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Video: Vaio SX 14 - Test

Das Vaio SX14 ist wie schon die Vorgänger ein optisch hochwertiges Notebook mit vielen Anschlüssen und einer sehr guten Tastatur. Im Golem.de-Test zeigen sich allerdings Schwächen beim Display, dem Touchpad und der Akkulaufzeit, was das Comeback der Marke etwas abschwächt.

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Vaio SX 14 - Test

Die Marke Vaio kommt nach langer Pause nach Deutschland zurück: Lizenznehmer Trekstor verkauft etwa das SX14, das ab 2.000 Euro kostet und damit wie die Vorgänger eher ein teures Businessnotebook ist. Unser Testmuster wird für 2.500  Euro verkauft. Den hohen Preis rechtfertigt das direkt in Japan gefertigte Produkt mit einem edel aussehendem Chassis und vielen, vielen Anschlüssen.    

  Tatsächlich weiß das SX14 optisch zu gefallen. Das kupferfarbene Gehäuse aus Carbon und Aluminium ist zudem mit etwas mehr als einem Kilogramm Gewicht recht leicht. Vaio schafft es auch, ein 14-Zoll-Full-HD-Display in einem Gehäuse zu verbauen, das fast genauso groß ist wie das Gehäuse des älteren 13-Zoll-Vorgängers.  Das geringe Gewicht hat allerdings zur Folge, dass sich das Material an einigen Stellen leicht eindrücken lässt, was das gute Gefühl hinsichtlich der  Qualität  etwas mindert. Auch unschöne Kratzer sind viel schon nach wenigen Tagen zu sehen.    

    Anschlüsse hat das Notebook reichlich: Neben drei USB-A-Buchsen finden Anwender USB-C, HDMI in voller Größe, Ethernet, einen SD-Kartenleser und sogar VGA – beeindruckend. Außerdem ist ein LTE-Modem standardmäßig vorhanden.    

  Die beim Ausklappen leicht angeschrägte Tastatur unseres Testmusters stellt sich als sehr gute Lösung heraus. Das Chiclet-Design mit größerem Abstand zwischen den Tasten ist nahezu unverändert geblieben. Entsprechend gut ist das Tippgefühl. Leider hat das neue Gerät auch das mickrige Touchpad des Vorgängers übernommen, an das wir uns auch nach langer Benutzung nicht gewöhnen können.    

  Das Gleiche gilt für das recht schwach leuchtende, dafür entspiegelte Display. Mit etwa 242 Candela pro Quadratmeter ist es eher für Innenräume geeignet. Auch die Akkuleistung ist eher unterdurchschnittlich. Der 35-Wattstunden-Energiespeicher schafft unter moderater Last bei 200 cd/m knapp 3 Stunden. Maximal sind im wenig realistischen Idle etwas unter sieben Stunden möglich. Der Lüfter ist während des  Tests nur unter Last zu hören.    

  Das liegt womöglich auch an der an sich potenten Hardware. Der Core i7-8565U mit vier Kernen und acht Threads kann auf 16 GByte Arbeitsspeicher zurückgreifen. Zudem ist eine schnelle 512-GByte-NVMe-SSD verbaut. Zum Schreiben und für Büroarbeiten ist diese Konfiguration gut geeignet, für  Videoschnitt eher weniger.    

  Die Rückkehr der früher beliebten Vaio-Serie ist unserer Meinung nach nicht ganz geglückt, was größtenteils am viel zu hohen Preis liegt: Optisch ist das leichte Alu-Chassis noch immer top, allerdings zu empfindlich. So sieht das Notebook eher auf dem Chefschreibtisch gut aus,  solange es nicht zu grob angefasst wird.

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