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Video: Thronebreaker The Witcher Tales - Test

Meve statt Geralt, Gwent statt Action - Thronebreaker ist aber trotzdem fast so episch wie Witcher 3 und mindestens genauso gut geschrieben.

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Thronebreaker The Witcher Tales - Test

Sprechtext

Die Meve ersetzt zwar keinen Geralt. Aber das muss sie auch nicht, denn sie hat selbst eine Menge zu bieten. Die Welt von Thronebreaker: The Witcher Tales wirkt vertraut. Die Autoren der Witcher-Hauptserie haben das Spiel geschrieben, und es klingt wirklich wie ein Abenteuer des Hexers.

Natürlich fühlt sich Thronebreaker völlig anders an, als der Witcher - es hat eben Gwent als Mittelpunkt. Die Schrecken greifen nicht unangemeldet an, sie werden erst in Ruhe vorgelesen. Die Länge der Audioproduktion ist dabei bemerkenswert.

In Thronebreaker schleppt sich die unerschrockene Königin Meve über die Bühne. Sie ist ganz anders als Geralt: Prinzipientreu, pflichtbewusst und humorlos. Humor hat das Spiel dabei durchaus – nur Meve lacht eben selten mit.

Thronebreaker pendelt zwischen launigen Kartenduellen, klassischen Rollenspielelementen und einer Art Visual Novel. Der Weg des Hauptplots ist als einziger richtig gepflastert, daneben bieten die nördlichen Königreiche aber noch ein ganzes Labyrinth an Möglichkeiten.

Im Fokus steht das Kartenspiel Gwent. Es handelte schon immer von Armeen und Schlachten, passt also genau zur Geschichte. Die Regeln sind nicht schwer, aber die Lernkurve ist steil. Ein gutes Kartendeck können wir erst zusammenstellen, wenn wir alle guten Karten und Kombinationen kennen. Anregungen bieten die Rätselkämpfe, die auf der Karte durch ein Puzzleteil markiert sind. Hier werden Kombinationen deutlich, die wir aus den zu kurzen Erklärtexten der Karten kaum hätten ableiten können.

Insgesamt hat uns Thronebreaker überzeugt. Wir empfehlen es zwar keinem klassischer Action-Rollenspieler – aber jedem Leser und Spieler der Witcher-Serie.

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