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23.09.2017 / 09:00

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Wochenrückblick KW 38 2017

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 16. bis zum 22. September 2017 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Wochenrückblick KW 38 2017

Video: Wochenrückblick KW 38 2017 (4:55)

Bundestagswahl sicher?

Morgen ist Bundestagswahl – und auch wenn der Wahlkampf nur wenige Leute vom Hocker haut, gab es einige Neuigkeiten im Bereich IT-Sicherheit.

Denn die Webseiten fast aller Parteien weisen zum Teil kritische Sicherheitslücken auf. Bei der SPD kann ein Repository samt Passwort inspiziert werden, die CDU setzt auf veraltetes Drupal. Die Grünen zeigten, welche Seiten sich ihre Nutzer anschauen, bei der FDP wurde unfreiwillig für Viagra geworben. Nicht nur bei den Webseiten, sondern auch bei der Wahlsoftware gab es Probleme. Der CCC hat diese Woche eine "Datenspende" veröffentlicht, mit der die schlimmsten Sicherheitslücken geschlossen werden sollen. Entwarnung gibt es immerhin an einer anderen Stelle. Denn die befürchtete Einmischung russischer Hacker ist zumindest nach bisherigen Erkenntnissen des Innenministers ausgeblieben.

Milliarden-Deal

HTC erhält Unterstützung von Google. Für 1,1 Milliarden US-Dollar wechseln einige HTC-Entwickler zu Google, dazu gibt es eine Lizenz für HTC-Patente. Damit könnte das Überleben des kriselnden Smartphone-Herstellers gesichert werden.

E-Bus kommt weit

Das US-Unternehmen Proterra hat einen Reichweitenrekord für Elektrofahrzeuge aufgestellt: Mit einer Akkuladung fuhr der Elektrobus Catalyst E2 Max auf einer Teststrecke 1.772,2 Kilometer. Das ist gut 140 Kilometer weiter als der bisherige Rekord, den 2011 ein Studententeam aus Süddeutschland aufstellte.

iOS 11 im Test

Apple hat diese Woche die 11. Version von iOS veröffentlicht. Wir haben sie getestet, dabei etliche alte Apps verloren und gute Neuerungen gefunden.

Die Neue Version unterstützt keine 32-Bit-Apps mehr und ändert viel in der Bedienung. Das gilt insbesondere für iPad-Nutzer. Es gibt ein jederzeit einblendbares und sehr praktisches Dock das zugleich für die Verwendung mehrerer Apps zuständig ist. Für alle Nutzer hat Apple das Kontrollzentrum stark überarbeitet. Doch Obacht. Wer dort WLAN und Bluetooth abschaltet trennt nur noch einige Verbindungen. Die Funkmodule bleiben aber an, um weiter Airdrop oder auch Verbindungen zur Apple Watch zu ermöglichen. Das Update ist für iPad-Nutzer klar zu empfehlen. Besitzer vieler alter Apps müssen sollten sich dagegen gut überlegen, ob sie auf iOS 11 wechseln.

Ccleaner gehackt

Das Optimierungsprogramm Ccleanerist mehr als einen Monat lang mit Malware ausgeliefert worden, wie das zu Cisco gehörende Talos-Team mitgeteilt hat. Die meisten Nutzer müssen offenbar keine konkreten Folgen fürchten – denn es scheint sich um einen gezielten Angriff auf große Tech-Konzerne wie Microsoft, Intel und Cisco zu handeln.

Apache-Server bluten

Eine Sicherheitslücke im Apache-Server namens Optionsbleed ist vom Aufbau ähnlich wie Heartbleed, aber zum Glück mit weniger weitreichenden Folgen. Das hat der Hacker und Golem.de-Autor Hanno Böck entdeckt. Wenn die Options-Funktion aktiviert ist, können private Speicherbereiche an einen Angreifer gesendet werden. Kurios: Bereits 2014 wurde das Verhalten in einem wissenschaftlichen Paper beschrieben – aber nicht als Sicherheitsproblem erkannt.

Abends im Kabelnetz

TV-Kabelnetzbetreiber haben große Probleme, die angebotenen hohen Datenübertragungsraten für Privatkunden bereitzustellen, besonders abends. Golem.de hat die drei großen Kabelnetzbetreiber dazu befragt.

Unitymedia, Tele Columbus und Vodafone haben Stellung zum Kapazitätsausbau mit Node- oder Clustersplits genommen. Unitymedia investiert nach eigenen Angaben ein Viertel seines Umsatzes ins Netz. Von der Planung bis zur Durchführung eines Nodesplits vergehen durchschnittlich etwa neun Monate, in Einzelfällen sogar 15. Das Kabel ist ein Shared Medium, alle Haushalte in einem Netzabschnitt teilen sich die verfügbare Bandbreite. Einem DSL-Test der Computerbild zufolge ist der Kabelkunde dennoch im Durchschnitt zwei- bis dreimal so schnell unterwegs wie Kunden mit klassischem DSL-Anschluss. Probleme traten demnach bei der Datenrate vor allem an Kabelanschlüssen von Tele Columbus und Vodafone auf. Vodafone wollte jedoch auf Anfrage von Golem.de keine Probleme einräumen, auch Tele Columbus sieht sich nicht betroffen.

Glasfaserausbau bis 2037

Der Bitkom-Hauptgeschäftsführer Berhard Rohleder geht davon aus, dass erst in 20 Jahren zu jedem Haus in Deutschland Glasfaser führt. Für eine flächendeckende Versorgung brauche Deutschland etwa eine Million Kilometer Glasfaser, doch es gebe bei den Baufirmen aktuell nur Kapazitäten, um jährlich 50.000 bis 70.000 Kilometer zu legen, sagte er.

Probleme bei Parkplatzerkennung

Die automatische Erkennung freier Parkplätze ist technisch nicht so einfach wie gedacht. Selbst große Unternehmen wie Bosch oder Siemens sind in Pilotprojekten gescheitert. Bosch will die erforderlichen Bodensensoren nicht weiterentwickeln. Der Aufwand ist zu hoch. Siemens macht hingegen trotz wenig ermutigender Ergebnisse weiter. Ein neuer Radarsensor soll bessere Ergebnisse liefern.

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