Video: Modularer Framework Laptop - Test

Wir haben den Framework Laptops durch seine Reparierbarkeit schnell liebgewonnen.

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Modularer Framework Laptop - Test

Der Framework Laptop bedient genau eine Marktnische, die immer mehr im Kommen ist: Er ist völlig modular aufgebaut und lässt sich einfach reparieren.

Jedes kleine Teil - von der Tastatur bis hin zum Mainboard - ist problemlos zugänglich. Uns bleibt die freie Wahl, und deshalb sind wir nach dem Auseinanderbauen des Geräts auch so vom Framework Laptop begeistert. Und brauchen wir einmal Hilfe beim Schrauben, helfen QR-Codes auf den Komponenten weiter. Kein anderes Notebook wirkt im Gesamtkonzept der Reparierbarkeit so sinnvoll durchdacht.

Framework geht sogar noch einen Schritt weiter und gibt Kunden die Wahl: Insgesamt vier Anschlüsse können durch Steckmodule, die per USB-C angebunden werden, diverse Ports bieten. Das können USB-A, Micro-SD-Kartenleser, HDMI, Displayport USB-C oder stattdessen zusätzlicher Flash-Speicher sein.

Abseits davon handelt es sich hier um eine technisch solide Plattform. Das Display leuchtet mit maximal 342 cd/m² hell genug. Außerdem gefallen uns das 3:2-Seitenverhältnis, die dünnen Displayränder und das 180-Grad-Scharnier.

Die Tastatur hat einen relativ langen Schaltweg. Das muss nicht schlecht sein, es gibt dem Notebook einen eigenen Charakter. Die Kombination mit solidem Trackpad nutzen wir gern zum Arbeiten.

Es ist allerdings nicht unbedingt ratsam, hier einen so hoch taktenden Chip wie den Core i7 1185G7 zu verbauen. Im Cinebench R23 erreicht das Notebook niedrige Werte als das Surface Pro 8, was unter anderem der Überhitzung geschuldet ist. Dafür arbeitet der Laptop unter normaler Last leise und ist teilweise gar nicht zu hören.

Wir können uns den Framework Laptop zusammenstellen, wie wir möchten. Deshalb bietet der Hersteller ein DIY-Set mit Einzelteilen an. Dazu kaufen wir uns RAM und SSD und können uns sogar für ein eigenes Betriebssystem entscheiden. Der Laptop ist ab Werk bereits mit Linux-Distributionen wie Ubuntu kompatibel. Mit den richtigen Treibern, die Framework in einem praktischen Installationspaket anbietet, funktionieren Windows 10 und Windows 11 ohne Probleme.

Auch mit Hinblick auf die Zukunft ist der Framework Laptop daher eine wirklich tolle Plattform. Der Plan des Herstellers ist es, auch in den nächsten Jahren Ersatzteile und eventuell bald neue Mainboards und andere Komponenten über den Framework Marketplace anzubieten. Alternativ suchen wir Rat in der Open-Source-Community, die jetzt schon kreative Ideen für Erweiterungskarten und Mods parat hat.

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