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Video: Wochenrückblick KW 19 2019 - Ein Blick in die Zukunft

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 4. bis 10. Mai 2019 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

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Wochenrückblick KW 19 2019 - Ein Blick in die Zukunft

Viel Azure, wenig Windows

Azure, Microsoft 365 und Mixed Reality: Auf der Entwicklerkonferenz Build 2019 hat Microsoft viele Neuerungen und Ergänzungen gezeigt. Der Chromium-Edge-Browser erhält einen IE-Modus und Privatsphäre-Tools. Office 365 wird um weitere Machine-Learning-Elemente wie den Ratgeber Ideas for Word erweitert. Außerdem stellt das Fluid Framework Office-Dokumente als in Webseiten einbaubare Elemente bereit. Entwickler freuen sich über ein überarbeitetes Windows-Terminal mit Tabs und Emoji-Unterstützung. Um das Betriebssystem Windows 10 war es hingegen recht still.

Google, Google, Google

Google hat auf der Entwicklerkonferenz I/O 2019 neue Hardware vorgestellt - zum ersten Mal nach einigen Jahren. Das Pixel 3a ist das erste Mittelklasse-Smartphone der Pixel-Serie: Für 400 Euro bekommen Käufer ein Smartphone mit Hardware der gehobenen Mittelklasse. Das Besondere an dem Gerät ist die Kamera: Es handelt sich um die gleiche, die auch im teureren Pixel 3 verbaut ist. Die Hardware sowie die kommende Android-Version wurden während der Keynote aber nur nebensächlich erwähnt. Viel Zeit verbrachten die Redner rund um Google-Chef Sundar Pichai damit, auf Googles Verdienste beim Thema Datenschutz hinzuweisen. Damit folgt das Unternehmen Facebook: Auf deren kürzlich abgehaltenen Entwicklerkonferenz versicherte Mark Zuckerberg ebenfalls, dass die Daten der Nutzer sicher seien.

Super-Lidar gesucht

Für das autonome Fahren sollen Laserscanner unerlässlich sein. Viele Unternehmen wollen daher günstige und zuverlässige Lidare für den Massenmarkt entwickeln. Laserscanner haben bei der Erkennung der Fahrzeugumgebung einige Vorteile gegenüber anderen Sensoren wie Kameras und Radaren. Doch Lidare sind häufig noch nicht robust genug für den harten Einsatz im Autobereich und noch sehr teuer. Von Tesla abgesehen setzt die Industrie dennoch auf diese Laserscanner. Neue Techniken sollen die Sensoren massentauglich machen. Selbst Apple sucht nach einem Anbieter mit revolutionärem Design. Ein Super-Lidar für Nah- und Fernbereich ist aber noch lange nicht in Sicht.

Kathrein am Ende

Der Restrukturierungsexperte Hans-Joachim Ziems will seine Arbeit beim Antennenhersteller Kathrein in wenigen Monaten mit dem Verkauf fast des gesamten Geschäfts beenden. Nach der Veräußerung der Mobilfunksparte an Ericsson und der Automotive-Einheit an Continental wolle er auch die Rundfunk- und die Satellitengeschäfte verkaufen, sagte Ziems.

Elektro- Mercedes

Das Elektroauto Mercedes EQC kann seit dieser Woche vorbestellt werden. Das SUV, das in Bremen gebaut wird, hat einen 300 kW starken Vierradantrieb mit zwei Motoren. Die Reichweite gibt Mercedes mit 450 km an. Das Fahrzeug kostet in der Basisversion knapp 71.300 Euro vor Abzug der Kaufprämie. Wann die Autos ausgeliefert werden, hat der Hersteller nicht mitgeteilt.

Supercomputer

In den USA entsteht der weltweit schnellste Supercomputer: Der Frontier ist für eine Rechenleistung von über 1,5 Exaflops ausgelegt. Das System wird von Cray gebaut und nutzt Hardware von AMD, genauer kommende Epyc-CPUs und Radeon-Instinct-Beschleunigerkarten. Der Frontier soll 2021 ans Netz gehen.

Geheim und anonym

Im Darknet wird es etwas dunkler. Die CIA ist mit einer eigenen Webseite im Tor-Netzwerk vertreten. Um sie zu erreichen, benötigen die Besucher den Tor-Browser. Informanten sollen so den Geheimdienst über die Seite sicher, anonym und nicht rückverfolgbar kontaktieren können. Ob die CIA über die Darknet-Seite auch Waffen und Drogen - zum Beispiel an von den USA unterstütze Terroristen - vertreibt, ist unbekannt.

Intel Roadmap

Intel hat auf dem alljährlichen Investor Meeting seine Pläne für die kommenden Jahre offengelegt: Zum Weihnachtsgeschäft 2019 sollen erste Ultrabooks mit 10-nm-Ice-Lake-Prozessoren verfügbar sein und 2020 dann die Tiger-Lake-Generation mit 10+ nm. Für 2021 sieht der Hersteller die 7-nm-Technik vor, hier wird aber ein Grafikchip den Anfang machen.

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