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Video: Wochenrückblick KW 18 2018

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 28. April bis zum 4. Mai 2018 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Video veröffentlicht am
Wochenrückblick KW 18 2018

Facebook versucht Neustart

[Anmod] Das soziale Netzwerk will den Skandal um missbrauchte Nutzerdaten hinter sich lassen. Getrübt wird der Neuanfang jedoch durch den Abgang des zweiten Whatsapp-Gründers Jan Koum.

[Bericht] Mit neuen Produkten und besserem Datenschutz will Facebook-Chef Mark Zuckerberg den Skandal um die Analysefirma Cambridge Analytica hinter sich lassen. Die Mitglieder erhalten künftig die Möglichkeit, das Tracking durch Facebook und durch Partnerdienste zu unterbinden. Der Tracking-Verlauf kann zudem gelöscht werden. Auf der Entwicklerkonferenz F8 kündigte Zuckerberg außerdem eine Datingfunktion an. Damit sollen Mitglieder im Laufe des Jahres nach einem neuen Partner suchen können – und zwar ohne dass Freunde oder Familie das in der Timeline sehen.

Unruhe herrscht hingegen bei der Tochterfirma Whatsapp. Im Streit über Datenschutz und strikte Verschlüsselung will Firmengründer Jan Koum das Unternehmen verlassen. Die Oculus-Tochter wiederum hat das Oculus Go veröffentlicht, ein drahtloses Headset mit Smartphone-Hardware. Unser Test des Geräts zeigt, dass es eine sehr gute Bildqualität aufweist und bequem zu tragen ist. Allerdings haben das Oculus Go und der dazugehörige Controller nur drei Freiheitsgrade und kein Positional Tracking, was die Möglichkeiten einschränkt.

Mann verklagt Frankreich

Dem Besitzer der Domain France.com wurden die Besitzrechte entzogen - nachdem er darunter 23 Jahre lang eine Webseite betrieben hat. Das französische Außenministerium sah eine Markenrechtsverletzung und hatte die Übertragung der Rechte angestrebt. Dagegen wehrt sich der ursprüngliche Besitzer nun vor Gericht.

Neues Messtool

Die Bundesnetzagentur hat eine installierbare Version ihrer Breitbandmessung veröffentlicht. Dass das Messtool nicht automatisiert, sondern nur manuell laufen kann, macht es nicht sehr nutzerfreundlich, erklärte der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Meltdown und Spectre

[Anmod] Zum Bekanntwerden der Sicherheitslücken Meltdown und Spectre Anfang des Jahres sorgten deren Patches vermeintlich für enorme Leistungseinbußen. Unsere Analyse zeigt, dass dies nicht der Fall ist.

[Bericht]

Die Sicherheitslücken sind seit vier Monaten bekannt und die Patches dafür sorgten für teils sehr fragwürdige Benchmark-Ergebnisse. Denn die Tests stressen die Betriebssysteme auf extrem unrealistische Weise. So übersteigt die Anzahl der Systemaufrufe massiv die üblichen Werte von echten Anwendungen. Ähnliches gilt für das Testen von Schreib- und Leseraten mit Werkzeugen wie Flexible I/O. Diese verursachen unnötig viele Systemaufrufe und laufen meist bei Volllast. Auch das entspricht keinen echten Anwendungen.

Nach breit angelegten Tests mit Partnern sprechen deshalb Chip-Hersteller Intel oder auch Linux-Distributor Red Hat von Leistungseinbußen von höchsten zehn Prozent. Zum Optimieren eigener Anwendungen empfehlen die Kernel-Entwickler Faktoren zu beachten, die auch bisher schon wichtig waren: die Anzahl von Systemaufrufen, Interrupts, Kontextwechseln oder Seitenfehlern.

Neue Gimp-Version

Für das kostenlose Bildbearbeitungsprogramm Gimp steht ein neuer Major Release bereit: In der Version 2.10 gibt es neben einer neuen Benutzeroberfläche 32 Bit Farbtiefe pro Kanal, Multithreading und ein integriertes Farbmanagement. Damit schließt das Programm zum Konkurrenten Photoshop auf.

Schwimmendes Atomkraftwerk

Ein schwimmendes Atomkraftwerk: Pewek, die nördlichste Stadt Russlands, soll künftig vom Atomkraftwerk Akademik Lomonossow mit Strom versorgt werden. Es wurde in St. Petersburg auf einem Schwimmponton gebaut. Der wird seit dieser Woche nach Murmansk geschleppt. Dort kommen die Brennstäbe an Bord. Anschließend geht es weiter zum Bestimmungsort in Sibirien. 2019 soll das Kraftwerk den Betrieb aufnehmen.

Zensurumgehung blockiert

Amazon und Google deaktivieren eine für Zensurumgehung beliebte Technik: Das Domain-Fronting. Dabei baut eine Webanwendung vorgeblich eine Verbindung zu einem nicht-zensierten Server auf, der eigentliche Traffic geht dann aber zum geplanten Ziel. Getroffen hat es in diesem Fall die Messenger-App Signal.

Pay-TV

Der Pay-TV-Sender Sky bekommt eine neue Oberfläche. Mit Sky Q lässt sich der Dienst bequemer als bisher auf mehreren Geräten nutzen. Erstmals kann der Pay-TV-Dienst auch auf einem Apple TV und aufs Samsungs Tizen-Fernsehern verwendet werden. Aber ohne Zusatzkosten geht das nicht.

Leiser Luftzug

Noctuas neuer 120-mm-Lüfter weist zwischen Impeller und Rahmen einen Abstand von nur einem halben Millimeter auf. Er erreicht so eine hohe Förderleistung und einen hohen statischen Druck bei niedriger Lautheit. Der NF-A12 eignet sich für Gehäuse und Kühler gleichermaßen.

Mehr Windows

Knapp vor dem 1. Mai hat Microsoft das Windows 10 April 2018 Update freigegeben. Es bringt mit Timeline eine Übersicht der letzten 30 Tage. Auch der Edge-Browser wird umfangreicher. Derweil gibt es Verbesserungen bei Outlook und mit Office 2019 eine neue Software abseits vom cloudbasierten Office 365.

Verstärkung

Zum Schluss noch etwas in eigener Sache: Wir suchen ab sofort Verstärkung für das Golem.de-Team: Wer bei uns in Vollzeit Redakteur oder Redakteurin für IT-Sicherheit werden will, meldet sich bitte unter jobs@golem.de.

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