Abo
  • Services:

Video: Dell Latitude 7390 - Test

Das Latitude 7390 sieht aus wie eine Mischung aus Lenovo Thinkpad und Dell XPS 13. Das merken wir am stabilen Gehäuse und an der sehr guten Tastatur. Aber auch in anderen Punkten kann uns das Gerät überzeugen - eine würdige Alternative für das XPS 13.

Video veröffentlicht am
Dell Latitude 7390 - Test

Auf den ersten Blick sieht Dells Latitude 7390 aus wie eine Mischung aus den beliebten Notebooks der XPS-Reihe und einem Thinkpad von Lenovo. Ganz klar: Die matte, gummiartige Oberfläche des Gehäuse ist von Lenovos Business-Sparte inspiriert, während der dünnere Displayrahmen das XPS in den Kopf ruft.

Das Latitude ist nicht nur deswegen eher ein Business-Notebook, als ein Consumer-Gerät: Die vielen Anschlüsse sind praktisch für Meetings und die Arbeit unterwegs. Ein HDMI-Port in voller Größe, ein Thunderbolt-3-Anschluss und sogar ein ausklappbarer Ethernet-Port gehören dazu – genauso wie zwei USB-A-Buchsen, die Dell beim XPS 13 mittlerweile weglässt.

Das Thema Zwei-Faktor-Authentifizierung ist ein Fokus des Latitude 7390. Nutzer können sich per Smartcard oder auch über den integrierten NFC-Chip am Betriebssystem anmelden. Eine biometrische Anmeldeoption ist der Fingerabdrucksensor, der sich wie bei Lenovo-Thinkpads aber auch als Schmutzmagnet herausstellt.

Der Bildschirm des Notebooks lässt sich bei Bedarf sogar etwas über 180 Grad einstellen. Das Scharnier wirkt dabei sehr stabil. Dafür müssen wir uns hier nicht über Spiegelungen ärgern – sehr gut.

Defintiv die richtige Entscheidung ist es, eine Tastatur nach dem Vorbild des Thinkpad zu verbauen. Die Tasten haben einen längeren Schaltweg als die flachen Chiclet-Tasten des XPS 13. Das Tippen ist dadurch angenehmer. Die Tastenbeleuchtung ist ebenfalls gelungen. Auch das Touchpad ist gut: Die physischen Klicker lassen sich auch blind gut erfühlen, da verkraften wir auch den fehlenden Trackpoint. So weit hat die Inspiration dann doch nicht gereicht.

Durch den verbauten Intel-Core-i5-Prozessor der Serie Kaby Lake R mit vier Kernen ist das Notebook im Büroalltag stets schnell genug. Die 8 GByte RAM könnten bei starkem Multitasking knapp werden. Eine Aufrüstung ist durch das Fehlen eines zweiten RAM-Slots aber teuer. Die verbaute M.2-SSD von SK Hynix ist zudem mit etwa 500 MByte/s beim Lesen und Schreiben nicht sehr schnell, da sie per SATA angesteuert wird.

Unter Last wird der Chip schnell sehr warm: Wir messen 99 Grad Celsius. Dafür ist das Notebook niemals wirklich störend laut, im Normalbetrieb sogar komplett geräuschlos. Bei dieser moderaten Nutzung hält auch der Akku erfreulich lange: bis zu 11 Stunden und 30 Minuten. Unter Last sind es noch 4 Stunden und 30 Minuten.

Das Latitude verbindet viele Stärken des großen Thinkpad-Vorbildes und ist leichter und kompakter, wenn auch nicht so schlank wie ein XPS 13. Außerdem ist es mit einem Einstiegspreis von etwa 1.500 Euro noch einmal teurer. Als Arbeitsgerät ist es dennoch eine gute Wahl.

Folgen Sie uns