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30.03.2015 / 12:29

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Wochenrückblick KW 13 2015

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 21. bis zum 26. März 2015 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Gnome 3.16 Video zwischen 5:09 und 5:25 - Quelle: Youtube / GNOMEDesktop CC-BY-SA)

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Wochenrückblick KW 13 2015

Video: Wochenrückblick KW 13 2015 (8:19)

Gleich zwei neue Smartphones haben wir diese Woche getestet: das HTC One (M9) und das Samsung Galaxy S6. Beide Geräte sind in der Oberklasse angesiedelt und entsprechend gut ausgestattet. Dank schneller Prozessoren sind sie sehr leistungsfähig.
HTC hat beim One (M9) das Grunddesign beibehalten und das Smartphone wieder aus Metall gebaut. Samsung verwendet erstmals bei einem Topgerät für das Gehäuse Metall und Glas statt Kunststoff – dadurch wirkt es hochwertiger als seine Vorgänger.

Gut gefallen haben uns bei beiden Modellen die Kameras: HTC ist endlich von seiner niedrig auflösenden Ultrapixel-Kamera abgerückt und hat eine 20-Megapixel-Kamera eingebaut, die deutlich bessere Fotos macht.
Auch das 16-Megapixel-Modell des Galaxy S6 macht sehr scharfe und detailreiche Bilder.

So gut beide neuen Smartphones sind, günstig sind sie nicht. Das HTC One (M9) soll Ende März für 750 Euro in den Handel kommen. Das Galaxy S6 soll ab dem 10. April in der günstigsten Version für 700 Euro erhältlich sein. Die teuerste Variante kostet 900 Euro.

Zwei Autohersteller haben in dieser Woche Systeme vorgestellt, bei denen Kameras neue Funktionen fürs Fahrzeug ermöglichen sollen. Der Hersteller Opel entwickelt ein Scheinwerfersystem, das dem Fahrer bessere Sicht geben soll. Kameras erfassen, wohin der Fahrer seinen Blick richtet. Motoren richten die Scheinwerfer entsprechend aus. So wird genau der Bereich der Straße ausgeleuchtet, auf den der Fahrer schaut. Eine Software sorgt dafür, dass sich der Lichtkegel fließend bewegt.

Heftig von unseren Lesern diskutiert wurden die Pläne von Ford. Der Hersteller will sein neues Modell S-Max ebenfalls mit Kameras ausstatten. Die steuern aber nicht die Schweinwerfer, sondern regeln die Geschwindigkeit: Die Kameras sollen Schilder mit Geschwindigkeitsbegrenzungen am Straßenrand erfassen und dafür sorgen, dass sich der Fahrer an das Tempolimit hält. Fährt das Auto zu schnell, nimmt der Bordcomputer das Gas weg. Auf abschüssigen Strecken warnt das System, damit der Fahrer bremsen kann. Doch keine Panik: Das System kann auch ausgeschaltet werden.

Die Bastelrechner Raspberry Pi und Banana Pi M2 waren in dieser Woche bei uns im Einsatz. Unser Netzpolitik-Redakteur hat im Selbstversuch getestet, ob der Minicomputer Raspberry Pi nur etwas für Linux-Experten und Python-Profis ist. Er hat versucht, den kleinen Rechner so zu programmieren, dass er aus seinem Schrebergarten automatisch die Daten einer Wetterstation ins Internet überträgt. Außerdem soll das Raspberry per SMS oder Zeitsteuerung den Garten bewässern. Das Fazit: Mit dem Minicomputer lassen sich tatsächlich eine Reihe von Anwendungen für den Garteneinsatz programmieren. Allerdings gibt es für den Linux-Einsteiger einige Hürden zu überwinden. Zwar fanden sich auf alle Fragen Antworten im Netz, aber für einige musste man in Foren lange suchen.

Schneller als das Raspberry Pi und alle anderen Bastelrechner, die wir bislang testen konnten, arbeitet der neue Banana Pi M2. Leider wird die Grafikhardware nur schlecht und das integrierte WLAN-Modul gar nicht unterstützt, wie unser Test gezeigt hat. Interessenten sollten also noch ein wenig mit dem Kauf warten. Der Rechner soll ab April verkauft werden, zum Preis von etwa 50 US-Dollar.

Kurzmeldungen:

Amazons Fire TV hat das bislang umfangreichste Firmware-Update erhalten. Jetzt können auch USB-Sticks angestöpselt werden, auf denen Apps und Spiele abgelegt werden können. So dient der USB-Stick als eine Art Speichererweiterung. Zudem kann die Streaming-Box künftig mit Bluetooth-Headsets verwendet werden. Weitere Verbesserungen vereinfachen die Bedienung des Fire TV.

Der Bundesnachrichtendienst greift im großen Stil Daten am Frankfurter Internetknoten DE-CIX (Dekiks) ab. Das hat der DE-CIX-Manager Klaus Landefeld vor dem NSA-Ausschuss des Bundestags am Donnerstag bestätigt. Bereits 2008 erkundigte sich der BND nach den Abhörmöglichkeiten am weltgrößten Internetknoten. 2009 wurde die Überwachung genehmigt und umgesetzt - trotz großer Bedenken von Landefeld.

Das Gnome-Projekt hat Version 3.16 seines Desktops veröffentlicht. Die größte Neuerung betrifft die Benachrichtigungen. Diese erscheinen am oberen Rand und werden in das Panel mit Uhr und Kalender einsortiert.
Neue Anwendungen zeigen außerdem Katzenbilder und vereinfachen die tägliche Arbeit.

Ugly-E-Mail heißt ein neues Plugin für den Browser Chrome, das versteckte Pixel in E-Mails im Gmail-Konto anzeigen soll. Über solche unsichtbaren Pixel wird dem Versender nicht nur bestätigt, dass eine Mail geöffnet wurde. Sie können beispielsweise auch dazu genutzt werden, Standortdaten zu übermitteln.

Die Bundesregierung will das Strafmaß für Angriffe auf Informationssysteme verdoppeln. Das sieht der Entwurf des Gesetzes zur Bekämpfung der Korruption vor. Der sogenannte Hackerparagraf 202c des Strafgesetzbuches soll dahingehend geändert werden, dass eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren verhängt werden kann. Bislang war nur ein Jahr möglich. Damit setzt die Regierung eine EU-Richtlinie um, die 2013 beschlossen worden war.

Eine Abmahnung wegen eines bei Facebook geteilten Bildes hat in dieser Woche Aufregung gestiftet. Ein Fotograf der Bild-Zeitung hatte eine Leserin abgemahnt, weil sie einen Artikel bei Facebook geteilt hatte, ohne dass sein Name sichtbar war. Er forderte 1.080 Euro. Verschiedene Medien meldeten allerdings, die Frau sei gerichtlich zu der Zahlung verurteilt worden. Inzwischen hat der Rechteinhaber die Abmahnung zurückgezogen - wohl auch aufgrund des großen Medienechos.

SpaceX-Chef Elon Musk hat das Bildmaterial des US-Raumfahrtunternehmens freigegeben. Musk reagierte damit auf Anfragen der Netzgemeinde. Die Bilder, die auf der Plattform Flickr veröffentlicht sind,
können nach Belieben genutzt werden. Vorbild ist die US-Raumfahrtbehörde Nasa, deren Bilder, Videos und Töne weitgehend gemeinfrei sind.

Bloodborne hat mehr als genug Herausforderungen zu bieten, wie unser Test gezeigt hat. Das Actionspiel ist auch für erfahrene Spieler richtig schwierig - umso toller ist das Erfolgserlebnis, wenn man einen Boss-Gegner bezwungen hat. Zu herausfordernd sind allerdings Ladezeiten von bis zu 40 Sekunden. Die Entwickler wollen dieses Problem per Patch lösen. Bloodborne ist nur für die Playstation 4 erhältlich, Fans fordern per Onlinepetition eine PC-Umsetzung.

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