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Video: Ghost Recon Breakpoint - Fazit

Das Actionspiel Ghost Recon Breakpoint von Ubisoft schickt Spieler als Elitesoldat Nomad auf eine fiktive Pazifikinsel.

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Ghost Recon Breakpoint - Fazit

Es ist nicht einfach, bei Ghost Recon Breakpoint ein allgemein gültiges Fazit zu ziehen. Ubisoft hat so ziemlich jedes irgendwie passende Element aus dem großen Actionspielebaukasten eingebaut, um nur ja keine der vielen Fangruppen zu verlieren. Die Qualität von Einzelspielerkampagne und Story, von offener Welt und den Rollenspielelementen, von Loot-Shooter und Player-versus-Player-Modus ist ziemlich unterschiedlich.

Die Handlung rund um den Kampf zwischen uns und Bösewicht Walker finden wir gut inszeniert, die meisten Aufträge gelungen. Vor allem aber macht es Spaß, sich vor dem Kampf für seinen Weg zu entscheiden, und sich etwa mit dem Scharfschützengewehr von einem Hügel oder mit dem Kampfmesser im Rücken der Feinde durchzusetzen. Grafik und Animationen sowie das erweiterte Bewegungssystem gefallen uns ebenfalls.

Den neuen Schauplatz finden wir weniger interessant als das Bolivien im Vorgänger Wildlands, wo fast überall die Macht der Kartelle zu spüren war. Die Insel Auroa wirkt viel beliebiger, viele Gebiete sind zu leer. Schade finden wir auch, dass die Survival- und Soldatenelemente längst nicht so wichtig sind wie von Ubisoft im Vorfeld dargestellt. Das Einbuddeln im Boden etwa wirkt spannend, ist aber überflüssig. Drohnen und die alberne Verkleidung der Wolves empfinden wir als Stimmungskiller.

Die Kämpfe gegen feindliche Soldaten sind meist heftig und befriedigend - anders als die oft überlangen, aber taktisch wenig fordernden Gefechte mit den Standarddrohnen. Das Ausrüstungssystem sowie überhaupt die Menüs wirken überladen. Wir können uns nicht erinnern, wann wir uns zuletzt in einem Spiel so ungern mit der Karte, der Ausrüstung und dem Einsatzjournal beschäftigt haben. Und den Itemshop würden wir am liebsten sofort schließen - uns stört er, auch wenn man ihn letztlich ignorieren kann.

Weil Breakpoint so viel bietet, könnten wir hier noch lange weitermachen, im Guten wie im Schlechten. Wer für sein Geld möglichst viel Masse möchte, macht mit dem Kauf allerdings alles richtig. Für das nächste Ghost Recon wünschen wir uns dennoch eine Reduktion auf wesentliche Elemente, die dafür hoffentlich besser ausgeführt sind.

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