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29.09.2016 / 06:59

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Unsichere Baustellenampeln - Bericht

Baustellenampeln eines deutschen Herstellers können vergleichsweise leicht aus der Ferne übernommen werden.

Unsichere Baustellenampeln - Bericht

Video: Unsichere Baustellenampeln - Bericht (1:24)

Grüne Welle per Knopfdruck. Der Traum vieler Autofahrer wird bislang nur in Computerspielen wie Watchdogs oder in Hackerfilmen Wirklichkeit. Der Angriff auf vernetzte Ampelsysteme dient außerdem seit vielen Jahren als beliebte Darstellung von Bedrohungen durch IT-Infrastruktur.

Doch auch in der Realität ist eine Fernsteuerung von Ampelanlagen möglich – weil Hersteller nicht auf etablierte Sicherheitsstandards setzen und alte Sicherheitslücken nicht patchen. Eine Untersuchung des Projekts Internetwache.org zeigt, dass Baustellenampeln eines deutschen Herstellers aus dem Internet ferngesteuert werden können.

Dabei können Angreifer über eine Fernwartungssoftware auf die Systeme der Ampel zugreifen und die Grünphasen und weitere Einstellungen verändern. Außerdem kann auf alle anderen Applikationen des auf Windows CE basierenden Systems zugegriffen werden, etwa auf den lokalen Speicher oder den Task-Manager. Der Zugang zum Internet erfolgt über ein GSM-Modem. Weder der Hersteller noch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik haben die Probleme bislang behoben. 

Die verwundbaren Ampeln kommen vor allem an Baustellen zum Einsatz, wo die Gefahren für Autofahrer und Fußgänger auf Grund der unübersichtlichen Verkehrssituation ohnehin größer sind. Ein Statement zu den Sicherheitslücken wollte der Hersteller auf Anfrage von Golem.de leider nicht abgeben.

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