Video: Spyra Gravity ausprobiert
Nachdem Spyra mit der Spyra Three und Spyra LX bereits bewiesen hat, wie cool typisch deutsches Overengineering sein kann, haben wir begeistert auch den neuen Spyra Gravity ausgepackt.
Der ist nämlich keine gewöhnliche Wasserpistole, sondern eine Antwort auf die Frage: Was wäre, wenn Rambo eine Wasserpistole entwickeln würde? Der Gravity schleudert bis zu vier Wasserbomben, die in ein integriertes Trommelmagazin geladen werden.
Besonders cool: Ein Display an der Oberseite zeigt an, wie viele Bomben noch im Magazin stecken. Ein rotes Licht signalisiert uns zudem, ob der Werfer geladen und feuerbereit ist. Da kommt Vorfreude auf!
Bevor es losgeht, müssen wir aber erst einmal Wasser in die Wasserbomben laden. Spyra hat zu diesem Zweck Gummikugeln entwickelt, deren zwei Hälften mit Magneten zusammengehalten werden. Bei einem Aufprall springen die Kugeln auf und machen ihr designiertes Ziel besonders nass.
Während die Wasserbomben stets gut funktionieren und ihren wässrigen Inhalt gut und dicht halten, wird der eigentliche Werfer schnell zur Enttäuschung. Der Ladevorgang gestaltet sich bereits als langwieriger Prozess, bei dem wir jede Bombe einzeln laden und jedes Mal die Ladeklappe schließen und öffnen müssen. Auch können wir ein halbvolles Magazin nicht einfach nachfüllen. Zuerst müssen wir alle geladenen Bomben verschießen.
Nach nur wenigen Schuss blieb sowieso meist eine der Bomben im Werfer stecken. Manchmal konnten wir nicht einmal den Pumpgriff nicht vollständig zurückziehen, da der Mechanismus klemmte. Es ist uns auch passiert, dass Bomben feststeckten und sich dadurch im Gehäuse öffneten. Die einzigen, die dadurch nasswurden, waren wir selbst.
Das geschlossene Gehäuse bietet auf der Unterseite zwar eine Zugangsklappe, um feststeckende Munition herauszunehmen. Allerdings sind die Seiten nicht abnehmbar. Die Bomben stecken meist direkt im Lauf fest. Hier hilft nur kräftiges Klopen und Schütteln. Da ist Frust vorprogrammiert.
Wenn der Gravity dann doch funktioniert, schleudert er Bomben mit einer eher geringen Geschwindigkeit von 30 Metern pro Sekunde. Halten wir den Werfer 45 Grad in die Luft, dann fliegen die Bomben etwa 10 bis 15 Meter weit. Immerhin ist der Blaster ziemlich präzise.
Wir haben deshalb schnell auf die traditionelle Wasserbombenmethode zurückgegriffen: In die Hand nehmen und selbst werfen. Kein gutes Zeichen für ein Spielzeug, das 110 Euro kostet und sich fast ausschließlich an Erwachsene richtet. Für Kinder ist der Gravity zu schwer, groß und umständlich zu bedienen.
