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Video: Intel NUC8 (Crimson Canyon) - Test

Der NUC8 alias Crimson Canyon ist der erste Mini-PC mit einem 10-nm-Chip von Intel. Dessen Grafikeinheit ist aber deaktiviert, weshalb Intel noch eine Radeon RX 540 verlötet. Leider steckt im System eine Festplatte, weshalb der NUC8 sehr träge reagiert und vergleichsweise laut wird.

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Intel NUC8 (Crimson Canyon) - Test

Das ist der Crimson Canyon: So nennt Intel intern den NUC8, den einzigen Mini-PC am Markt mit einem in 10 nm gefertigten Prozessor. Aber der Reihe nach: Das kompakte System misst 117 x 112 x 52 mm und hat dennoch genügend Anschlüsse. An der Frontseite gibt es einen Infrarotempfänger, eine Audioklinke und zwei USB-Ports, wobei der gelbe eine Schnellladefunktion hat.

Auf der Rückseite befinden sich Intel-Gigabit-Ethernet, zwei HDMI 2.0a und noch zwei USB-Ports. Der SD-Kartenleser mit halber Bautiefe links ist eher langsam, an der Ecke sitzt noch eine Öse für ein Kensington-Schloss. Im Betrieb des NUC8 fällt auf, dass er nicht sonderlich leise ist und zudem träge reagiert. Ein Blick ins Innere zeigt, dass Intel eine lahme Festplatte samt Windows 10 verbaut hat – schade angesichts des Preises. Immerhin können wir im freien M.2-Steckplatz eine flotte SSD montieren. Der Arbeitsspeicher ist fest verlötet, Gleiches gilt für Prozessor und Grafikeinheit.

Der Cannon Lake genannte Core-i3-Chip hat zwei Kerne samt Hyperthreading und ist der erste mit Intels 10-nm-Verfahren. Das läuft aber so schlecht, dass die integrierte GPU abgeschaltet und zusätzlich eine Grafikeinheit von AMD verlötet wurde. Der Prozessor entspricht einem langsamen Ultrabook-Pendant, und das gilt auch für die Radeon RX 540: Ältere oder anspruchslose Spiele laufen in 1080p mit reduzierten Details rund, für mehr ist das unter Last recht laute System zu schwach. Intel verkauft den NUC8 mit 8 GByte RAM und einer 1-TByte-Festplatte für etwa 450 Euro.

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