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Video: 4K-Projektoren für unter 2000 Euro - Test

Lohnen sich 4K-Projektoren für unter 2.000 Euro?

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4K-Projektoren für unter 2000 Euro - Test

4K-Projektoren für unter 2.000 Euro waren bis vor kurzem noch undenkbar – zu teuer sind die Chips, die 8 Millionen Pixel auf kleinster Fläche darstellen können. So kostet Sonys 4K-Projektor VPL-VW760S etwa 15.000 Euro. Dafür hat er einen zweifachen Zoom und flexibles Lens Shift – alles motorisiert natürlich, genau wie der Fokus.

Seit knapp einem Jahr gibt es aber wesentlich preiswertere Geräte auf dem Markt. Der Grund: Mit einem neuen Chip von Texas Instruments lassen sich die Pixel des Full-HD-Bildes durch schnelles Verschieben vervierfachen.

Wir haben uns vier dieser neuen Projektoren mit Pixel-Shift angesehen und uns die Frage gestellt: Lohnt sich 4K in diesem Preissegment überhaupt?

Was uns zuerst auffiel: Das Bild der Projektoren mit Pixel-Shift unterscheidet sich nicht sichtbar von echtem 4K mit 8 Millionen Einzelpixeln. Der Sony VPL-VW760S scheiterte sogar an unserem 1x1-Pixelraster.

Zumindest was die Auflösung angeht, gab es also an den Geräten in unserem Test nichts auszusetzen.

Der Acer M550 bildet mit knapp 1.600 Euro das preisliche Mittelfeld. Farben stellt er natürlich dar. Sein Lüftergeräusch ist nicht unangenehm, aber hörbar.

Als einziger in unserem Testfeld hat der Acer M550 durchgeschliffene Ports für VGA. Die USB-Buchse liefert wie bei allen anderen Geräten im Test lediglich Strom. Auch auf weiteren Komfort muss verzichtet werden: Zoom und Fokus sind manuell, eine Trapezkorrektur fehlt. Immerhin gibt es Lens Shift per Drehrad.

Der Acer M550 hat mit über 70 ms den größten Input Lag aller von uns getesteten Projektoren und ist damit für schnelle Spiele nur bedingt geeignet.

Der Optoma UHD60 fällt schon durch seine Größe auf. Mit fast 8 kg Gewicht ist er gerade noch so transportabel. Dafür ist er sehr leise.

Als einziger Projektor im Test verfügt er über eine S/PDIF-Buchse. Zoom und Lens Shift verbergen sich unter einer Klappe auf der Oberseite. Auch hier muss alles manuell eingestellt werden, eine Trapezkorrektur gibt es nicht.

Das Bild ist hell, kontrastreich und relativ farbtreu – wie beim Acer M550. Der Input-Lag hält sich mit etwas über 30 ms in Grenzen.

Die Winzlinge im Test sind die nahezu baugleichen Benq TK800 und Viewsonic PX747. Sie wiegen jeweils nur knapp über 4 kg und unterscheiden sich sehr in wenigen Punkten. Leise sind sie beide nicht, aber der Viewsonic ist eindeutig der lauteste Projektor im Test.

Die Rückseiten beider Geräte sind identisch, auch die manuelle Bedienung und das Fehlen von Lens Shift sind gleich. Eine Trapezkorrektur haben hingegen beide Projektoren.

Das Bild ist sehr hell, aber nicht sonderlich farbtreu, was bei Rot- und Grüntönen auffällt. Der Input-Lag ist mit rund 30 ms gering. Der Benq TK800 kann als einziger im Test nicht nur 4K und HDR, sondern auch 3D-Inhalte darstellen.

Alle vier Geräte lassen grundsätzliche Komfortfunktionen missen und sind wesentlich teurer als vergleichbare Full-HD-Geräte derselben Hersteller. Zudem sind 4K-Inhalte noch immer nicht weit genug verbreitet. Wir zweifeln den Sinn von 4K als Feature in diesem Preissegment daher grundsätzlich an. Wer auf der Suche nach einem Projektor für die WM ist, braucht jedenfalls kein 4K.

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