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Video: Remnant from the Ashes - Test

In Remnant: From the Ashes sterben wir sehr oft. Trotzdem ist das nicht frustrierend, denn wir tun dies gemeinsam mit Freunden. So macht der Kampf in der Postapokalypse gleich mehr Spaß.

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Remnant from the Ashes - Test

Ihr seid tot, ihr seid tot, ihr seid tot. Diesen bildschirmfüllenden Schriftzug bekommen wir im Action-Spiel Remnant: From the Ashes oft zu sehen. Schon auf der unteren von drei Schwierigkeitsstufen fordert uns der Titel viel ab und erinnert dabei an Spiele wie Dark Souls, Bloodborne oder Sekiro. Entwickler Gunfire Games schickt uns in eine postapokalyptische Welt, in der wir gegen fiese Pflanzendämonen, die Root, und andere Wesen antreten.

Das Monsterdesign weiß zu gefallen und überrascht im Verlauf des Spiels mit einigen ausgefallenen Kreaturen.Unter ihnen sind die vielen beeindruckenden Bosse wohl ein Highlight: Mal kämpfen wir gegen einen Banditenanführer, mal gegen einen riesigen Baum, mal gegen einen fetten Oger mit einem Hammer. Ihnen müssen wir mit einfacher, aber guter Steuerung ausweichen: durch Rollen und Rennen.

Wir stellen uns dem Bösen mit einem kreativen Arsenal aus Schusswaffen, Armbrüsten, Strahlenkanonen, Schwertern und Sensen entgegen.Von denen finden wir im Verlauf des Spieles einige.

Außerdem sammeln wir mit Stufenaufstiegen Trait-Punkte, die wir in passive Boni investieren können.Sehr schön: Keines der Schießeisen spielt sich gleich, was durch interessante Mods, Rüstungssets mit verschiedenen Boni und anderer Ausrüstung noch verstärkt wird. Einige Waffen verschießen Feuerkugeln, andere generieren eine Schutzaura.

Die Möglichkeiten in Remnant sind zahlreich. Eines der herausstechenden Merkmale gegenüber anderen Titeln wie Dark Souls ist der kooperative Modus. Wir können mit bis zu zwei Freunden gemeinsam Monster besiegen oder einen qualvollen Tod erleiden.

Im Mehrspieler macht Remnant noch einmal mehr Spaß, wenn wir im letzten Moment unseren Kameraden wiederbeleben oder gemeinsam einen besonders kniffligen Unhold erlegen. Dabei schickt uns das Spiel durch mehrere Welten, die vor dem Start der Kampagne prozedural generiert werden. Auch die im Level auftauchenden Gegnertypen und die Bosse am Ende des Levels werden zufällig ausgewürfelt. Die Kampagne hat dadurch einen sehr hohen Wiederspielwert, etwa auf einem höheren Schwierigkeitsgrad, trotz einer nüchternen Story.

Denn Gunfire Games schafft es nicht, eine epische Geschichte um die eigentlich interessante Pflanzenbedrohung zu erzählen. Zudem sehen wir bereits nach etwa sechs Stunden den Endboss, der offene Fragen und Storylücken nicht erklären kann.

Ganz klar ist die Story auch nicht der Kern von Remnant: Stattdessen macht es Spaß, noch nie gesehene Bosse zu bekämpfen, noch nicht ausgebaute Fähigkeiten zu leveln und noch mehr coole Waffen zu finden.

Dabei macht das gemeinsame Sterben im Coop-Modus einen besonders großen Teil des Spaßes aus, denn geteiltes Leid ist halbes Leid.

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