Video: Wochenrückblick KW 51 2020 Gesetze und Google

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Wochenrückblick KW 51 2020 Gesetze und Google

Regierung im Gesetzesrausch

Gut neun Monate vor der Bundestagswahl will die Bundesregierung noch eine ganze Reihe netzpolitischer Projekte abschließen. Dazu verabschiedete das Kabinett am Mittwoch Entwürfe zu Novellen des BND- und Telekommunikationsgesetzes sowie des IT-Sicherheitsgesetzes 2.0. Von der IT-Wirtschaft und anderen Organisationen war viel Kritik zu vernehmen. Die Regierung räume nicht genügend Zeit für Stellungnahmen ein, hieß es. Inhaltlich sind IT-Wirtschaft und Sicherheitsexperten ebenfalls nicht zufrieden. Nun bleibt nur noch die Möglichkeit, über den Bundestag Änderungswünsche einzubringen.

EU zähmt IT-Konzerne

Die EU-Kommission will neue rechtliche Grundlagen für die Internetwirtschaft schaffen. Dazu hat sie in dieser Woche Entwürfe für ein Digitale-Dienste-Gesetz und eine Digitale-Märkte-Gesetz vorgestellt. Das Digitale-Dienste-Gesetz soll vor allem den Umgang mit illegalen Inhalten im Netz regeln. Auch sollen Risiken für Gesellschaft und Demokratie, die durch die sozialen Netzwerke entstanden sind, reduziert werden. Das Digitale-Märkte-Gesetz zielt hingegen nur auf große Plattformbetreiber wie Google, Apple, Amazon und Facebook. Diese sollen ihre Monopolstellungen nicht mehr wie bisher zur Verhinderung von Wettbewerb und zur Benachteiligung kleiner Anbieter einsetzen können. Die Pläne müssen noch vom Europaparlament und den Mitgliedstaaten beschlossen werden. Das könnte gut zwei Jahre dauern.

Neues von Cyberpunk 2077

Was für ein Drama! Und nein - damit meinen wir nicht die Handlung von Cyberpunk 2077, sondern die jüngsten Vorgänge rund um das Rollenspiel von CD Projekt Red. Erst gibt es technische Probleme auf der Playstation 4 und der Xbox One, dann sind Rückgaben bei Sony und Microsoft möglich, etwas später dann doch nicht bei Sony und dafür beim Entwicklerstudio selbst. Und dann wirft Sony das Spiel bis auf Weiteres aus seinem Store. Dazu kommt neben der Spielestreaming-Version noch fehlerhafter Code der PC-Fassung auf AMD-Systemen, für den aber die Spielentwickler nicht wirklich etwas können - und ein Patch der Community. Wie es weitergeht mit Cyberpunk 2077? In den nächsten Tagen soll erst mal das Update auf Version 1.05 erscheinen und dann wird es zumindest über Weihnachten hoffentlich etwas ruhiger rund um Night City - bevor das Drama weitergeht.

Kaufberatung Topsmartphones

In unseren Smartphone-Test dieses Jahr hat sich gezeigt: Mehr als 900 Euro muss man nicht mehr für ein Topsmartphone ausgeben. Bereits für knapp über 400 Euro gibt es tolle Geräte wie etwa das Mi 10 T von Xiaomi. Auch Googles Pixel 4a 5G ist für unter 500 Euro zu haben und bietet unter anderem Googles gute Kamera. Neben Samsungs Galaxy S20 FE und Oneplus mit dem 8T gibt es auch drei empfehlenswerte Apple-Geräte in der Preisklasse: Das iPhone SE 2020 ist mit unter 470 Euro das günstigste, ab 780 Euro gibt es auch eines der aktuellen iPhone-Modelle, nämlich das iPhone 12 Mini.

Ein Bitcoin für 20.000 US-Dollar

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat die Kryptowährung Bitcoin einen Wert von 20.000 US-Dollar erreicht. Trotz des Hypes ist Bitcoin innerlich gereifter, als es nach außen den Anschein macht. Das liegt daran, dass die Währung auf Mathematik statt auf fiktiven Gegenwerten beruht. Auch ist in den vergangenen Jahren mit Lightning ein internationales Zahlungsnetzwerk entstanden, was auch zu einem Boom bei den Nutzerzahlen geführt hat: 100 Millionen Menschen setzen weltweit wohl auf Bitcoin. Die Aussichten sind gut.

Diskussion um Corona-App

Angesichts deutlich gestiegener Corona-Infektionszahlen wollen Politiker den Datenschutz bei der Corona-Warn-App lockern. So sollen die Gesundheitsämter die Standorte der Nutzer tracken können. Technisch ist dies auf Basis der Bluetooth-Schnittstelle von Google und Apple jedoch nicht möglich. Zudem könnten dadurch viele Nutzer von der Installation der App abgeschreckt werden.

Weniger IT-Stellen

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl offener Stellen für IT-Fachkräfte um 31 Prozent auf 86.000 zurückgegangen. Das gab der Branchenverband Bitkom bekannt. Im Durchschnitt dauere es sechs Monate, eine offene IT-Stelle zu besetzen, vor zwei Jahren waren es fünf Monate.

Flecken bleiben weiß

Investitionen in den Netzausbau in weißen Flecken für sehr dünn besiedelte Gebiete bleiben weitgehend aus. Das hat das Bundesverkehrsministerium mitgeteilt. Grund sei, dass die Netzbetreiber durch die Auflagen der Bundesnetzagentur stark belastet seien.

Teure Scheinwerfer

Der ADAC kritisiert die Hersteller von LED-Scheinwerfern. Die LEDs sind hell, energiesparend und können gesteuert werden, damit sie andere nicht blenden. Aber sie verlieren mit der Zeit an Leuchtkraft. Die Hersteller setzen darauf, dass sie für viel Geld ersetzt werden. Der ADAC fordert stattdessen, die LEDs so zu gestalten, dass sie reparabel sind, und ihre Haltbarkeit zu verbessern.

Tausende Firmen gehackt

18.000 Unternehmen und Behörden sollen über eine IT-Managementsoftware von Solarwinds kompromittiert worden sein. Angreifer konnten ihren Trojaner in die signierten Softwarepakete auf einem Update-Server einbringen. Betroffen sind unter anderem die Sicherheitsfirma Fireeye und mehrere US-Ministerien und Militäreinrichtungen.

Ausfall bei Google

Am Montag konnten sämtliche Google-Dienste kurze Zeit nicht mit einem Login genutzt werden. Der Dienst zur Authentifizierung hatte zu wenig Speicherplatz. Wenig später vergaß Gmail kurz eigene Accounts, wodurch E-Mails verloren gingen.

Wertvoller Dreck

Die japanische Raumsonde Hayabusa 2 hat die Gesteinsproben vom Asteroiden Ryugu zur Erde gebracht. Nachdem der Vorgängersonde nur wenige Staubkörner zurückgebracht hatte, waren es diesmal über 5 Gramm - 50-mal so viel wie erhofft. Die Raumsonde setzt ihre Mission noch elf Jahre fort, weitere Gesteinsproben wird sie nicht nehmen können.

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