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Video: Wochenrückblick KW 24 2019 - Verzockt!

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 8. bis zum 14. Juni 2019 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

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Wochenrückblick KW 24 2019 - Verzockt!

5G-Auktion beendet

Die unendlich scheinende 5G-Auktion ist am Donnerstag doch noch zu Ende gegangen. Die Versteigerung für die Frequenzbereiche 2 GHz und 3,6 GHz bei der Bundesnetzagentur lief über 13 Wochen und wurde heftig debattiert. Der Erlös von rund 6,6 Milliarden Euro lag weit über den Erwartungen. 1&1 Drillisch, ein Tochterunternehmen von United Internet, ersteigerte zwei Frequenzblöcke à 2 x 5 MHz im Bereich 2 GHz und fünf Frequenzblöcke à 10 MHz im Bereich 3,6 GHz für einen Gesamtpreis von 1,07 Milliarden Euro. Damit schlage das Unternehmen ein neues Kapitel in seiner Geschichte auf, sagte Firmenchef Ralph Dommermuth. Als vierter Netzbetreiber werde man neue Geschäftsfelder erschließen. Bisher teilen sich Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica den Markt. Sie versuchten vergeblich, durch ihr Bieterverhalten den Eintritt eines neuen Konkurrenten zu verhindern, trieben allerdings die Preise nach oben.

Spiele auf der E3

Wir haben diese Woche auf der Spieleentwicklermesse E3 Watch Dogs Legion angespielt, uns durch die Tiefen von Minecraft Diablo - ähem: Minecraft Dungeons - gekämpft und uns Marvel’s Avengers angeschaut. Es war ein ungewöhnliches Jahr für die Spielemesse in Los Angeles: Sony war nicht selbst vor Ort, dafür wird plötzlich der Streamingdienst Stadia von Google bei vielen Titeln ganz selbstverständlich als Plattformen mit angegeben. Microsoft hat seine nächste Xbox angekündigt, aber nicht viel mehr als vage Angaben zur Leistungsstärke gemacht. Richtig spannend wird es wohl auf der nächsten E3, falls der Konkurrenzkampf zwischen Microsoft, Sony und Google bis dahin voll entbrennt.

16 Kerne von AMD

AMD hat die Spielemesse E3 2019 genutzt, um zwei Grafikkarten vorzustellen: Die Radeon RX 5700 XT und die RX 5700 basieren auf der neuen RDNA-Architektur. Die intern Navi genannten Modelle sollen pro Takt deutlich flotter und vor allem energieeffizienter sein als bisherige Pixelbeschleuniger. AMD positioniert die Karten gegen Nvidias Geforce RTX 2070 und RX 2060, setzt die Preise aber ein bisschen niedriger an, erscheinen sollen sie im Juli 2019. Für September ist überdies der Ryzen 9 3950X geplant, eine 16-Kern-CPU für den Sockel AM3, der Chip wird 750 US-Dollar kosten.

Supereffizientes Flugzeug entwickelt

Das US-Unternehmen Otto Aviation hat im Geheimen ein Flugzeug entwickelt, das viel weniger Treibstoff verbrauchen soll als vergleichbare herkömmliche Maschinen. Es hat einen zigarrenförmigen Rumpf und wird von einem Druckpropeller angetrieben. Kürzlich wurde Celera 500L bei Tests auf dem Rollfeld entdeckt. Der Erstflug könnte kurz bevorstehen.

Nie wieder Reifenpanne

Der französische Hersteller Michelin hat einen Autoreifen vorgestellt, der nicht kaputt gehen kann. Uptis ist nicht mit Luft gefüllt. Stattdessen sorgen stoßabsorbierende Strukturen in seinem Innern für Stabilität. Der US-Hersteller General Motors will sein Elektroauto Chevrolet Bolt testweise damit ausrüsten. 2024 soll Uptis auf den Markt kommen.

Open Source beim Cern

Microsoft hat die Lizenzkosten für das Forschungsinstitut Cern massiv erhöht. Nun sucht das Institut nach Open-Source-Alternativen, da es die Kosten nach eigenen Angaben nicht tragen kann. Den Anfang macht ein Umzug des E-Mail-Servers auf eine eigene Lösung.

Matrix 1.0 veröffentlicht

Nach fünf Jahren Entwicklungszeit ist die erste stabile Version des Messengers Matrix erschienen. Sowohl die API als auch die Referenzimplementierung Synapse erscheinen als 1.0. Der Messenger soll vor allem stabil und sicher sein, unter anderem werden valide TLS-Zertifikate von den Matrix-Servern verlangt."

Google zeigt Pixel 4

Das ist ungewöhnlich: Google hat nach den Spekulationen um das kommende Pixel 4 ein eigenes Foto des Geräts veröffentlicht. Es wird als erstes Pixel-Smartphone eine Dualkamera haben.

Google versus Abblocken

Nach heftiger Kritik lockert Google die geplanten Beschränkungen für Adblocker unter Chrome - bleibt aber weit hinter den Forderungen der Entwickler zurück. Hersteller auf Chrome basierender Browser wie Opera oder Vivaldi denken darüber nach, die Einschränkungen nicht zu übernehmen.

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