Video: Helmholtz-Forscher arbeiten am Künstlichen Blatt - Bericht

Sonnenlicht spaltet Wasser: Ein Team von Helmholtz-Forschern bildet die Photosynthese technisch nach, um Wassesrtoff zu gewinnen.

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Helmholtz-Forscher arbeiten am Künstlichen Blatt - Bericht

Das künstliche Blatt sieht auf den ersten Blick überhaupt nicht aus wie ein Blatt. Die winzige Siliziumscheibe könnte auch ein Computerchip sein - oder eine Solarzelle. Wie bei dieser reagiert auch hier das Element auf einfallendes Licht. Der Vorgang ist aber ungleich komplexer - und photo-elektro-chemisch.

Einen entscheidenden Anteil an der Effizienz des künstlichen Blattes hat seine Oberflächenbeschaffenheit. Im Labor in Geesthacht experimentiert man mit verschiedenen Beschichtungen, die die Ausbeute verbessern sollen. Mit bloßem Auge betrachtet sieht der Halbleiter glatt aus - aber unter dem Rasterkraftmikroskop kommen die Strukturen zum Vorschein und geben Hinweise auf Verbesserungspotenzial.

Und das ist das Ziel der Geesthachter: die vorhandene Technologie zur Anwendungsreife zu bringen und zu optimieren. Denn die Ausbeute ist zwar im Labormaßstab schon recht gut, aber das künstliche Blatt kann trotzdem noch nicht mit dem natürlichen mithalten.

Die Forscher am Helmholtz-Institut schätzen, dass erste Anlagen mit der Technologie in frühestens 10 Jahren zur Verfügung stehen werden. Und so geht die künstliche Sonne in Geesthacht wohl noch eine ganze Weile jeden Tag auf und bescheint die Siliziumblätter.

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