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Video: Blackberry Key2 - Test

Das Blackberry Key2 überzeugte uns nicht im Test - trotz guter Tastatur.

Video veröffentlicht am
Blackberry Key2 - Test

Das Blackberry Key2 sieht dem Keyone auf den ersten Blick sehr ähnlich. Auch auf dem Key2 lassen sich Texte komfortabel lesen, durch längere Listen oder die Bildergalerie kann mühelos mit dem Daumen der haltenden Hand gescrollt werden.

Tatsächlich ist das Tippen von Texten auf dem Key2 angenehmer als beim Vorgänger, durch die spürbar größeren Tasten kommen Fehleingaben seltener vor. Mit dem neuen Speed Key führt Blackberry Mobile eine neue Taste auf dem typischen Blackberry-Layout ein, die bei gleichzeitigem Drücken mit einer Buchstaben-Taste auch abseits des Startbildschirms eine vorher definierte Aktion ausführt oder eine App aufruft. Darüber hinaus hat der Hersteller ein großes Manko des Keyone und noch älterer Blackberrys beseitigt: Beim Key2 sitzen alle Funktionstasten auf der rechten Seite, der nun geriffelte Power-Knopf quetscht sich zwischen die Lautstärkewippe und die Komforttaste.

Wie bereits im Keyone verbaut Blackberry Mobile im Key2 ein 4,5 Zoll großes Display im 3:2-Format. Durch das bei Smartphones eher ungewöhnliche Seitenverhältnis ist die Darstellungsfläche kürzer als bei üblichen 16:9- oder den noch längeren 18:9-Bildschirmen. Das angenehm blickwinkelstabile IPS-Panel stellt 1.620 x 1.080 Pixel dar, das sind gute 433 Pixel pro Zoll. 

Das Key2 hat keine Highend-Hardware an Bord, stattdessen Qualcomms Mittelklasse-Chipsatz Snapdragon 660 mit acht Kryo-260-Prozessorkernen. Immerhin hat der Hersteller den Arbeitsspeicher aufgestockt, er ist mit 6 GByte angemessen groß für ruckelfreies Multitasking. Der interne Speicher ist je nach Modell 64 GByte oder 128 GByte groß. Ein Steckplatz für eine MicroSD-Karte ist vorhanden.

Eine Enttäuschung ist die Touch-Erkennung der QWERTZ-Tastatur. Um dem Nutzer das Tippen ein wenig zu erleichtern, werden auf dem Touchscreen jeweils drei - in der Regel hervorragend in den Kontext passende - Wortvorschläge angezeigt, die durch das Wischen von unten nach oben über das Tastenfeld in den Satz eingefügt werden. Die Tastatur registriert diese Flick-Type-Eingabe allerdings auf den von uns getesteten Geräten unerwartet schlecht, vor allem in der Spalte über der Leertaste stockt es. Wirklich Freude bereitet die Bedienung des Smartphones so nicht.

Die Abbildungsleistung der beiden Kameras auf der Rückseite überzeugt uns nicht. Blackberry Mobile baut neben einem Objektiv mit normaler Brennweite eines für den längeren Telebereich ein, durch das eine zweifache optische Vergrößerung erzeugt werden kann. Beide Kameramodule lösen Fotos mit 12 Megapixel auf. Selbst bei Tageslicht ist uns kein Bild gelungen, das uns hinsichtlich der Schärfe durchweg gut gefallen hätte. Die 8-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite schafft kein scharfes Selbstportrait - enttäuschend.

Das Blackberry Key 2 kostet in der 64-GByte-Version 650 Euro. Die 128-GByte-Version mit Dual-SIM-Funktion kostet 700 Euro und sollte in Kürze erscheihen. Wir finden das eindeutig zu teuer für die gebotene Qualität - selbst Blackberry-Fans sollten sich einen Kauf zweimal überlegen.

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