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Video: EXP GDC Beast Dock ausprobiert

Wer ein altes Notebook, ein wenig PC-Hardware und Mut zum Basteln hat, kann sich mit dem eGPU Biest problemlos eine kleine Spielemaschine zusammenbauen.

Video veröffentlicht am
EXP GDC Beast Dock ausprobiert

Unser altgedientes Toshiba Z830 aus dem Jahr 2011 ist mit seiner integrierten Intel-Grafikkarte noch nie eine Spielemaschine gewesen. Tomb Raider läuft zwar, ist aber mit unter 20 fps selbst auf niedrigsten Einstellungen unzumutbar langsam.

Um das Ultrabook auf Trab zu bringen, haben wir für 42 Euro das EXP GDC Beast Dock gekauft. Damit können wir unsere riesige und stromfressende EVGA GTX 680 Grafikkarte extern am Laptop betreiben.

Zunächst müssen wir aber an die Innereien: Die WLAN-Karte muss aus ihrem Mini PCIe-Slot genommen und durch einen Stecker ersetzt werden. Zusätzlich brauchen Dock und Grafikkarte Strom von einem ATX-Netzteil.

Jetzt ist zwar auf dem Notebook-Display nichts mehr zu sehen, aber auf dem angeschlossenen Fernseher geht es rund. Tomb Raider läuft mit knapp 50 fps butterweich.

Von diesem Erfolg beflügelt testen wir noch ein paar andere Spiele: zum Beispiel Crysis. Die geringe Bandbreite unserer Verbindung zwischen Grafikkarte und Ultrabook macht sich hier bemerkbar. Teile der Spielelandschaft poppen erst recht spät ins Bild. Die Framerate ist aber bei 720p im spielbaren Bereich. Ohne Beschleunigung lief der Grafikkracher mit einstelligen Bildraten - jetzt stören nur ab und zu ein paar Ruckler das Spielvergügen.

Auch im Benchmark zeigt sich, was unser 42-Euro-Biest drauf hat: Von 163 auf 2.180 Punkte steigt unser Score in Unigine Heaven. Mit Tessellation sind es immerhin noch 1.045.

Zum Schluss gab es noch etwas Renderarbeit. Der Weichzeichner-Effekt ist im Videoschnittprogramm Premiere Pro GPU-beschleunigt und profitiert daher ebenfalls von unserer angeschlossenen Grafikkarte. Der 30-sekündige Clip mit 80 Prozent Gaußschem Weichzeichner braucht ohne eGPU dreimal so lange wie mit.

Aber auch das EXP GDC Beast Dock hat seine Grenzen: Die liegen ganz bei den angeschlossenen Komponenten. So war unser Testsystem mit seinem Dual-Core i5 mit Assassins Creed Origins klar überfordert.

Trotzdem: Wer ein altes Notebook, ein wenig PC-Hardware und Mut zum Basteln hat, kann sich mit dem eGPU Biest problemlos eine kleine Spielemaschine zusammenbauen.

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