Video: Honbike UNI4

Wir sind das Honbike UNI4 Probe gefahren.

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Honbike UNI4

Das Honbike Uni4 ist eine verpasste Chance. Eigentlich hat es alles, was wir bei einem einfachen Pedelec für die Stadt brauchen. Einige Design-Entscheidungen und vor allem die sehr preisbewusste Komponentenwahl machen den guten ersten Eindruck jedoch zunichte.

Sitzt man auf dem Rad, hat man zunächst den Eindruck, der Lenker sei verstellt, weil das Oberrohr schräg verläuft. Ansonsten ist das Honbike Uni4 schnörkellos gestaltet und die sechsspeichigen Räder lassen es zweifellos modern wirken. Seine großzügige maximal zulässige Zuladung von 120 Kilogramm sieht man dem kompakten 20 Kilo schweren Rad nicht an.

Technisch ist das Pedelec ebenso zweckmäßig wie stadtfreundlich ausgestattet. Es gibt keine Gangschaltung, aber einen Riemenantrieb, der mit dem 250 Watt starken Motor in der Hinterachse gekoppelt ist. Die Übersetzung ist so gewählt, dass beim Anfahren nur wenig Kraft vonnöten ist. Ein Drehmomentsensor fehlt.

Was uns gut gefallen hat: Das Rad war im Auslieferungszustand StVZO-konform, außerdem gibt es nützliche Details wie den lumineszierenden Moduswahlschalter und eine Dimmung des einfachen beleuchteten LC-Displays, sobald das Licht eingeschaltet wird.

Die Übersetzung ist wie gesagt sehr anfahrtauglich gewählt, bei längeren Strecken strampelten wir aber ganz schön. Nach einer Weile hatten wir uns zwar daran gewöhnt, für richtig lange Touren finden wir sie jedoch untauglich. Untauglich ist leider das Wort, das uns zu den mechanischen Scheibenbremsen in den Sinn kam. Die schwache Bremskraft und das laute Quietschen fielen uns an jeder Ampel auf – und anderen Verkehrsteilnehmern ebenso. Das ist schade, denn das Honbike Uni4 machte sich mit seinem leisen Motor und dem lautlosen Riemen im Stadtverkehr sehr gut. Die drei Unterstützungsmodi sind kraftvoll und das Rad ließ sich agil durch die Straßen manövrieren, selbst wenn der Lenker nicht komplett eingeschlagen werden kann und eine Federung fehlt.

Weitere Sparmaßnahmen betreffen die Bereifung, die nicht pannensicher ist, und den einfach gehaltenen Ladeanschluss, in den ein Hohlstecker an einer schmutzanfälligen Stelle am Hinterrad eingesteckt wird. Das Rad lädt mit dem kompakten und leichten Netzteil bis zu viereinhalb Stunden, der 432-Wattstunden-Akku ist nicht entnehmbar.

Das Honbike Uni4 kann beim Hersteller für 1.800 Euro¬†gekauft¬†werden, verschiedene Versandhändler bieten es derzeit ab 1.600 Euro an.

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