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Video: Vier drahtlose Gaming-Headsets im Test

Zu oft stolpert Golem.de beim Spielen über nervende Kabel. Deshalb testen wir vier Headsets, die auf Kabel verzichten, aber sehr unterschiedlich sind. Von vibrierenden Motoren bis zu ungewöhnlich gutem Sound ist alles dabei. Wir haben auch einen Favoriten.

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Vier drahtlose Gaming-Headsets im Test

Wir müssen sagen: Drahtlose Headsets sind grundsätzlich eine sehr gute Investition in das heimische Gaming-Setup. Ohne Kabel spielen wir einfach angenehmer und können uns bei Bedarf freier bewegen. Das kommt - entgegen bösen Gamer-Klischees - doch des Öfteren vor. Allerdings ist es ratsam, ein Gaming-Headset mit 2,4-GHz-Dongle zu kaufen. Ab 100 Euro gibt es das Hyperx Cloud Flight, das durch einen überraschend guten Klang in Mitten und Höhen überzeugt. Nur tiefe Töne sind recht schwammig, weshalb es eher für Games als für Musik geeignet ist. Außerdem müssen wir auf verschiedene Soundprofile, anpassbare LEDs und ein einklappbares Mikrofon verzichten.

Das Razer Nari Ultimate ist für 200 Euro ein ziemlich einzigartiges Headset. Die integrierten Vibrationsmotoren sind gerade in bombastischen und basslastigen Spielen wie Battlefield 5 beeindruckend. Das hat den Effekt, dass wir in Taktikspielen wie CS:GO Gegner sehr schlecht orten können, was bei einem Gaming-Headset schon fragwürdig ist.

Das ist schade, da die Plattform sehr gut verarbeitet ist und sich komfortabel tragen lässt. Geboten werden ein Software-Equalizer, verschiedene Soundprofile und ein integriertes Mikrofon, das sich einklappen lässt. Die Kopfmassage ist angenehm, aber vielen Nutzern dann doch sicherlich keine 200 Euro wert.

Das Geld ist unserer Meinung nach besser in das Alienware AW988 für 215 Euro investiert. Dessen Klangbild ist sehr ausgeglichen, durch die kleinen 40-mm-Treiber aber nicht allzu voluminös. Wir nutzen das Headset gerne in vielen Spielen, aber besonders in CS:GO, da die räumliche Darstellung von Sound sehr gut ist. Auch das Alienware-Produkt bietet Soundprofile, einen Software-Equalizer und ein integriertes Mikrofon, das sich zudem automatisch stummschaltet, wenn wir es hochklappen. Wem das recht aggressive Design nichts ausmacht, bekommt für das Geld ein sehr komfortables Headset, das wir problemlos elf Stunden tragen können, bis der Akku leer ist.

Ein klangliches Highlight ist das 450 Euro teure Audeze Mobius, das als einziger Kandidat Bluetooth nutzt. Durch die hohe Audiolatenz eignet sich das Headset für Spiele leider nicht, in Filmen und bei Musik stört das weniger. Selbst im Bluetooth-Modus klingt das Headset sehr gut und definiert. Wir können es drahtlos wegen des kaum auffälligen Designs und der guten Verarbeitungsqualität auch als Kopfhörer für unterwegs nutzen.

Das Headset hat Schalter für Soundprofile, Mikrofonlautstärke, Lautstärke und eine Software, die eigentlich Pflicht ist. Darüber können wir den räumlichen Klang und den Software-Equalizer nutzen. Das Mikrofon ist, wie beim Hyperx Cloud Flight, ansteckbar. Es klingt aber wesentlich besser.

Die Vielseitigkeit des Mobius ist Segen und Fluch zugleich. Für 450 Euro bekommen wir exzellente Kopfhörer. Als Gaming-Headset am PC oder der Konsole ist es wegen der Bluetooth-Verbindung aber eher ungeeignet. Als kabelgebundenes Headset ist es allerdings sehr beeindruckend.

Wir empfehlen das Alienware AW988. Es bietet insgesamt das am meisten abgerundete Paket, guten Sound und ist angenehm zu tragen. Und das ist es, was zählt.

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