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Video: Wochenrückblick KW 22 2019 Schnelle Chips und grüne Wahlen

Im Golem.de-Wochenrückblick für die Woche vom 25. bis zum 31. Mai 2019 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der IT- und Technikwelt.

Video veröffentlicht am
Wochenrückblick KW 22 2019 Schnelle Chips und grüne Wahlen

Komponenten auf der Computex

Auf der Komponentenmesse Computex in Taipeh hat der Hersteller AMD neue Prozessoren angekündigt. Die Ryzen 3000 für Desktop PCs haben bis zu 12 beschleunigte statt nur 8 Kerne. Hinzu kommt der neue X570-Chip mit PCIe Gen4 für neue Mainboards. Passend dazu erscheinen parallel zu den CPUs im Juli noch die Radeon RX 5700 mit Navi-Technik, das Topmodell soll Nvidas Geforce RTX 2070 einholen.

Intel hat mit Ice Lake eine neue Chip-Generation für Ultrabooks angekündigt: Die Quadcores haben eine neue CPU- und GPU-Architektur, viel schnelleren Speicher und integriertes Thunderbolt 3. Erste Geräte erscheinen noch.

Die eigentliche Messe dreht sich stark um Systeme mit Chips von AMD und Intel, drumherum gab es daher wie üblich viele Ankündigungen schneller SSDs oder neuer Kühler, darunter ein passives Modell von Noctua.

Diskussion um Wahlkampf

CDU und SPD haben bei den Wahlen zum Europaparlament stark verloren, auf EU-Ebene verloren die Fraktionen von Konservativen und Sozialdemokraten erstmals ihre Mehrheit. Vor allem in Deutschland legten die Grünen stark zu. Wer künftig die EU-Kommission führen soll, ist weiterhin offen. Noch gab es keine Einigung auf einen der Spitzenkandidaten. Die Folgen für die netzpolitische Ausrichtung in der EU sind daher noch unklar.

Die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer haderte derweil mit Beiträgen und Wahlaufrufen von Youtubern während des Wahlkampfes. Ihre Überlegungen, solche Äußerungen künftig zu regeln, stießen jedoch auf heftige Kritik. Der CDU-Chefin wurde vorgeworfen, die freie Meinungsäußerung vor Wahlen einschränken zu wollen. Anschließend dementierte sie entsprechende Pläne.

Huawei gegen USA

Huawei bemüht sich um eine schnellere Entscheidung bei seiner Klage in Texas gegen die seiner Ansicht nach verfassungswidrigen US-Sanktionen. US-Politiker nutzten den gesamten Staatsapparat, um ein privates Unternehmen zu verfolgen, sagte der Chefjustiziar des Konzerns.

Huaweis alternatives Betriebssystem für Googles Android soll - anders als stellenweise verlautbart - nicht bereits im Juni erscheinen, sondern erst Anfang 2020. Es heißt Ark OS und soll Android-Apps unterstützen, wahrscheinlich über einen eigenen App-Store.

Tunnelblick

Elon Musks Unternehmen The Boring Company hat in einem Video den Tunnel gezeigt, den es in Kalifornien gebaut hat. Zu sehen ist darin ein Wettrennen zweier Teslas: Eins fährt im Tunnel, eins auf der Straße. Das Fahrzeug im Tunnel fährt mit einer Art Stützräder und beschleunigt bis auf Tempo 204 km/h - und gewinnt wenig überraschend.

v Fast wie fliegen

Der chinesische Schienenfahrzeughersteller gz6 hat einen Magnetschwebezug vorgestellt. Er soll die Fahrzeit von Peking nach Shanghai gegenüber den heutigen schienengebundenen Hochgeschwindigkeitszügen um gut ein Drittel verringern und damit dem Flugzeug Konkurrenz machen.

Loewe baut ab

Der insolvente Fernsehgerätehersteller Loewe steht vor einem größeren Personalabbau. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung soll ein Großteil der knapp 500 Arbeitsplätze am Stammsitz Kronach gestrichen werden. Betroffen ist demnach hauptsächlich die Produktion.

Teures Vaio

Viele Anschlüsse, eine exzellente Tastatur und ein leichtes, edel aussehendes Gehäuse hat das Business-Notebook Vaio SX14. Im Test zeigt sich allerdings: Das Gerät sollte vorsichtig angefasst werden - wie der Vorgänger aus dem Jahr 2013 ist es nicht besonders stabil - trotz des hohen Preises ab 2.000 Euro.

Google floppt

Googles smarter Lautsprecher Nest Hub ist auf den deutschen Markt gekommen. Im Test enttäuscht uns das Gerät: Die verbauten Lautsprecher sind eine Blamage und Googles Smart-Display-Plattform hat derzeit noch so viele unnötigen Beschränkungen, dass die Nutzung keine Freude macht.

Aufbruch zum Mond

Der Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin hat Einzelheiten zum russischen Mondprogramm vorgestellt. In gut zehn Jahren sollen demnach russische Raumfahrer zum Mond fliegen. Erst in der vergangenen Woche hatte die Nasa ihre ehrgeizige Mondmission Artemis vorgestellt, demnach sollen schon 2024 die ersten US-Astronauten wieder auf dem Mond landen.

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