Video: Samsung QLED 8K Q800T - Test

Samsungs preisgünstiger 8K-Fernseher hat eine tolle Auflösung, schneidet aber insgesamt nicht so gut ab.

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Samsung QLED 8K Q800T - Test

Mit dem QLED 8K Q800T hat Samsung einen 8K-Fernseher im Angebot, den man mittlerweile wohl als bezahlbar bezeichnen könnte. Ab 3.500 Euro kostet das 75-Zoll-Gerät, das auf unserem Testtisch fast schon karikativ riesig aussieht. Passend dazu läuft eine Geforce RTX 3090 Grafikkarte, die für 8K-Spiele und andere Inhalte ausgelegt sein soll. Der Q800T hat insgesamt vier HDMI-Anschlüsse verbaut. Allerdings ist nur einer von ihnen wirklich für für die Darstellung der hohen Auflösung in nativen 60 Hz mit HDMI 2.1 spezifiziert – eine essentielle Voraussetzung für 8K-Content. Leider hat Samsung vergessen, dass an die Ports selbst oder in die Betriebsanleitung zu schreiben. Nach ein wenig Probieren und dem zusätzlichen Kauf eines passenden Ultra-High-Speed-Kabels – nein das liegt hier nicht bei - konnten wir Windows 10 nativ in 8K darstellen. Unser Ersteindruck: Die Auflösung ist sehr beeindruckend. Selbst aus weniger als einem Meter Entfernung sind einzelne Pixel kaum auszumachen. Auch in einigen Spielen weiß 8K zu gefallen. So können wir den Action-Shooter Doom Eternal sogar in spielbaren Frameraten oberhalb der 60 Hz genießen. In Shadow of the Tomb Raider war selbst mittels Tricks wie DLSS keine stabile 60-FPS-Marke zu erreichen. Im Benchmark führte das zu sichtbaren Schlieren und stockenden Bildern. Absurd wird es in Age of Empires 2: Definitive Edition. Ja, der Strategie-Klassiker unterstützt 8K-Auflösungen und nein, spielbar ist es dann nicht mehr. Einzelne Figuren sind so winzig, dass wir sie kaum erkennen können. Zumindest sehen wir die gesamte Spielkarte auf einem Blick. Generell halten wir das QLED-Panel des Fernsehers gerade bei starren Bildern für ungenügend. Die unregelmäßig ausgeleuchtete Fläche erzeugt auf hellen und dunklen Flächen Lichthöfe und inonsistente Farben. Auch wird das Panel an den Bildschirmränder sichtbar dunkler. Wir würden den TV daher wirklich nur für das Anzeigen von Bewegtbildern verwenden, welche die Lichtflecken weitestgehend kaschieren. In den meisten Situationen leuchtet der Fernseher hell genug. Wir messen maximal 490 cd/m². Auch ist die 125-prozentige SRGB-Farbabdeckung für die meisten Anwendungen völlig ausreichend. Die Farbgenauigkeit Delta E von maximal 1,3 ist ebenfalls gut. Übrigens kann der 8K-Fernseher keine 8K-Inhalte von einer USB-Festplatte abspielen. Entsprechende Videoformate werden vom Tyzen-Betriebssystem nicht unterstützt. 8K-Inhalte müssen wir also aus anderen externen Quellen wie Onlinemedien beziehen. Und die sind – abseits einiger gut optimierter Games und Demovideos auf Youtube – zurzeit noch immer sehr rar gesät. Wir würden daher das Geld für den Q800T lieber in einen vernünftigen 4K-Fernseher stecken. Samsung, LG, Sony und andere Hersteller bieten diese mittlerweile wesentlich preisgünstiger an.

mimimi 17. Feb 2021 / Themenstart

"Ich habe einen QLED 8K Q800T - Ultra 8K 75 Zoll Megadolle Hell TV. " - Und was machst du...

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