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Das iBook ist heute nur noch als Retro-Maschine interessant.

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Das iBook G3 mit dualen USB-Anschlüssen wurde im Frühjahr 2001 präsentiert. Die Hardware-Ausstattung war für damalige Verhältnisse exzellent. Der erste große Pluspunkt ist der verbaute CD-Brenner. Das fehlende Diskettenlaufwerk war verschmerzbar, dafür gab es gleich zwei der neuartigen USB-Anschlüsse und Firewire für extrem schnelle Datenübertragung.

Die 600 MHz des Power-PC-Prozessors klingen zunächst lahm, aber das System läuft flott. In den ersten Monaten nach Erscheinen wurde das Notebook mit MacOS 9 ausgeliefert; OSX war noch nicht fertig. Insbesondere beim Hin- und Herschalten zwischen Programmen fällt auf, dass OS 9.2 nur so tut, als beherrsche es Multitasking. 

Als Software sind unter anderem die Adobe-Programme und Cinema 4D hervorzuheben, die flüssige Medienbearbeitung ermöglichen. In allen Programmen rechnet die CPU sehr zügig und gerade das Rendering von 3D-Szenen geht ziemlich schnell vonstatten. So braucht Cinema 4D für eine einfache Raytracing-Szene mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln nur wenige Sekunden. 

Noch besser wird es, wenn wir die erste Version von MacOS X installieren, die neben Multi-Boot auch noch eine Emulationsebene für die alten Programmversionen mitbringt. Nicht nur sieht die Oberfläche um Welten besser aus als die 2001 aktuelle Windows-Version XP, sie läuft auch besser. Das iBook wacht jetzt innerhalb von einer Sekunde aus dem Standby auf und kann locker damit leben, wenn man Photoshop, Video- und Audiobearbeitungsprogramme sowie einen MP3-Player gleichzeitig laufen lässt.

Selbst in Punkto Gaming ist das iBook auf der Höhe der Zeit. Die dedizierte Grafikkarte rendert Wipeout 2097 mit 60 fps bei einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln und das Spiel sieht auch um einiges besser aus als die Version für die Playstation.

Heute ist das iBook produktiv nicht mehr nutzbar, denn aktuelle Codecs und auch das Internet laufen nicht. Als Retro-Maschine mit dem alten MacOS ist es jedoch eine gute Wahl.

yumiko 26. Sep 2022 / Themenstart

Wo wir schon bei Retro sind, und Apples übliches Vorgehen andere Sachen nachzubauen und...

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