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Video: Lenovo Moto G6 - Test

Bei einem Smartphone für 250 Euro müssen sich Käufer oft auf Kompromisse einstellen. Beim Moto G6 halten sie sich aber in Grenzen.

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Lenovo Moto G6 - Test

Auf den ersten Blick sind um 250 Euro teure Smartphones wie das Moto G6 mit Glasgehäuse und 18:9-Display nicht mehr von wesentlich teureren Oberklasse-Smartphones zu unterscheiden. Das Design des Gehäuses des Moto G6 ist von vorne betrachtet schön schlicht, die Anmutung recht hochwertig.

Der Fingerabdrucksensor kann zum Entsperren des Smartphones oder zum Bestätigen von Bezahlvorgängen oder App-Käufen verwendet werden. Wer bei aktiviertem Display den Finger auf die Scanfläche legt, sperrt das Telefon. Alternativ zur Passwort- bzw. PIN-Eingabe oder zum Fingerabdrucksensor steht Face Unlock über die Frontkamera als Entsperrmethode bereit.

Wer die Anzeigefläche des länglichen Displays voll ausnutzen möchte, kann die Leiste mit den Android-Buttons ausblenden und über Wischgesten auf dem Fingerabdrucksensor die Android-Buttons nachahmen.

Im Inneren des Moto G6 arbeitet der im 14-Nanometer-Verfahren gefertigte Octa-Core-Prozessor Snapdragon 450 von Qualcomm mit einer Taktrate von bis zu 1,8 GHz und Adreno-506-GPU. Der Prozessor kann im Moto G6 je nach Geräteversion auf 3 GByte oder 4 GByte Arbeitsspeicher zugreifen. Der Flash-Speicher ist je nach Gerätevariante 32 GByte oder 64 GByte groß und es gibt einen Steckplatz für MicroSD-Karten.

Apps starten ohne spürbare Verzögerung, gängige Anwendungen wie Browsen, Streamen und Chatten funktionieren problemlos, und auch Spiele laufen auf hohen Grafik-Einstellungen flüssig.

Beim Musikhören oder Videostreaming kommt der Sound nur aus dem Telefonlautsprecher - einen anderen gibt es am Gerät nicht. Für den schmalen Ausgang ist der Klang überraschend laut und klar. Ein Headset gehört aber nicht zum Lieferumfang des Moto G6.

Die Bildqualität der 12 Megapixel Fotos aus der rückseitigen Kamera stimmt: Die Schärfe der bei hellem Tageslicht gemachten Testaufnahmen ist ausreichend hoch, die Auto-HDR-Funktion sorgt für gute Bilddynamik und die Farben werden kräftig, aber nicht überbetont wiedergegeben. Videos nimmt die Dual-Kamera mit maximal mit Full-HD-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde auf - 4K geht prozessorbedingt nicht.

Das Moto G6 ist eine gute Kompromisslösung: Das Display wirkt nicht so rein wie das von vielen Premium-Smartphones, Prozessor - und Grafikleistung fallen im Vergleich mit Oberklasse-Modellen ebenfalls spürbar ab, die Datenschnittstellen des Moto G6 sind nicht die schnellsten, und die Kamera schafft nicht die von Bildqualität von Top-Smartphone. Trotzdem: Display- und Kamera-Qualität sowie Konnektivität und Antriebsleistung reichen vollkommen aus für alle gängigen Anwendungen. Zudem bietet das Moto G6 im Vergleich mit anderen Geräten eine gute Akkulaufzeit. Das macht das 250 Euro teure Motorola-Smartphone aktuell zu einem Preis-Leistungs-Sieger.

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