Video: Mercedes EQS Probe gefahren

Wir waren in der Schweiz mit der neuen Oberklasse-Limousine unterwegs.

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Mercedes EQS Probe gefahren

Das sie also: die vollelektrische Luxuslimousine EQS von Mercedes-Benz. Der Stuttgarter Autokonzern bringt damit eine ernsthafte Konkurrenz für Teslas Model S auf den Markt. In vielen Punkten ist der EQS dem zehn Jahre älteren Vorbild nicht nur ebenbürtig, sondern überlegen. So soll der EQS das aerodynamischste Serienauto der Welt sein: Dank einer fließenden Karosserieform und der großen Reifen.

Wir haben das neue Topmodell von Daimler an zwei Tagen in der Schweiz Probe gefahren. In teilweise strömendem Regen sind wir von Zürich in Richtung Andermatt am Gotthardpass und wieder zurück gefahren.

Eine Neuheit ist der 141 Zentimeter breite Hyperscreen unter der Windschutzscheibe. Alle drei Displays sind hinter einem durchgehenden Deckglas angeordnet. Erläuterung Hyperscreen.

Der Beifahrer kann während der Fahrt dieselben Funktionen wie der Fahrer im Zentraldisplay auswählen. Allerdings darf er während der Fahrt in Deutschland keine Videos schauen, um den Fahrer nicht abzulenken.

Dazu befinden sich im Infodisplay hinter dem Lenkrad zwei Infrarotkameras, die die Augenbewegungen des Fahrers überwachen. Das Beifahrerdisplay lässt sich komplett ausschalten.

Neu sind auch die sogenannten Komforttüren. Diese öffnen sich selbsttätig, wenn beispielsweise kurz am Türgriff gezogen wird.

Über das Display lassen sich die Türen ebenfalls öffnen und schließen. Ein kurzer Tritt auf die Bremse reicht aus, um die Tür wie von Geisterhand schließen zu lassen. Die versenkbaren Türgriffe hat sich Mercedes beim Model S abgeschaut. Das verbessert ebenfalls die Aerodynamik.

Um den Luftwiderstand weiter zu verringern, lässt sich die Motorhaube nicht öffnen. Damit der Fahrer das Wasser der Scheibenwaschanlage auffüllen kann, gibt es eine neue Einfüllöffnung neben der Fahrertür.

Die bessere Aerodynamik soll die Reichweite des EQS erhöhen. Diese ist in der Tat beeindruckend. Dazu hat Mercedes eine große Lithium-Ionen-Batterie mit fast 108 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität eingebaut. Auf der Fahrt durch die Alpen lag der Verbrauch mit rund 15 Kilowattstunden recht niedrig.

Auf einer 850 km langen Strecke von Zürich nach Berlin wären nur noch zwei Ladestopps erforderlich. Den realen Verbrauch bei höheren Autobahngeschwindigkeiten wie 130 oder 140 km/h konnten wir in der Schweiz wegen des Tempolimits aber nicht testen.

Gut funktionieren beim EQS die Assistenzsysteme wie der Abstandsregeltempomat. Hier gefällt uns besonders gut die Freihanderkennung. Ein leichtes Berühren des Lenkrades reicht aus, um die Warnungen zu deaktivieren.

Eine vorausschauende Rekuperation soll ebenfalls die Reichweite erhöhen. Hier berechnet das System die Topografie der Strecke und bevorstehende Tempolimits ein. Dadurch wird rechtszeitig verzögert, um möglichst viel Strom zu sparen.

Mit bis gut 200 Kilowatt lässt sich der EQS per Gleichstrom laden. Ladesäulen von Ionity erkennen das Fahrzeug dabei automatisch. Bei unserer Probefahrt war der Akku nicht leer genug, um eine hohe Ladeleistung abzurufen. Bei 68 Prozent Akkustand lag die Ladeleistung bei 121 Kilowatt. Der gewünschte Ladestand lässt sich nach Wunsch einstellen. Die Ladestationen entlang der Route lassen sich auf Knopfdruck anzeigen. Dabei ist eine Filterung nach Ladeleistung möglich.

Der Kofferraum verfügt über ein recht großes Volumen von 610 Litern. Da sich die Rücksitze komplett umklappen lassen, lässt sich das Volumen auf fast 1.800 l erhöhen. Auch das ist ein Novum in der S-Klasse.

Mit seiner technischen Ausstattung und der großen Reichweite setzt der EQS neue Maßstäbe in der elektrischen Oberklasse. Argumente gegen die Elektromobilität sind damit immer schwieriger zu finden.

mojocaliente 26. Aug 2021 / Themenstart

Designer aus der Automobilindustrie fahren schon sein Anfang des Jahrtausends einen ganz...

derdiedas 20. Aug 2021 / Themenstart

aber seit nunmehr einem Jahrzehnt interessiert mich absolut nichts mehr was neu von den...

pfeifffer 20. Aug 2021 / Themenstart

Wie wäre es mal wieder Fenster in Autos einzubauen. Also Glaselemente, durch die man auch...

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