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Video: God of War (2018) - Fazit

Viele langjährige Fans von Kratos dürften beim neuen God of War erst mal vom Glauben abfallen. Der Neue hat aber auf eigenständige Art ebenfalls das Zeug zum Kulthelden.

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God of War (2018) - Fazit

Fazit

Viele langjährige Fans von Kratos dürften beim neuen God of War erst mal vom Glauben abfallen: Über weite Strecken gibt es statt brachial-brutaler Kloppereien ein relativ braves Action-Adventure im Stil von Uncharted oder Tomb Raider. Und der Gott des Krieges steht neben seinem klugen Sohn nun manchmal wie ein etwas einfältiger älterer Kauz da. Macht aber nichts: Natürlich ist Kratos trotzdem ein Held, vor allem aber entpuppt sich das Abenteuer der beiden im Spielverlauf als neues Meisterwerk, das mit toller und abwechslungsreicher Grafik, spannenden Kämpfen und vor allem mit einer wunderbar inszenierten Handlung punktet.

Die Story um den superstarken Vater und den schlauen, aber vermeintlich schwächlichen Sohn ist mehr als schmückendes Beiwerk. Die Handlung ist manchmal berührend und traurig, aber auch mit Humor erzählt. Es ist herzwärmend zu verfolgen, wie Kratos und Atreus sich kennenlernen und die Distanz zwischen den beiden schwindet.

Auch in den Kämpfen funktioniert das Zusammenspiel der beiden, was den Auseinandersetzungen eine gelungene zusätzliche Ebene und stellenweise viel Dramatik verleiht. Das macht so viel Spaß, dass wir uns trotz der gelegentlichen Kameraprobleme sogar mehr Gefechte gewünscht hätten, speziell gegen große Gegner. Der Fokus auf Rätsel, Gespräche und Klettern ist uns in God of War manchmal eine Spur zu groß.

Gestört haben uns auch die überkomplexen Menüs und einige verwirrend aufgebaute Umgebungen - beides sorgt für Frustmomente. Trotzdem, wegen dieser letztlich nebensächlichen Detailmängel sollte sich kein Spieler dieses wunderbare Spiel entgehen lassen. Auch wenn man viele der Elemente aus den alten God of War vermisst: Der neue Kratos hat auf eigenständige Art ebenfalls das Zeug zum Klassiker.

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