Video: Kia EV 3 Probe gefahren

Video veröffentlicht am
Kia EV 3 Probe gefahren

Der EV3 ist Kias preiswertestes Elektroauto: Der Mittelklassewagen ist in der Basisversion für deutlich unter 40.000 Euro zu haben. Dafür bekommen Käufer ein hochwertig verarbeitetes Fahrzeug mit Funktionen, die Kia auch bei teureren Wagen einsetzt.

Interessant ist der EV3 vor allem mit der großen Batterie: Das 81-kWh-Modul sorgt auch im Winter für eine Reichweite von um die 400 km, selbst bei vielen unökonomischen Stadtfahrten. In einer knappen halben Stunde lädt der EV3 von 10 auf 80 Prozent – das ist auch auf Langstrecken akzeptabel.

Mit Zusatzoptionen wie der zweiten Version des Autobahnassistenten fährt es sich dann auch äußerst komfortabel: Wir müssen wie beim Standardassistenten nicht nur nicht auf Geschwindigkeitsanpassungen und Kurven achten, sondern können auch Spurwechsel automatisch vornehmen lassen.

Die Geschwindigkeitsanpassung hat jedoch ihre Tücken: In einigen Fällen hat der EV3 nicht automatisch das Tempo reduziert. In der Stadt nervt die Schildererkennung zudem damit, zeitlich begrenzte Tempo-30-Zonen nicht zu erkennen. Insgesamt funktionieren die Assistenzsysteme aber sehr gut und zuverlässig.

Der Spurhalte- und Lenkassistent beispielsweise hält den Kia gut auf der Straße, auch in Bereichen mit Baustellen. Wir müssen nur eine Hand auf das Lenkrad legen, damit der Assistent aktiviert bleibt.

Der EV3 liegt sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn gut auf der Straße und kommt schnell genug vom Fleck. Neben One-Pedal-Driving hat das Fahrzeug Kias Auto-Rekuperationsmodus, der die Bremskraftgewinnung nach Fahrsituation anpasst – das ist sehr praktisch.

Eher in die Kategorie “Spielerei” ordnen wir den automatischen Parkassistenten ein: Wir können den Kia über den Schlüssel in eine Parkbucht fahren, ohne selbst im Wagen zu sitzen. Sobald es keine sichtbaren Markierungen gibt, funktioniert das allerdings nicht mehr.

Einen echten automatischen Parkmodus für paralleles Parken hat der EV3 zudem nicht.

Das Infotainmentsystem reagiert flink und bietet eine gute Übersicht über die einzelnen Funktionen. Die Navigation fügt bei langen Strecken automatisch Ladepunkte hinzu.

Ungewöhnlich ist die Stauraumsituation: Anstelle eines Fachs in der Mittelkonsole hat der EV3 eine Schale am Boden und einen ausziehbaren Tisch. Der ist an sich eine nette Idee, etwas verschließbarer Stauraum außerhalb des Handschuhfachs hätten wir uns aber auch noch gewünscht.

Insgesamt ist Kias EV3 ein absolut solides Gesamtpaket in der Mittelklasse und eine starke Konkurrenz zum Skoda Elroq und Volvos EX30. Die Basisversion ist ab 36.000 Euro erhältlich, mit der großen Batterie gibt es den Wagen ab 41.400 Euro.

Folgen Sie uns