Video: Probefahrt mit dem Corsa-e

Wir haben den vollelektrischen Opel Corsa-e einen Tag lang in Berlin und Brandenburg Probe gefahren.

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Probefahrt mit dem Corsa-e

Der Autokonzern Opel will mit dem neuen Corsa ein Elektroauto fürs Volk auf den Markt bringen. Trotz alltagstauglicher Reichweite und Ladegeschwindigkeit soll der Preis des Kleinwagens mit Verbrennermodellen vergleichbar sein. Wir haben uns einen Tag angeschaut, ob Opel sein Versprechen halten kann.

Auf unserer eintägigen Probefahrt sind wir 250 Kilometer durch Berlin und durch Brandenburg über die Autobahn gefahren.

Sowohl an Wechselstrom als auch an einem Schnelllader mit Gleichstrom haben wir den Corsa aufgeladen.

Unser erster Eindruck ist dabei durchaus positiv ausgefallen.

Unter der Motorhaube sitzt ein 100 Kilowatt starker Elektromotor.

Dieser beschleunigt den Corsa in gut acht Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde.

Ein Zwischensprint von 80 auf 120 km/h ist in gut sechs Sekunden möglich. Das ist hilfreich bei Überholvorgängen auf Autobahn und Landstraßen.

Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h wird der Corsa abgeregelt.

Gegen Aufpreis kann der Corsa selbst lenken und den Abstand zum Vordermann einhalten.

Nach 15 Sekunden erhält der Fahrer zunächst eine optische Warnung, dass er wieder das Lenkrad übernehmen soll.

Nach weiteren zehn Sekunden folgt eine akustische Warnung. Im Armaturendisplay blinkt es rot.

Bei höheren Geschwindigkeiten wie auf der Autobahn steigt der Verbrauch auf 30 Kilowattstunden pro 100 Kilometer.

Doch der Corsa-e kann laut Opel mit bis zu 100 Kilowatt geladen werden.

Das haben wir an einem Ionity-Lader südlich von Berlin getestet.

Auf immerhin 88 Kilowatt stieg die Ladeleistung des Kleinwagens bei Ladebeginn.

Mit bis zu 11 Kilowatt lädt der Corsa an einer Wechselstromsäule. Die Basisversion lädt allerdings nur mit einphasig bis zu 7,4 Kilowatt.

Gegen Aufpreis legt Opel noch ein Ladekabel mit Adaptern für Drehstromsteckdosen und weitere Anschlüsse bei.

Der Kofferraum ist wegen des Akkus etwas kleiner als bei den Verbrennermodellen.

Auf der Rückbank stoßen Erwachsene leicht mit dem Kopf ans Autodach.

Für einen Kleinwagen verfügt der Corsa-e über eine gute Basisausstattung mit Verkehrszeichenerkennung, Geschwindigkeitsbegrenzer und Kollisionswarner.

Ein Multimedia-Navi mit 10-Zoll-Touchdisplay ist gegen Aufpreis erhältlich.

Dieses zeigt auch die Ladestationen der Umgebung an. Die Stationen innerhalb des unterlegten Kreises sind noch mit der Akkuladung zu erreichen.

Insgesamt ist Opel mit dem Corsa-e ein ansprechender vollelektrischer Kleinwagen gelungen.

Wenn die Produktion nach der Corona-Zwangspause in Spanien wieder anläuft, wird sich zeigen, ob Opel damit der Konkurrenz davonfahren kann.

MrAndersenson 17. Apr 2020 / Themenstart

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/opel/opel-corsa-e/

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