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Video: Fahrt mit Alstoms Brennstoffzellenzug - Bericht

Wasserstoff statt Diesel: Der Nahverkehrszug der Zukunft soll sauber fahren. Der französische Konzern Alstom hat einen Zug mit einem Brennstoffzellenantrieb entwickelt, der ohne Oberleitung elektrisch fährt. Wir sind eingestiegen.

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Fahrt mit Alstoms Brennstoffzellenzug - Bericht

Das erste Mal mit Passagieren auf einer öffentlichen Bahnstrecke: Alstom hat den Brennstoffzellenzug Coradia iLint vorgestellt. Zu der Fahrt von Wiesbaden nach Frankfurt hatte der französische Konzern Journalisten und den hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir eingeladen.

Der Zug hat einen elektrischen Antrieb. Den Strom erzeugen zwei Brennstoffzellen, die auf dem Dach untergebracht sind. Der Treibstoff ist Wasserstoff, das Abgas ist Wasserdampf. Ein Akku unterstützt den Zug beim Beschleunigen und speichert zurückgewonnene Bremsenergie. O-Ton Jörg Nikutta 2:27 "Dass ein großer Teil des Netzes in Deutschland, aber ehrlicherweise auch in Gesamteuropa, keine Oberleitungen hat, sind öffentliche Zahlen. Wir haben uns, 2012 wars, überlegt: Wie kann man ökologischen Verkehr anbieten, ohne überall Oberleitungen legen zu müssen. Da ist Wasserstoff ein idealer Energieträger. Denn wenn Sie den Zug einmal mit Wasserstoff betanken, kann er 1.000 Kilometer fahren, genauso wie ein Dieselzug, und ist damit frei einsatzfähig für den Betreiber, genauso wie ein Dieselzug. Das macht ihn ihn sehr universell und sehr flexibel." Die Idee hatten 2012 zwei Mitarbeiter von Alstom. Bei der Untenehmensleitung kam die jedoch zuerst nicht gut an. O-Ton Stefan Schrank "Die Skepsis kam einfach daher, weil man nicht wusste, dass die Brennstoffzellen und die Brennstoffzellentechnologie insgesamt heute schon so weit entwickelt ist, dass man solche Antriebe robust und solide erstellen kann." "So ein Schienenfahrzeug im täglichen Einsatz wird sehr hohen Beanspruchungen ausgesetzt und die Skepsis war da, ob tatsächlich diese Antriebstechnologie diese Ansprüchen genügen kann." Gedacht ist der Brennstoffzellenzug für Strecken, die nicht mit Oberleitungen ausgestattet sind. Dort fahren jetzt Züge mit Dieselantrieb. Die soll der saubere Brennstoffzellenzug ersetzen. O-Ton Tarek Al-Wazir, nach 0:39 Wir haben zu wenig elektrifizierte Strecken in Deutschland, im Schnitt 60 Prozent. In Hessen sind wir bei 67 Prozent. Wenn man weiß, dass man mit der Elektrifizierung vor über 100 Jahren angefangen hat, sieht man: Das Tempo ist nicht schnell genug. Und das wird nicht überall so schnell klappen. In bestimmten Bereichen können diese Brennstoffzellenzüge uns dabei helfen, ein besseres Angebot, ein komfortableres, schnelles Angebot zu machen, und zwar ohne Dieselabgase. Das genau ist das Tolle daran. Und wenn man das noch kombinieren kann mit dem Tanken in Höchst, wo der Wasserstoff als Koppelprodukt sowieso anfällt, dann ist eigentlich alles perfekt." Der Zug wird schon bald im regulären Einsatz sein. Diesen Sommer wird er im Bereich Bremerförde im normalen Fahrgastbetrieb eingesetzt. Im Großraum Frankfurt gibt es Gespräche 2022 solche Züge zu benutzen.

DarioBerlin 24. Apr 2018 / Themenstart

Mich würde interessieren was aus Hazer geworden ist. Die wollten eine Wasserstoff Megafab...

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