Video: Assassin's Creed Valhalla - Fazit

Im Video stellt Golem.de das Action-Rollenspiel Assassins's Creed Valhalla vor, das Spieler als Wikinger nach England schickt.

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Assassin's Creed Valhalla - Fazit

Das Wichtigste in Assassin's Creed ist seit jeher die Welt, und in diesem Punkt gefällt uns Valhalla viel besser als erwartet. Das England der damaligen Zeit ist mit seinen sonnigen Herbsttagen, den Nebellandschaften, mit Hügeln und Wäldern schon rein grafisch eine Wucht. Es gibt viel zu entdecken, unter anderem römische Bauwerke und Ruinen - das knüpft zumindest etwas an frühere Serienteile an.

Das Szenario rund um Eivor und die anderen Wikinger, die als Fremde von den Engländern ausgegrenzt oder nur widerwillig akzeptiert werden, entpuppt sich als erstaunlich interessant. Die Nordmänner und -frauen selbst stehen zwar im Mittelpunkt, aber wir haben auch viel Neues über England und Europa erfahren.

Von diesen wesentlichen Punkten abgesehen könnten wir eine lange Liste aufschreiben mit Elementen, die uns in Valhalla besser oder schlechter gefallen als in den Vorgängern. Das Waffen- und Ausrüstungssystem etwa mit dem größeren Fokus auf Verbessern statt Austauschen finden wir gelungen. Nicht so toll ist der unübersichtliche Talentbaum, in dem es zudem nur Kleinkram-Werte statt interessanter Fähigkeiten gibt.

Ein dickes Plus wiederum sind die Massen an aufwendigen Nebenmissionen in Valhalla. Dafür wird leider die Jagd nach Schätzen viel zu oft durch die nervige Suche nach Kellereingängen abgelöst. Die Hauptfiguren bleiben auf Dauer arg blass - aber die Story wirkt relativ nachvollziehbar und ist spannend erzählt.

Das Kampfsystem finden wir besser als das in den Spielen davor, zumal es mehr Gegnervielfalt gibt. Auf Dauer ist trotzdem zu viel schlichtes Draufgehaue gefragt, und teilweise wirken die Gefechte leider unfreiwillig komisch. Etwa, wenn wir einen Gegner nach dem anderen mit jeweils einem Axthieb ein paar Meter weit schleudern.

Es wäre schön, wenn sich Ubisoft für den nächsten Serienteil mit den Schwertkämpfen von Ghost of Tsushima beschäftigt. Die sind packender und fordernder als jedes Gefecht in einem Assassin's Creed bisher. Und: Sie bieten über fast die ganze Handlung hinweg immer wieder ausreichend Abwechslung.

Unterm Strich ist Valhalla dennoch ein überdurchschnittlich gutes Assassin's Creed geworden. Wer der Antike nachtrauert und Wikinger per se weniger spannend findet als Römer oder Griechen, sollte dem Spiel dennoch eine Chance geben und in die Geschichte eintauchen.

Flobee 17. Nov 2020 / Themenstart

erst die armen Wikinger ausgrenzen und jetzt noch den Brexit... Hallo Autor, mal im...

SchluppoMäcQuar... 13. Nov 2020 / Themenstart

Eigentlich wärs für mich ein Thema, aber die bekannten Mechaniken einfach nur im neuen...

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