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Video: Wochenrückblick KW 05 2019

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 26. Januar bis 1. Februar 2019 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Video veröffentlicht am
Wochenrückblick KW 05 2019

Top 1: Killswitch-Legende

[Anmoderation] Spionage und Sabotage stehen als Vorwürfe weiter gegen den Ausrüster Huawei im Raum, der auch in Deutschland beim Ausbau des 5G-Netzes aktiv ist.

[Bericht] Einem Bericht des ARD-Hauptstadtstudios zufolge könnte China durch eine Backdoor in der Huawei-Technik eine Art Killswitch nutzen, um das Netz in Deutschland abzuschalten - beispielsweise auf dem Höhepunkt einer politischen Krise oder gar im Zuge einer kriegerischen Auseinandersetzung. Das sagte der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes Gerhard Schindler der ARD. Schindler ist seit über zwei Jahren Lobbyist für Sicherheitsfirmen. Wie Golem.de aus informierten Kreisen erfuhr, betonten die Netzbetreiber bei einem geheimen Treffen im Bundeswirtschaftsministerium, dass sie "die volle Verantwortung und volle Kontrolle über das Netz" hätten, einen Killswitch gebe es nicht. Alle Anbieter forderten die Prüfung von Huaweis Quellcode, womit sich der 5G-Ausrüster einverstanden erklärte. Die Telekom will weiter mit Huawei zusammenarbeiten.

Raspberry Pi auf RAM-Modul

Die Raspberry Foundation hat das Compute Module 3+ vorgestellt. Dieses bringt die Hardware eines Raspberry Pi 3 Model B im RAM-Modul-Format. Das Produkt wird es in vier verschiedenen Versionen ab 25 US-Dollar geben und soll etwa in Industrieanlagen Verwendung finden.

Notebooksbilliger.de entlässt Chef

Der Chef von Notebooksbilliger.de, Oliver Ahrens, muss das Unternehmen verlassen. Die missglückte Fusion mit Medimax soll jedoch nicht der Grund für die Entlassung sein, sondern der weitere Kurs der Onlinehändlers.

Top 2: Teslas ungewisse Zukunft

[Anmoderation] Tesla hat im vierten Quartal 2018 einen kleinen Gewinn erzielt. Doch die Konkurrenz macht dem US-Elektrohersteller zunehmend zu schaffen.

[Bericht] Tesla-Chef Elon Musk sagte Analysten am Mittwoch, er glaube weiter an das exponentielles Wachstum des Unternehmens. 50 Prozent Wachstum sein möglich, selbst in einer Rezession. Das Geschäft läuft, auch beim Model 3, das lange ein Problemfall war. Es war 2018 in den USA das meistverkaufte Auto im Premium-Segment. Dennoch war das Jahr 2018 kein Erfolg: Tesla hat es mit einem Verlust von 976 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Insgesamt belaufen sich die Schulden auf etwa elf Milliarden US-Dollar. Musk reagiert mit einem harten Sparkurs. Doch der betrifft auch Kunden, die keine Vorteile mehr durch Werbung neuer Käufer bekommen und mehr Geld fürs Laden an den Superchargern zahlen sollen. Hinzu kommt, dass 2019 einige interessante Elektroautos auf den Markt kommen, auch in dem Premium-Bereich, den Tesla bisher beherrscht.

Ausfall bei Azure

Microsofts Cloud-Dienste Azure und Office 365 hatten diese Woche mit Ausfällen zu kämpfen. Viele Kunden konnten sich nicht anmelden. Eine Reihe von Fehlern führte gar zum automatisierten Löschen einiger SQL-Datenbanken und Kunden verloren Daten über einen Zeitraum von etwa fünf Minuten.

Gewinnrückgang bei Apple

Apples Gewinn und Umsatz sind erstmals seit über einem Jahrzehnt in einem Dezemberquartal zurückgegangen. Der Gewinn sank leicht auf 19,97 Milliarden US-Dollar, obwohl der Steuersatz von 26 auf 16,5 Prozent gesenkt worden war. Der Umsatz fiel um 4,5 Prozent auf 84,31 Milliarden US-Dollar.

Top 3: Turbulenzen bei Facebook

[Anmoderation] Gute Quartalszahlen, aber kritische Berichte zum Datenschutz: Das soziale Netzwerk Facebook hat in dieser Woche mit sehr unterschiedlichen Themen Schlagzeilen gemacht.

[Bericht] Mark Zuckerberg will die Integration des Messengerdienstes Whatsapp in Facebook und Instagram weiter vorantreiben. So sollen alle Nachrichtenapps des Netzwerks eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bekommen. Zudem sollen die Anwendungen verknüpft werden. Kritiker befürchten dadurch Nachteile beim Datenschutz für Whatsapp-Nutzer. Die Pläne werden jedoch frühestens 2020 umgesetzt. Ärger wegen des Datenschutzes hatte Facebook wegen einer angeblichen Forschungsapp. Für 20 Dollar pro Monat gewährten Nutzer dem Netzwerk Zugriff auf privateste Daten. Zudem hatte Facebook die App für iOS-Geräte an Apple vorbei installieren lassen. Dafür entzog Apple dem Unternehmen kurzerhand ein Enterprise-Zertifikat. Das löste Chaos in der Facebook-Zentrale aus, weil viele Apps nicht mehr funktionierten. Tröstlich war hingegen der Quartalsgewinn von fast sieben Milliarden US-Dollar. Ein Rekord.

Um die Ecke

Digitalkamera statt Periskop: US-Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, um hinter ein Hindernis oder um eine Ecke zu sehen. Sie nutzen eine Wand als Reflektor. Mit einer Digitalkamera nehmen sie die Wand auf. Ein Algorithmus analysiert Licht und Schatten darauf und rekonstruiert das Geschehen. Die Entwickler wollen das System nutzen, um autonome Autos sicherer zu machen.

Schuh schnürt schön

Nach Nike hat auch Puma einen selbstschnürenden Schuh vorgestellt: Der Fi zieht eine Reihe von Bändern automatisch zu, sobald der Nutzer ihn anzieht. Über ein Touchpad kann die Schnürung gelockert oder verstärkt werden. Alternativ kann dafür auch eine App verwendet werden.

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