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Video: Linux für Gaming installieren - Tutorial

Die Linux-Distribution Manjaro eignet sich gut für Spiele - wir erklären im Video wie man sie installiert.

Video veröffentlicht am
Linux für Gaming installieren - Tutorial

Wir spielen hier auf einem Linux-System. Das ist nämlich gar keine komplizierte Angelegenheit mehr. Wie man von Windows auf Linux umsteigt, zeigen wir in diesem Video.

Wer die Nase voll hat von Windows und mit seinen Zwangs-Updates und plötzlichen, teils langwierigen Neustarts, der kann aufatmen: Die Alternative ist kostenlos, ebenso simpel zu bedienen und in Sachen Spiele-Performance muss man sich wenig Sorgen machen.

Im ersten Schritt laden wir Etcher herunter. Die Software verwandelt einen herkömmlichen USB-Stick in ein Startmedium. Dafür wird ein entsprechendes System-Abbild benötigt, ein sogenanntes ISO.

Ein solches ISO erhalten wir von der Website der jeweiligen Linux-Distribution. In unserem Test haben wir uns für Manjaro entschieden. Manjaro liefert einfache Bordmittel zur Installation von Grafikkarten-Treibern und Linux-Kernels gleich mit. Und auch Steam ist bereits vorinstalliert. Das macht diese Ausgabe von Linux besonders für Spieler attraktiv. Aber dazu später mehr.

Nachdem das Image mit Etcher auf den USB-Stick geschrieben wurde, können PCs damit booten. In manchen Systemen ist eine vorherige Anpassung der Boot-Reihenfolge oder das Aufrufen des Boot-Menüs - oft durch die Taste F8 - nötig, damit der Rechner wirklich vom Stick startet.

Nach erfolgreichem Bootvorgang erscheint der Welcome-Bildschirm von Manjaro [1:58], auf dem zunächst Sprache, Zeitzone und - ganz wichtig - der "driver" ausgewählt wird. Letzterer sollte in Verbindung mit AMD-Grafikkarten bei "free" belassen werden; bei NVidia-Systemen hingegen auf "nonfree" umgestellt werden, wenn gute Gaming-Leistung gefragt ist. Abschließend startet "Boot", die eigentliche Live-Ausgabe von Manjaro.

Diese Live-Ausgabe dient einer Art Vorschau – noch ist das System nicht auf unserem Rechner kopiert. Wenn jetzt aber die Bildschirm-Ausgabe, WLAN, Sound und Bluetooth gut funktionieren, können wir guten Gewissens zur eigentlichen Installation übergehen. Hier bestätigen wir erneut unsere Auswahl zu Sprache und Zeitzone.

Anschließend legen wir ein Partitionsschema fest. So genannte Dual-Boot-Systeme sind möglich. Bei solchen erscheint zu jedem Neustart ein Auswahlbildschirm, ob Windows oder Linux gebootet werden soll. In unserem Test haben wir ein pures Linux-System installiert.

Hinterher erstellt man noch ein Nutzerkonto, schützt es mit Passwort und wählt aus, ob dasselbe Passwort auch für das "Administratorkonto" verwendet werden soll. Letzteres erinnert an die Benutzerkontensteuerung von Windows. In Wirklichkeit hatte Linux dieses System jedoch schon vorher.

Nach der Installation sollte man den PC ausschalten und den USB-Stick abziehen, um den Computer anschließend von SSD oder Festplatte zu starten. Manjaro begrüßt uns mit einer Auswahl an "Applications", gefolgt von hunderten Updates. Wer das nicht kennt: In Linux installiert der Nutzer den Großteil seiner Programme, Treiber und Systemkomponenten über den sogenannten Paketmanager. Auch Updates werden über dieses zentrale System verwaltet. Und das Beste: Weder ist ihre Installation Pflicht, noch erfordern Updates einen Neustart.

Während unser Linux sich aktualisiert, öffnen wir Steam aus dem Startmenü und melden uns an. In der Bibliothek finden wir einen beachtlichen Teil unserer Titel wieder. Zunächst haben wir Lust auf ein bisschen Diktatur, starten also Tropico 6.

Ähnlich wie bei Windows reicht ein Doppelklick auf das Desktop-Icon: Steam startet, lädt noch Komponenten nach, verschwindet dann wieder im Hintergrund und lässt uns spielen.

Wir wünschen viel Spaß beim Nachmachen und zocken!

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