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Video: Astrohaus Freewrite ausprobiert

Wir haben die Freewrite Cloud-Schreibmaschine von Astrohaus ausprobiert.

Video veröffentlicht am
Astrohaus Freewrite ausprobiert

Mit der Freewrite hat der US-Hersteller Astrohaus eine Schreibmaschine mit E-Ink-Display entwickelt, die Autoren ein ablenkungsfreies Schreiben ermöglichen soll. Das massiv konstruierte Gerät verfügt über eine mechanische Tastatur mit angenehmem Anschlag, die Texte werden automatisch mit einem Cloud-Speicher von Astrohaus synchronisiert, sobald WLAN verfügbar ist.

Von dort können sie automatisch an einen Cloud-Dienst nach Wahl der Nutzer weitergeleitet werden. Zur Auswahl stehen Evernote, Google Drive und Dropbox. Dort können die Texte auch weiterbearbeitet werden – denn das ist auf dem Gerät selbst nicht möglich. Nach Angaben des Herstellers ist das Absicht, damit Autoren sich auf das Schreiben neuer Texte konzentrieren, statt stundenlang an Details zu feilen.

Nach Herstellerangaben sollen Autoren mehrere Wochen mit einer Akkuladung auskommen, wenn sie täglich rund eine halbe Stunde schreiben. Das konnten wir leider nicht testen, weil sich der Akku in unserem Testmuster nicht aufladen ließ und wir das Gerät daher nur nutzen konnten, nachdem wir es per USB-C mit einem Ladegerät verbunden hatten.

Schade finden wir, dass der Hersteller die hochwertige Verarbeitung nicht um einen Deckel ergänzt hat, um das Gerät während des Transports zu schützen. Das hätte auch zum Feeling einer klassischen Schreibmaschine beigetragen. Etwas störend beim Schreiben finden wir, dass zwischen dem Tippen auf der Tastatur und dem Erscheinen der Buchstaben auf dem Display eine merkliche Verzögerung entsteht. Mit einem Verkaufspreis von derzeit rund 500 US-Dollar ist das Gerät außerdem recht teuer und sicher nur für eine sehr begrenzte Zielgruppe geeignet. Aufmerksamkeit im Hipster-Café um die Ecke sollte den Besitzern jedoch gewiss sein.

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