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06.03.2017 / 12:01

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HP Lapdock - Test

HPs Lapdock soll in Verbindung mit dem Elite-X3-Smartphone und der Software Microsoft Continuum als Ersatz für ein dediziertes Notebook herhalten. Wir haben uns die Praxistauglichkeit dieses interessanten Konzeptes näher angeschaut.

HP Lapdock - Test

Video: HP Lapdock - Test (2:44)

Das HP Lapdock soll in Verbindung mit HPs Elite-X3-Smartphone und Microsoft Continuum das Notebook ersetzen. Das Smartphone kann per USB-Typ-C-Kabel oder kabellos bei aktiviertem WLAN mit dem Dock verbunden werden. Der Prozess ist jedoch wenig intuitiv. Für jede Verbindung müssen wir die App öffnen, eine Verbindungsmethode und das zu koppelnde Gerät händisch auswählen. Ohne Continuum ist das Lapdock nicht nutzbar.

Wenn wir das Smartphone-Display ausschalten, schaltet sich auch das Dock ab. Es muss also stets mit aktiviertem Bildschirm neben dem Gerät liegen. Der erweiterte mobile Desktop erinnert an Windows 10 inklusive Startmenü und reicht zum Arbeiten aus. Die beleuchtete Chiclet-Tastatur ist auch für längere Schreibarbeiten geeignet.

Das matte 12,5-Zoll-Display ist für den Innenbereich hell genug, hat jedoch einen leichten Gelbstich. Das kleine Touchpad ist wenig präzise. Dafür können wir das Smartphone als Touchpad oder Tastatur verwenden. Die Idee finden wir in der Theorie gut. Tastatureingaben auf dem Lapdock führen jedoch zu Wortvorschlägen auf dem Host-Telefon. Die ständige Bewegung auf dem Bildschirm stört beim Arbeiten.

HP liefert zum Gerät ein komplettes Microsoft-Office-Paket in der mobilen Version mit. Die für mobile Geräte optimierte Oberfläche kann auch auf dem 12,5 Zoll großen Bildschirm des Lapdocks überzeugen. Die Bedienung ruckelt im Drahtlosbetrieb aber etwas.

Unsere Dokumente werden automatisch mit der Microsoft-Cloud synchronisiert. Das Öffnen und Speichern von Dokumenten dauert dadurch eine Weile. Dafür sind unsere Projekte auch auf anderen Windows-Geräten abrufbar. Wir können Dokumente auch direkt auf dem Gerät abspeichern.

Die Verwendung vieler Apps, wie etwa eines alternativen Browsers, ist mit Continuum nicht möglich. Stattdessen werden nicht unterstütze Programme direkt auf dem Telefon abgerufen. Das schränkt den Einsatzbereich des Lapdocks unnötig ein.

Fazit

Das HP Lapdock ist ein interessantes Konzept, das an der Umsetzung mit Continuum scheitert. Da wir unser Smarthpone immer anschalten müssen, ist das Gerät als Notebookersatz zu unflexibel. Die Software Continuum läuft grundsätzlich stabil. Das ständige manuelle Verbinden und die Eingabeverzögerungen bei Drahtlosbetrieb stören uns aber.

Dabei ist das Gerät gut verarbeitet, die Tastatur kann in Verbindung mit dem mobilen Microsoft Office überzeugen. Das Touchpad ist für Eingaben wenig geeignet. Unser Elite X3 kann als Ersatz herhalten, kommt aber nicht an ein vollwertiges Trackpad heran. Viele Programme lassen sich auf dem Lapdock nicht anzeigen. Das schränkt den Verwendungszweck zusätzlich ein.

Außerdem ist der Akku unseres Docks bei normaler Schreibnutzung nach 6 Stunden aufgebraucht. Die Laufzeit unseres Smartphones wird um 50 Prozent verringert. In Verbindung mit der eingeschränkten Kompatibilität zu Software erschließt sich uns der eigentliche Sinn des 650 Euro teuren Lapdocks daher nicht.

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