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01.06.2017 / 09:00

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Wochenrückblick KW 26 2017

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 24. bis zum 30. Juni 2017 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Wochenrückblick KW 26 2017

Video: Wochenrückblick KW 26 2017 (5:13)

Rechner verschlüsselt

[Anmod] Nur wenige Wochen nach Wanna Cry hat es erneut einen globalen Malware-Angriff auf Unternehmen gegeben. Die Not-Petya-Ransomware traf vor allem Unternehmen in der Ukraine, unter anderem das Kernkraftwerk Tschernobyl.

[Bericht] Experten vermuteten zunächst eine neue Ransomware, verschiedene Analysen gehen aber aktuell davon aus, dass es sich um einen sogenannten Wiper handelt, der eher auf Zerstörung von Systemen aus ist, als auf die Erpressung von Geldbeträgen. Die Malware verbreitete sich über eine Schwachstelle im Update-Mechanismus einer Software, die Unternehmen in der Ukraine für die Buchhaltung einsetzen müssen. Auch einige NSA-Exploits aus dem Shadowbroker-Dump wurden genutzt.

Intels Skylake-X [Anmod] Wir haben in dieser Woche Intels aktuellen 10-Kern-Prozessor mit Skylake-SP-Architektur getestet.

[Bericht] Der Decacore-Prozessor ist der erste der neuen Core-i9-Serie, die später bis zu 18 Kerne haben sollen. Die CPUs setzen den Sockel 2066 voraus und funktionieren daher nicht mit bisherigen Mainboards. Der zehnkernige Core i9-7900X läuft mit bis zu 4,5 GHz und liefert in Anwendungen und Spielen die derzeit höchste Geschwindigkeit. Die Leistungsaufnahme liegt allerdings deutlich über der Vorgängergeneration, daher ist ein starker CPU-Kühler notwendig. Der Chip kostet 1.000 Euro und ist derzeit praktisch nicht lieferbar.

In dieser Woche wurde zudem der sogenannte Albtraum-Bug entdeckt, der alle Skylake- und Kaby-Lake-Chips betrifft. Durch einen Fehler im Micro-Code können Systeme mit aktiviertem Hyperthreading abstürzen. Der Bug ist unabhängig vom Betriebssystem, Intel hat zumindest unter Linux einen Patch geliefert.

10 Jahre iPhone

[Anmod] Am 29. Juni 2007 brachte Apple das erste iPhone auf den Markt - und hat damit die gesamte Branche verändert.

[Anmod] Ein paar technische Neuerungen, die intelligente Kombination bekannter Technik und eine Handvoll innovativer Einfälle für die Bedienung: Sehr viel hat Apple vor zehn Jahren gar nicht gebraucht, um mit einem teuren und exklusiven Gerät eine Umwälzung des Smartphone-Markts anzustoßen.

Die größte Neuerung war die Erfindung der Fingerbedienung - und die Multitouchgesten, die zwar nicht intuitiv, aber leicht erlernbar sind. Auch das Scrollen in Webseiten kam mit dem iPhone. Heute sind all diese Dinge aus Smartphones nicht mehr wegzudenken. Für die nächste große Innovation in dem Bereich wird es aber wohl einen neuen Quereinsteiger mit überraschenden Ideen brauchen.

Urteil zu Whatsapp

Mit einem kuriosen Urteil hat ein Gericht aus Bad Hersfeld bundesweit Diskussionen entfacht: In einem Sorgerechtsstreit entschied es, dass eine Mutter schriftliche Einwilligungen von allen Whatsapp-Kontakten der Kinder einholen müsse. Stimmten die Kontakte nicht zu, dass die App ihre Telefonnummern an das Unternehmen übermittle, könnten sie die Erziehungsberechtigten kostenpflichtig abmahnen.

Zensur statt Abmahnkosten

Am letzten regulären Sitzungstag des Bundestages ist die Störerhaftung erneut abgeschafft worden. Betreiber freier WLANs sollen von Abmahnkosten befreit werden, könnten aber zu Netzsperren verpflichtet werden.

Facebook-Gesetz verabschiedet

Der Bundestag hat auch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz verabschiedet, mit dem Facebook und andere Dienste zum Löschen von Hasskommentaren und sogenannten Fake-News verpflichtet werden sollen. Zahlreiche Experten und Verbände kritisierten das Gesetz als handwerklich schlecht gemacht und untauglich, den genannten Zweck zu erfüllen.

Keine Datenspeicherung

Die Vorratsdatenspeicherung tritt zwar zum 1. Juli in Kraft, gespeichert werden muss jedoch nicht. Die Bundesnetzagentur hat die Speicherpflicht ausgesetzt und damit auf ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Nordrhein-Westfalen reagiert.

Sexuelle Belästigung

Über die Hälfte der Frauen, die in Startups arbeiten, waren laut einer Umfrage des Instituts Innofact in den vergangenen zwölf Monaten Ziel anzüglicher Kommentare und Witze. Ein Drittel war unerwünschten Berührungen und Umarmungen, 27 Prozent sexuell eindeutigen E-Mails und Nachrichten ausgesetzt. Ein Fünftel der Frauen wurde gegen ihren Willen geküsst. Das ist deutlich mehr als in etablierten Unternehmen.

Mesh-WLAN bei bekannten WLAN-Anbietern

Google und AVM bringen selbstorganisierende Mesh-WLAN-Systeme nach Deutschland. Google verkauft bereits sein Google Wifi genanntes System aus mehreren Access Points. Es verbindet einfache Konfiguration mit den Fähigkeiten moderner WLAN-Controller. Das will auch AVM anbieten und setzt auf einen Nachbau für bestehende Fritzboxen. Wer eine moderne Fritzbox und einen Repeater oder Powerline-Adapter hat, kann die Labor-Firmware bereits testen. Aber Vorsicht! Es handelt sich um Beta-Software.

Honor 9 im Hands on

Huawei hat das neue Honor-Topsmartphone auf den Markt gebracht und macht sich damit erneut selbst Konkurrenz: Das Honor 9 ist leistungsstark, hat eine Dual-Kamera und kostet nur 430 Euro. Damit wird das P10 überflüssig, das ebenfalls von Huawei ist. Es kostet 170 Euro mehr, Käufer bekommen für den Aufpreis nur ein minimal kleineres Display und Leica-Linsen.

Kleines Super Nintendo

[Anmod] Nintendo hat die Veröffentlichung des SNES Classic Mini offiziell angekündigt.

[Bericht] Auf dem Miniatur-Super-Nintendo werden Klassiker wie Zelda: A Link to the Past, Super Mario Kart und Super Mario World enthalten sein. Mit Starfox 2 wird es aber auch ein bisher unveröffentlichtes Spiel auf die kleine Konsole schaffen. Nintendo legt dieses Mal einen zweiten Controller bei, verlängert die Kabel und verspricht mehr Einheiten zu produzieren als beim NES Classic Mini. Wird sind schon auf die Emulation gespannt. Die SNES Classic Mini soll am 29. September 2017 auf den Markt kommen.

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