Jubiläum noch einmal Windows 95 zu installieren?

Wir haben also einen alten Rechner herausgekramt und unsere Windows-95-CDs gesucht, um sie auf Disketten zu kopieren und auf einem Compaq Aero zu installieren.

Und ganz ehrlich: Es ist schon erstaunlich, wie leidensfähig wir damals waren, um erstmals mit einem Startmenü und einer Taskleiste zu arbeiten. Für Windows-Nutzer sind diese beiden Teile des Betriebssystems auch 20 Jahre später noch so wichtig, dass Microsoft mit Windows 10 das Startmenü wieder zurückgebracht hat.

Kernfusion: US-Unternehmen lässt Plasma brennen

Das US-Unternehmen Tri Alpha Energy hat einen Fortschritt auf dem Weg zur Kernfusion erzielt: Es hat ein 10 Millionen Grad heißes Plasma in seinem Reaktor fünf Millisekunden lang stabil gehalten. Das Plasma erlosch, als der Brennstoff ausging.

Forscher werten das trotz der kurzen Dauer als Erfolg. Tri Alpha Energy will jetzt einen Reaktor bauen, in dem höhere Temperaturen erzielt werden können. Kernfusion gilt als saubere Energiequelle der Zukunft: Wenige Milligramm Brennstoff reichen aus, um eine Energie von einem Gigajoule freizusetzen.

Unfälle wie in Tschernobyl und Fukushima sind weitgehend ausgeschlossen. Tri Alpha Energy setzt als Brennstoff Bor und Wasserstoff ein, bei deren Fusion keine Neutronenstrahlung entsteht.

Von der Serienreife ist die Kernfusion allerdings noch Jahrzehnte entfernt.

Facebook entwickelt Siri-Konkurrenten

Digitaler Assistent von Facebook: Mit M hat das Unternehmen einen neuen Service innerhalb seines Messengers vorgestellt, der mehr können soll als die Sprachassistenten Siri und Cortana. Hinter M verbergen sich nicht nur Algorithmen, sondern auch reale Personen, die Karten reservieren, Einkäufe erledigen und Reisen buchen. Der Nutzer erfährt allerdings nicht, wer ihm da gerade antwortet.

Im Moment wird Facebook M mit einem kleinen Nutzerkreis getestet.

Der deutsche Verfassungsschutz wollte unbedingt die Software Xkeyscore der NSA verwenden und hat einen Deal mit dem Geheimdienst geschlossen, wie Zeit Online aufgedeckt hat: Die Behörde darf die Suchmaschine verwenden und liefert im Gegenzug damit gewonnene Erkenntnisse an die NSA.

Autonom auf süddeutschen Straßen: Daimler darf seinen Future Truck auf öffentlichen Straßen in Baden-Württemberg testen. Die Testfahrten werden voraussichtlich auf Schnellstraßen und Autobahnen stattfinden. Ein Fahrer muss dabei stets in der Lage sein, die Kontrolle über das Fahrzeug zu übernehmen.

Die dritte Hardwaremesse in Folge in Kalifornien, dieses Mal die Hot Chips: Dort haben wir uns von AMD erklären lassen, wie acht Jahre lang auf die erste Grafikkarte mit gestapeltem Videospeicher hingearbeitet wurde. Ein weiteres Themen war unter anderem Intels HPC-Beschleuniger Knights Landing.

Der diese Woche vorgestellte Orange Pi PC ist ein Bastelrechner zum Kampfpreis. Er kostet gerade mal 15 US-Dollar, wenn er direkt beim chinesischen Hersteller bestellt wird. Auf dem Papier sind die Leistungsdaten recht ordentlich. Allerdings wird der verbaute Prozessor bislang kaum von der Open-Source-Gemeinde unterstützt.

Die Huawei-Tochter Honor bringt ihr aktuelles Top-Smartphone Honor 7 nach Deutschland: Für 350 Euro bekommen Käufer eine 20-Megapixel-Kamera, einen Fingerabdrucksensor und einen schnellen Acht-Kern-Prozessor. Das Smartphone ist bereits erhältlich.

An Computerspieler richtet sich ein neues Angebot namens Youtube Gaming. Das Portal erinnert an Twitch.tv, es gibt allerdings einen entscheidenden Unterschied: In Deutschland gibt es kein Livestreaming - aus rechtlichen Gründen. Wer sich für Let's Play oder ähnliche Inhalte interessiert, sollte trotzdem mal einen Blick auf das Portal werfen.

Am vergangenen Wochenende hat die ESL wieder ein Stadion mit E-Sport gefüllt: Rund 12.000 Zuschauer jubelten ihren Counter-Strike-Idolen in der Lanxess-Arena in Köln zu. Erstmals gab es auch Dopingkontrollen. Es waren aber alle Spieler clean.

 

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mikaso 31. Aug 2015

Ist in Köln... nicht in Frankfurt: http://www.heise.de/newsticker/meldung/E-Sport-in...


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