Video: Wochenrückblick KW 48 2020 - An apple a day...

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Zeit vom 21. bis zum 27. November 2020 fassen wir die wichtigsten Ereignisse der IT- und Technikwelt zusammen.

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Wochenrückblick KW 48 2020 - An apple a day...

Tolles Macbook Air

Das Macbook Air ist eines der ersten Notebooks mit Apples M1-Prozessor auf ARM-Basis. In unserem Test stellt sich heraus, dass dieser tatsächlich gute Arbeit leistet. Das Unternehmen setzt auf das bekannte Chassis aus Metall eine exzellente Tastatur-Trackpad-Kombination. Durch den M1 erreicht es eine längere Akkulaufzeit und gute Leistung im Vergleich zum Vorgänger. Im Innern sieht es vergleichbar aufgeräumt aus, wie auch iFixit festgestellt hat. Wenige Komponenten sind austauschbar und in einzelne schwarze Taschen eingewickelt. Der auffällige Unterschied: Ein Lüfter fehlt.

Apple M1 im Test

Der M1 ist Apples erstes System-on-a-Chip für Mac-Systeme. Das ARM64-basierte Design besteht aus acht CPU-Kernen, einer Grafikeinheit, einer Neural Engine, einer Secure Enclave, PCIe Gen4 Lanes sowie NVMe- und LPDDR4X-Speichercontroller. Im Macbook Air ist der M1 für 10 Watt ausgelegt, dennoch rechnet der Chip schneller als aktuelle AMD- und Intel-Modelle in diesem Segment. Dank der Rosetta-Übersetzungsschicht läuft selbst x86-Code ziemlich flott. Zur Entwicklung geeignet ist der M1 derzeit bedingt: Zwar stehen Xcode und einige Kommandozeilenwerkzeuge nativ bereit, die Unterstützung einzelner Sprachen oder Werkzeuge ist aber oft noch nicht gegeben und Rosetta nur teilweise hilfreich. Eine Virtualisierung oder Docker-Container sind derzeit nicht produktiv nutzbar.

Wo sind die Grafikkarten?

Die Nachfrage nach den Geforce RTX 3000 und den Radeon RX 6000 ist sehr hoch, vor allem aber sind die Grafikkarten seit Wochen kaum lieferbar; nur sporadisch und zu Preisen, die weit über den Herstellerempfehlungen liegen. Zwar leiden derzeit Lieferungen aus Asien nach Europa darunter, dass die Preise für Luft- und Seefracht signifikant gestiegen sind. Das ist aber nicht der alleinige Grund für die schlechte Verfügbarkeit, der ist noch weiter hinten in der Lieferkette zu suchen: bei den Auftragsfertigern TSMC und Samsung Foundry. Deren Kapazitäten oder Ausbeute reichen nicht aus, um mehr Chips für Grafikkarten zu produzieren. Entspannung dürfte erst 2021 eintreten.

Mini-Rechner für Linux

Mit dem Librem Mini bietet der Linux-Hardwarehersteller Purism einen kleinen Desktop-PC an, den wir getestet haben. Kurz zusammengefasst ist der Librem Mini ein Nuc für Linux. Als Besonderheit setzt der Librem Mini auf die freie Firmware Coreboot. Gegen Aufpreis kann der Bootprozess mit Pureboot abgesichert werden. Die Firmware bis hin zur Linux-Boot-Partition wird dann auf Veränderungen überprüft. Ist alles in Ordnung, blinkt der zugehörige USB-Sicherheitsschlüssel Librem Key grün. Das Gerät wird mit dem hauseigenen Betriebssystem PureOS ausgeliefert, das auf der Linux-Distribution Debian basiert. Entsprechend gut wird die verbaute Hardware von Linux unterstützt.

Einfach Gaming?

Einschalten und Spaß haben - so sollte es eigentlich laufen mit Konsolen und Handhelds. In der Praxis ist das aber anders: Entweder müssen sich potenzielle Käufer einer Playstation 5 mit Bots anlegen, um wenigstens eine Chance auf die begehrte Hardware zu haben. Oder sie können - im Falle der Game & Watch von Nintendo - das Gerät umprogrammieren und andere Titel darauf spielen. Spaßig ja, einfach nicht unbedingt.

Bitmusik auf Vinyl

Dem Softwareentwickler und Bastler Jozef Bogin ist es gelungen, ein angepasstes FreeDOS-Betriebssystem von einer Schallplatte zu laden und zu booten. Dazu hat er sich mehrerer Tricks bedient, um das eigentlich analoge Signal in für Computer lesbare Binärsignale umzuwandeln. Dabei halfen ein Signalfilter und ein Kassettenmodem.

Porsche driftet

Porsche hat in dieser Woche einen interessanten Rekord gemeldet: Ein Fahrer driftete in dem Elektroauto Taycan eine Stunde lang um eine 200 Meter lange Kreisbahn. Er legte in 210 Runden 42,171 km zurück, ohne dass die Vorderräder in Richtung des Kurvenverlaufs zeigten. Das ist Rekord für ein Elektroauto.

Amazon in Achim

Seit dem Jahr 2017 wurde verhandelt, nun wird Amazon einen neuen Standort in Achim bei Bremen eröffnen. Doch statt der erhofften 2.000 Arbeitsplätzen werden es nur 1.000.

Lizengo insolvent

Der frühere Edeka-Partner und Softwarehändler Lizengo ist insolvent. Microsoft hatte sich gegen den Verkauf von Keys in Deutschland gewehrt, die keine gültigen Nutzungsrechte haben sollen.

Spotify-Zugangsdaten geleakt

Über 300.000 Zugangsdaten für den Musikstreamingdienst Spotify haben zwei Forscher in einer ungeschützten Datenbank im Internet entdeckt. Diese stammt nicht von Spotify selbst, sondern wahrscheinlich von Kriminellen. Die könnten die Zugangsdaten aus anderen Datenlecks bei Spotify durchprobiert haben.

2077 beginnt bald

Nach vielen Jahren des Wartens ist es bald soweit: Am 10. Dezember erscheint Cyberpunk 2077. Einer der Entwickler spielt bereits, und zwar inzwischen rund 175 Stunden in der Kampagne - im höchsten Schwierigkeitsgrad. Eine wichtige neue Information für PC-Spieler: Zum Start wird nur Raytracing auf Grafikkarten von Nvidia unterstützt - die AMD-Implementierung folgt später.

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