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Der Atari Portfolio war einer der ersten Palmtop-Computer der Welt - und ist auch 30 Jahre später noch ein interessanter Teil der Computergeschichte. Golem.de hat sich den Mini-PC im Retrotest angeschaut.

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Der Atari Portfolio gilt als der erste Palmtop der Welt, also ein Computer, der nicht wesentlich größer als eine ausgestreckte Hand ist. Trotz seiner für das Jahr 1989 sehr geringen Größe ist der Portfolio ein DOS-kompatibler PC.

Gedacht war er für Geschäftsleute, die auch unterwegs an Tabellenkalkulationen und Textdokumenten arbeiten mussten. Außerdem sind ein Kalender, ein Adressbuch und ein Taschenrechner vorinstalliert.

Nach heutigen Maßstäben wirken die Anwendungen natürlich etwas antiquitiert und umständlich zu benutzen. Zur Zeit des Portfolio stellte das Gerät aber eine der leichtesten Möglichkeiten dar, PC-Büroarbeiten von unterwegs aus zu erledigen.

Beim Tippkomfort sind allerdings einige Abstriche zu machen: Die Tastatur des Portfolio ist zwar vollständig, dadurch aber auch sehr klein. Die Tasten haben einen eigenartigen Druckpunkt, richtig schnell lässt sich auf dem Portfolio nicht tippen.

Die unterwegs erstellten Dateien lassen sich auf größeren PCs weiternutzen: Dank eines seriellen Interface und eines passenden Kabels können Textdateien und Tabellenblätter auf einen PC übertragen werden. Dafür verwenden wir ein sehr einfaches Programm von Atari, das uns die Dateien verschicken lässt. Wer heute auf diese Weise Daten auf seinen Portfolio bringen möchte, benötigt allerdings einen DOS-PC mit seriellem Anschluss.

Für den Portfolio wurde eine relativ große Auswahl an Software geschrieben, auch Spiele. Dank eines fehlenden Grafikmodus sind diese zwar eher einfach gehalten, manche - wie Tetrad - machen aber durchaus Spaß.

Der Portfolio ist auch 30 Jahre nach seiner Veröffentlichung ein interessanter Teil der Computerhistorie. Atari hat das Gerät jedoch kein Glück gebracht: Nicht einmal zehn Jahre später war das Unternehmen Geschichte.

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