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13.04.2016 / 12:03

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Privacy-Boxen angesehen

Wie einfach geht Privatsphäre? Wir haben uns Privacy-Boxen verschiedener Hersteller angeschaut und festgestellt: ohne den Nutzer geht es nicht. Getestet haben wir die Trutzbox, den Eblocker, die Relaxbox und die Upribox.

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Privatsphäre, Sicherheit und Werbefreiheit – alles ganz einfach. Das versprechen mittlerweile viele Privacy-Boxen verschiedener Hersteller. Wir haben uns ein paar Geräte genauer angeschaut- mit ganz unterschiedlichen Konzepten. Einige blockieren vor allem Werbung, andere sollen sogar vor Viren und Trojanern schützen. Technisch basieren die meisten Geräte auf Bastelcomputern mit Linux-Betriebssystem.

Die Installation der Testgeräte verläuft ohne große Probleme. Drei von vier Testgeräten bauen nach Anschluss an den Router ein eigenes WLAN-Netzwerk auf, lediglich der Eblocker nutzt die bestehende Infrastruktur aus, was im Test aber auch zu Problemen führte.

In der Praxis sind die Verbindungen über die Geräte oft relativ langsam – und für intensive Anwendungen wie Videostreaming nur bedingt geeignet. Das liegt daran, dass einige Geräte das Tor-Netzwerk nutzen – die Geschwindigkeit unterliegt hier besonders starken Schwankungen. Und trotz Privacy-Box müssen die Nutzer aufpassen, um nicht identifiziert zu werden: Denn auch mit VPN oder Tor-Netzwerk lassen sich Internetnutzer mit Fingerprinting identifizieren.

Für Power-Nutzer ist aus unserer Sicht daher vor allem die Trutzbox geeignet. Sie bietet neben den Anonymisierungsfunktionen einen eigenen Mailserver und bald auch Videokonferenzen über WebRTC – ist aber auch teurer als die anderen Geräte. Um das Gerät richtig nutzen zu können, ist außerdem ein Internetzugang mit leistungsstarkem Upstream zu empfehlen, in Deutschland ist das oft noch ein Problem.

Die Anonymisierungsfunktionen der Geräte sind vor allem für Smartphones interessant, hier sind Addons wie zum Beispiel Ghostery noch nicht so weit verbreitet wie am PC. Außerdem könnten wir die Geräte dank ihrer einfachen Konfiguration vor allem für den Einsatz bei technisch weniger versierten Personen empfehlen, die keine zusätzliche Software auf allen Geräten einrichten und konfigurieren wollen. Powernutzer werden eher bei ihren auf dem Rechner installierten Tools bleiben, weil diese auch für komplexere Anwendungen geeignet sind und eine detaillierte Konfiguration ermöglichen.

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