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03.04.2015 / 09:00

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Wochenrückblick KW 14 2015

Im Golem.de-Wochenrückblick für die kurze Woche vom 28. März bis zum 2. April 2015 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Wochenrückblick KW 14 2015

Video: Wochenrückblick KW 14 2015 (7:04)

Top 1: Von Microsoft gab es diese Woche sowohl Neues im Software- als auch im Hardware-Bereich. So beinhaltet die neue Build der Technical Preview von Windows 10 erstmals den Browser Spartan. Der Browser wird nach etlichen Jahren den Internet Explorer ablösen. Außerdem hat Microsoft angekündigt, dass die Vorschau-Version von Windows 10 für Smartphones künftig auf weiteren Geräten verfügbar sein wird. Dazu zählen unter anderem die Modelle Lumia 1020, Lumia 1520 und auch das ältere Einsteigermodell Lumia 520. Auf der Hardware-Seite hat Microsoft diese Woche das Surface 3 vorgestellt. Beim Nachfolger des Windows-RT-Tablets Surface 2 wird erstmals auf die abgespeckte Windows-Variante verzichtet. Stattdessen kommt das 10,8-Zoll-Gerät mit vollem Windows 8.1. Das Surface 3 richtet sich eher an Tablet-Nutzer, während das Surface Pro 3 weiterhin als PC-Ersatz gedacht ist. Dementsprechend ist das neue Tablet etwas schwächer ausgestattet, für alltägliche Arbeiten ist es aber geeignet. Mit mindestens 600 Euro ist das Surface 3 aber nicht gerade günstig.

Top 2: Um der Datensammelwut von Facebook zu entgehen, hilft kein Opt-out. Laut einer Untersuchung speichert das Netzwerk auch das Surfverhalten von Nicht-Mitgliedern, die das explizit ausgeschlossen haben. Das haben Forscher im Auftrag der belgischen Datenschutzkommission herausgefunden. Die Forscher haben ermittelt, dass Facebook Cookies immer dann speichert, wenn jemand eine Seite öffnet, die mit der Facebook-Domain verknüpft ist. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein Seitenbetreiber Social Plugins des Netzwerks eingebunden hat. Dazu gehören der Like-Button und die Kommentarbox. Die Datennutzung könne zwar abgeschaltet werden, schreiben die Forscher. Der Cookie werde aber trotzdem gespeichert.

Top 3: Hellhörige Plüsch-Pandas, rosarote Kontaktlinsen und VHS-Streaming: Am 1. April überboten sich IT-Firmen wieder mit Scherzartikeln im Netz. Google spiegelte seine Startseite und ließ alles verkehrt ablaufen. Schräg war auch jene Google-Tröte, deren Geräusche in Buchstaben umgewandelt werden. Als Scherz gedacht, aber sehr nahe an der Realität war Googles Kuschel-Panda: eine Plüsch gewordene Suchmaschine, die mithört und immer eine Antwort weiß. Dominiert hat klar das Thema Foto: Samsung machte sich über Food-Fotografen lustig und zeigte eine App, die Essen aufhübscht. Motorola widmete sich kunstvoll den Selfie Sticks. Honda packte für Selbstverliebte zehn Kameras in ein Auto, während Thinkgeek ein 360-Grad-Selfie-Gerüst ins Shop-Angebot aufnahm. Den größten Kick sollen Narzissten jedoch vom Selfie-Shoe bekommen, in dessen Spitze man ein Smartphone steckt. Für Selbstporträts hebt man das Bein. Die Selbstverblendung unterstützte Adobe mit der rosaroten Kontaktlinse, die den Alltag zum farbenfrohen Trip macht. Abgefahrenes gab es auch aus der Wissenschaft: Die Nasa zeigte grasende Kühe im Raumanzug. Das Cern wies die Macht nach und Nature, dass der Klimawandel eine ungeahnte Konsequenz mit sich bringt: Drachen. Längst vergessener Zeiten besann sich auch Microsoft: Der Konzern stellte MS-DOS für Smartphones vor. Ähnlich weit zurück ging Geento Linux für den Relaunch seiner Webseite, die nun den CGA-Webgrafik-Standard unterstützt.

News:

Telefónica Deutschland schließt seit dem 31. März die UMTS-Netze von O2 und E-Plus zusammen. Eine Telefónica-Sprecherin sagte uns, dass die Freischaltung bei den Kunden bereits begonnen habe. Um das kostenlose Roaming nutzen zu können, müsse das Endgerät einmal aus- und wieder eingeschaltet werden.

Das Display von Samsungs Galaxy S6 Edge ist am linken und am rechten Bildschirmrand gebogen – einen echten Nutzen konnten wir im Test allerdings nicht feststellen. Die neuen Funktionen würden sich teilweise auch ohne gebogenes Display realisieren lassen, oder sind – wie das Benachrichtigungslicht – wenig hilfreich. Den Aufpreis von 150 Euro finden wir nicht gerechtfertigt.

Die Streiks bei Amazon treffen jetzt auch den DVD-Verleiher und Video-Streaming-Dienst Amazon Prime Instant Video, ehemals Lovefilm Deutschland in Elmshorn. Von den 30 Mitarbeitern sollen sich 20 am Streik beteiligt haben.

DHL beginnt im April mit der Aufstellung von Paketkästen in Mehrfamilienhäusern. In den Paketkästen können gelieferte Pakete abgelegt werden. Vorfrankierte Sendungen lassen sich auch darüber versenden. Zunächst werden ausgewählte Standorte in Berlin und Dortmund bestückt. DHL arbeitet für das Pilotprojekt mit der Wohnungsgesellschaft Deutsche Annington zusammen.

Rapper Jay Z will den Musik-Streaming-Markt erobern. Sein Spotify-Konkurrent Tidal ist jetzt auch in Deutschland erhältlich. Dem Rapper ist es gelungen, für das Projekt diverse Stars wie Madonna und Rihanna zu engagieren. Der Dienst kostet in der Version mit besonders hoher Soundqualität 20 Euro pro Monat. Die Basisvariante kostet 10 Euro.

Die aktuelle Firefox-Version 37 ruft eine Liste mit gesperrten TLS- Zertifikaten ab, die Mozilla zentral pflegt. Das soll die Nutzersicherheit erhöhen. Zudem werden nun einige Anwender aufgefordert, den Browser zu bewerten, um den Entwicklern ein besseres Feedback zu geben.

Der beliebte Software-Hoster Github musste fünf Tage lang die größte DDoS- Attacke seiner Geschichte abwehren. Sicherheitsexperten vermuten die Angreifer in China. Eine Beteiligung der Regierung wird dabei nicht ausgeschlossen. Github äußert sich nicht zu diesem Verdacht.

Bei Nacht sehen wie am Tag. Das war das Ziel eines Projekts der kalifornischen Biohacker-Gruppe Science For The Masses. Sie hat Augentropfen entwickelt, die das ermöglichen. Der Wirkstoff ist Chlorin e6 - er lässt auch Fische in der Tiefsee etwas sehen. Damit steigerte Proband Gabriel Licina sein Sehvermögen beträchtlich: Er konnte bei Nacht Menschen in einem Wald auf 50 Meter Entfernung ausmachen.

Haben wir uns im Master Chief getäuscht? Ist die Hauptfigur der Halo-Reihe kein Held, sondern ein Halunke? Diesen Verdacht streut Microsoft mit zwei Trailern, die einen Ausblick auf die Geschichte von Halo 5 Guardians gewähren. In einem der Videos ist der ruhmreiche Recke offenbar als Verräter zu sehen. Was dahintersteckt, erfahren wir wohl erst, wenn das Actionspiel erscheint: Ende Oktober 2015.

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