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Video: Odroid Go - Test

Mit dem Odroid Go kann man Doom spielen - aber dank seines ESP32-Mikrocontrollers ist er auch für Hard- und Softwarebastler empfehlenswert.

Video veröffentlicht am
Odroid Go - Test

Der Odroid Go ist eine eine tragbare Spielkonsole ähnlich Nintendos Gameboy. Er kann aber mit seinem ESP32-Mikrocontroller noch viel mehr als nur Doom und Retrogames.

Zunächst müssen wir ihn aber zusammenbauen. Das ist ziemlich einfach und sollte in maximal einer halben Stunde zu bewältigen sein. Der Bau stellt für Erwachsene keine Herausforderung dar. Es gibt nichts zu löten und als Werkzeug reicht ein kleiner Schraubendreher aus. Allerdings bekommt der Schrauber so einen kleinen Einblick in das Innere solcher Geräte. So wird man ermutigt, kleine Modifikationen, wie zum Beispiel den Einbau eines Kopfhöreranschlusses, selbst vorzunehmen.

Nach dem Zusammenbau kann man sofort loslegen und das Gerät einschalten. Im 16 MByte großen Flashspeicher ist ein Bootloader vorinstalliert, mit dem Programme auf den Odroid Go übertragen werden können. Sie müssen auf einer Micro-SD-Karte vorliegen. Mit dem GoPlay-Paket lassen Emulatoren für das NES, den Game Boy und Game Boy Color, Coleco Vision, Sega Master System und Game Gear ausprobieren.

Sie laufen unterschiedlich gut – so gibt es beim NES sichtbares Screen-Tearing. Überhaupt ist der Bildschirm nicht besonders blickwinkelstabil. Als "Proof of Concept" gibt es auch eine Version von Doom für den Odroid Go. Sie hat keine Musik und läuft mit 20 Bildern pro Sekunde eher langsam. Trotzdem finden wir es beeindruckend, was man aus dem Microcontroller herausholen kann. Doch der Odroid Go hat noch eine andere Seite. Dank integriertem USB-Anschluss kann der ESP 32 des Odroid Go auch ohne Umwege über die Micro-SD-Karte programmiert werden.

Auf der Herstellerwebseite gibt es Tutorials, die zeigen, wie der Odroid Go zum Programmieren lernen oder zur Heimautomatisierung genutzt werden kann. Dabei kann man auch auf die integrierten WLAN- und Bluetooth-Schnittstellen zurückgreifen. Per GPIO-Leiste können außerdem zusätzliche elektronische Baukomponenten angeschlossen werden.  Der Odroid Go bietet nichts sensationell Neues, doch die Summe seiner Eigenschaften und Möglichkeiten bei gleichzeitig günstigem Preis von unter 50 Euro machen ihn für uns zu einem empfehlenswerten Bastel- und Spielgerät.

dreamtide11 30. Jan 2019

Ich habe mir das Ding nach dem ersten Artikel hier gekauft und eigentlich nur positive...

AntonAusTirol 14. Dez 2018

Ganz offiziell, mit Musik, und mit deutlich flotterem Bildaufbau als 20fps.


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