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22.05.2016 / 20:09

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Zweiter E-Prix in Berlin - Bericht

Ein Rennen mitten in der Stadt: Zum zweiten Mal wurde in Berlin ein E-Prix ausgetragen, ein Rennen der Elektrorennserie Formel E. Die Strecke war im Zentrum aufgebaut, nahe dem Alexanderplatz.

Zweiter E-Prix in Berlin - Bericht

Video: Zweiter E-Prix in Berlin - Bericht (2:55)

Auch in ihrer zweiten Saison gastierte die Formel E wieder in Berlin. Die Strecke war in diesem Jahr im Zentrum aufgebaut. In der internationalen Elektrorennserie treten 18 Fahrer in Rennwagen mit Elektroantrieb gegeneinander an. Von der Form her sind die Autos gleich, die Teams dürfen lediglich einen eigenen Antriebsstrang entwickeln. Da die Kapazität der Akkus nicht für ein ganzes Rennen ausreicht, wechseln die Fahrer etwa zur Rennmitte das Auto.

Am Morgen, beim freien Training, war es noch recht ruhig an der Strecke in der Nähe des Fernsehturms am Alexanderplatz. Die Zuschauer kamen, wie in der Formel E üblich, ganz nah an die Strecke heran. Das Fahrerlager lag neben der Strecke, weshalb die Zuschauer sogar die Möglichkeit hatten, den Mechanikern bei der Arbeit zuzuschauen.

Die erste Spannung gab es am Mittag, als die Fahrer in vier Gruppen zur Qualifikation antraten, um die besten Startplätze herauszufahren. Im Einzelzeitfahren der besten 5 setzte sich der Franzose Jean Eric Vergne durch und errang die Poleposition vor dem Schweizer Sébastien Buemi. Daniel Abt, der jüngste Fahrer im Feld, landete auf Startplatz 3.

Zum Konzept der Formel E gehört es, die Rennen mitten in den großen Städten auszutragen und so mit Spannung für Elektromobilität zu werben.

„Ein großer Erfolg. Die Formel E wächst sehr stark: mehr Partner, mehr Fans - sie hat viel Schwung. Das Rennen hier mitten im Zentrum von Berlin ist ein toller Erfolg. Die zweite Saison ist fast zu Ende, in der Meisterschaft geht es sehr, sehr eng zu. Das mögen wir. Also ein großer Erfolg.“

Alejandro Agag, Chef des Vermarkters Formula E Holdings (FEH)

Bis zum Start hatten sich die Tribünen gefüllt. Logenplätze hatten die Anwohner: Sie verfolgten das Rennen vom Balkon oder vom Fenster aus.

Kurz nach 16 Uhr schaltete die Ampel auf grün, und die Fahrer starteten in das 48 Runden lange Rennen auf dem knapp 2 Kilometer langen anspruchsvollen Kurs. In der ersten Kurve überholte Buemi bereits Vergne. Der konnte sich die Führung kurzzeitig zurückholen, wurde dann aber wieder von Buemi überholt.

Auch im hinteren Teil gab es viel Spannung: Nick Heidfeld etwa verbesserte sich von Startplatz 16 bis auf Platz 7. Kurz vor Ende des Rennens musste nach einem Unfall sogar das Safety Car auf die Strecke.

Buemi gab die Führung dann nicht mehr ab und gewann den zweiten E-Prix von Berlin. Platz zwei belegte Daniel Abt - es war sein bisher bestes Ergebnis in der Formel E. Sein Teamkollege Lucas di Grassi landete auf Platz 3, behält aber die Führung in der Meisterschaft, einen Punkt vor Buemi. Die Entscheidung in der Meisterschaft fällt Anfang Juli in London.

Berlins Innensenator Frank Henkel sagte nach dem Rennen, er würde sich freuen, wenn die Formel E im nächsten Jahr wieder nach Berlin komme.

Bei den Berlinern kam das Rennen ganz gut an - auch wenn einige Besucher durchaus Verständnis dafür hatten, dass es für die Anwohner mit Behinderungen verbunden war.

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