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16.12.2016 / 12:06

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Macbook Pro 13 mit Touch Bar - Test

2016 hat Apple ein neues Macbook-Pro-Design vorgestellt. Auf der positiven Seite gibt es ein gutes Display, eine sehr gute Ton-Erzeugung und ein schickes Gehäuse. Negativ fiel uns allerdings der stark verkleinerte Akku auf und die Touch Bar ist eher etwas für Mac-Anfänger, die keine Shortcuts kennen.

Macbook Pro 13 mit Touch Bar - Test

Video: Macbook Pro 13 mit Touch Bar - Test (3:15)

Nach rund anderthalb Jahren hat Apple das Macbook Pro aktualisiert und dabei das Notebook einem Redesign unterzogen. Das neue Gerät ist dünner und leichter, was auch an dem drastisch verkleinerten Akku liegt. 

Apple zufolge ändern sich die Laufzeiten trotzdem nicht. Das gilt aber nach unserer Erfahrung nur dann, wenn der Anwender wenig mit dem System macht. Und damit das keiner merkt, hat Apple die Restlaufzeitschätzung mit dem letzten Betriebssystem-Update entfernt. 

Mit dem dünneren Gehäuse verschwinden auch zahlreiche Schnittstellen. Für den Magsafe-Anschluss und den SD-Kartenleser hat das professionelle Notebook keinen Platz mehr. Es gibt nur noch USB Typ C, über den das System auch aufgeladen wird. Für Anwender empfiehlt sich der Kauf neuer Kabel und Adapter. USB-C-Zubehör gibt es mittlerweile reichlich. Voll bestückt wirkt das Ganze aber unnötig unordentlich und Zubehör oder iOS-Geräte belasten den verkleinerten Akku verhältnismäßig stark. 

Verschwunden sind auch die F-Tasten - naja, fast. Eine Touch-OLED-Leiste mit dem Namen Touch Bar übernimmt die Aufgabe und mit einem Druck auf die Fn-Taste sind die alten F-Tasten dort verfügbar. Unter MacOS ist das kein Verlust, da Apple diese Tasten schon lange anderweitig belegt. Unter Windows ist das etwas anderes, doch auch hier funktioniert die Touch-Leiste ähnlich wie bei vielen anderen Windows-Notebooks, die Sonderfunktionen Priorität geben. 

Mit Microsofts Betriebssystem wird das Potenzial der Leiste nicht ausgeschöpft. Unter MacOS hingegen wird kontextbezogen die virtuelle Tastenreihe verändert. Wer ein Youtube-Video im Browser schaut, hat die Kontrollen inklusive einer Vorspulleiste direkt zur Verfügung - zumindest solange er Apple-Anwendungen verwendet. In Googles Browser Chrome wird die Adressleiste irritierenderweise als Text-Editor-Feld eingestuft. 

In angepassten Anwendungen übernimmt die Touch Bar im Prinzip die Aufgabe der Icon-Leiste. In Pages werden beispielsweise die Schrift- und Farbeinstellungen angezeigt. Zudem gibt es beim Tippen Wortvorschläge. Wer gerne im Vollbildmodus arbeitet, hat so mehr Platz auf dem Bildschirm. 

Es lässt sich aber auch ohne die Touch Bar arbeiten - fast wie früher. Allerdings sind einige ehemalige Direkttasten nur noch über mehrere Touch-Bar-Schritte erreichbar. Die Leiste kann immerhin ein wenig angepasst werden. 

Neben der Touch Bar findet sich auch Touch ID. Damit lassen sich die Wiederanmeldung per Fingerabdruck durchführen und höhere Rechte freischalten. 

Fazit 

Rein optisch ist das neue Macbook ein schönes Gerät, es ist leicht und dünn. Die Touch Bar ist eine interessante Neuerung, die jedoch nicht jeder Anwender praktisch findet. Auch in der Golem.de-Redaktion ist der Nutzen umstritten, zumal sich Apple die Touch-Leiste sehr teuer bezahlen lässt: 2.000 Euro kostet bereits das kleinste Macbook-Pro-Modell. 

Schwerwiegender ist allerdings die drastische Reduktion der Akkukapazität. Wer sein iPhone oder gar iPad auflädt, muss aufpassen. Der Verzicht auf Schnittstellen stört ebenfalls. Insbesondere das Fehlen eines SD-Card-Lesers und von Magsafe wird dem Pro im Namen des neuen Macs einfach nicht gerecht. 

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